| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Alexander Schwarz-Musch gibt einen Überblick über Entwicklung und State-of-the-Art der internationalen Kommunikationspolitik und untersucht, ob und in welchem Ausmaß länderübergreifend ... Vorschau
79.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Effizienteste Maßnahmen im Marketing
Anteil der Marketingfachleute, die folgende Kommunikationsmaßnahmen als effizient einschätzen in 2011
Statistik: Effizienteste Maßnahmen im Marketing Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Der Begriff der Organisation lässt sich nicht eindeutig definieren. Die Begriffslegung ist abhängig von der jeweils zugrundegelegten organisations-theoretischen Herangehensweise. Im Rahmen des vorliegenden Beitrags wird unter Organisation das formale Regelwerk eines arbeitsteiligen Systems verstanden. Informale Regelungen werden nicht betrachtet. Derartige ... mehr
von  Prof. Dr. Gerhard Schewe
I. Begriff: Das Kunstwort „Ergonomie“ ist griechischen Ursprungs und setzt sich zusammen aus den Begriffen „ergon“, gleichbedeutend mit dem Begriff Arbeit und „nomos“, was mit Gesetz oder Regel übersetzt werden kann. Daraus folgt, dass die Ergonomie die Lehre der Gesetzmäßigkeit ... mehr
von  Prof. Dr. Thomas Bartscher

nonverbale Kommunikation

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

beschreibt alle Formen der Kommunikation, die sich nicht auf eine sprachliche Informationsvermittlung stützen. Informationen können über alle Sinne kommuniziert werden z.B. durch, Musik, Bilder, Geruch, Geschmack sowie Gesten und Körperhaltung.

Ausführliche Erklärung:

außersprachliche, nicht sprachliche, nicht linguistische, averbale Kommunikation. 1. Begriff: alle Formen der persönlichen Kommunikation und der Massenkommunikation, die sich nicht auf eine symbolische (v.a. sprachliche) Informationsübertragung stützen. Im Zusammenhang mit der Sprache wird nonverbale Kommunikation auch als „analoge Kommunikation” bezeichnet.

2. Übertragungswege: Die nonverbale Kommunikation kann in unterschiedlichen Formen übertragen werden. Die bedeutendste Form ist die visuelle nonverbale Kommunikation, die alle Vorteile der Bildkommunikation aufweist. Weitere Übertragungswege sind nonverbale auditive Signale (vokale und musikalische Signale), taktile Signale (Wahrnehmung von Berührungen), olfaktorische Signale (Gerüche), gustatorische Signale (Geschmack) und thermale Signale (z.B. Körperwärme, Raumtemperatur).

3. Persönliche Kommunikation und nonverbale Kommunikation: Die folgenden Ausführungen beziehen sich nur auf die persönliche Kommunikation, da die Massenkommunikation vorwiegend nonverbale Elemente der persönlichen Kommunikation abbildet.

4. Formen der persönlichen nonverbalen Kommunikation: a) Vokale nonverbale Kommunikation: z.B. Lautstärke, Stimmfrequenz, Sprechgeschwindigkeit und Intonation. Die vokalen Elemente beziehen sich ausschließlich auf die Stimme des Kommunikators.

b) Nonvokale nonverbale Kommunikation: Diese setzt sich zusammen aus:
(1) der körperlichen nonvokalen Kommunikation, die statischer (z.B. Körperbau, Gesichtsform, Hautfarbe) oder dynamischer (Mimik, Gestik, Körperbewegung, -haltung, -orientierung, -entfernung, Blickkontakt) Natur sein kann und
(2) der materiellen nonvokale Kommunikation wie z.B. Stimuli, die zur körperlichen Erscheinung gehören, zum persönlichen Gebrauch gehören und im Interaktionsprozess eingesetzt werden oder aus der Umwelt des Kommunikators stammende Stimuli. Die nonvokale nonverbale Kommunikation kann sich auf alle Sinnesmodalitäten beziehen.

5. Wirkung: Die nonverbale Kommunikation kann emotionale und kognitive Wirkungen hervorrufen. Emotionale Wirkungen sind die Aktivierung des Konsumenten, die Äußerung der Gefühle oder Einstellungen des Konsumenten. Kognitive Wirkungen der nonverbalen Kommunikation sind Ausstrahlungseffekte (Schlüsse auf persönliche Eigenschaften oder den sozialen Status des Kommunikators), Informationen über die Persönlichkeit des Kommunikators und die Begleitung verbaler Kommunikation. Die nonverbale Kommunikation besitzt häufig eine höhere Glaubwürdigkeit als die verbalen Äußerungen, da sie meist spontan erfolgt und kognitiv kaum kontrolliert wird.

6. Messung der nonverbalen Kommunikation: a) Allg. Messverfahren: Geeignet sind bes. modalitätsspezifische Messverfahren wie Beobachtung der Mimik, phonetische Messung von akustischen Signalen, olfaktorische Ermittlung des Geruchs etc.

b) Messung der persönlichen nonverbalen Kommunikation: unmittelbare Verhaltensbeobachtung, Verhaltensaufzeichnung mittels Film und Video und apparative Verhaltensmessungen. Die Auswertung der Daten erfolgt z.B. mit dem Facial-Action-Coding-System (FACS), einem Analyseverfahren zur Beschreibung und Interpretation der Gesichtssprache oder dem Berner System, welches der Analyse der Körpersprache dient.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Literaturhinweise/Links
Literaturhinweise
Bücher
  • Kroeber-Riel, W./Weinberg, P./Gröppel-Klein, A.:  Konsumentenverhalten
    9. Aufl., München , 2009
Sachgebiete
nonverbale Kommunikation
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff und Bedeutung der Corporate Governance Corporate Governance (CG) bezeichnet den rechtlichen und faktischen Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens. Im Unterschied zur Unternehmensverfassung, die primär die Binnenordnung des Unternehmens betrifft, werden unter dem Stichwort CG auch Fragen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Axel v. Werder
I. Einführung Geschäftsprozesse können als fundamentale Vermögenswerte eines Unternehmens interpretiert werden, da sie im Kern die Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Unternehmen repräsentieren. Die Entwicklungen in der Informationstechnologie (IT) eröffnen die Möglichkeit, die Geschäftsprozesse eines Unternehmens weitgehend zu automatisieren und damit dessen Wettbewerbsfähigkeit ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Professor Dr. Frank Leymann, Dr. David Schumm
I. Ursprung Vor dem Hintergrund immer lauterer Kritik an der Eindimensionalität finanzieller Kennzahlensysteme in den USA wurde Anfang der 1990er-Jahre unter der Leitung von R.S. Kaplan und D.P. Norton ein Forschungsprojekt mit zwölf US-amerikanischen Unternehmen durchgeführt. Ziel war, die vorhandenen Kennzahlensysteme ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber