| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Die Autoren arbeiten die verfahrensrechtlichen Probleme auf, die sich in den letzten Jahren für den Bereich der Verrechnungspreise ergeben haben. ... Vorschau
64.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Anzahl der Zwangsvollstreckungen in Deutschland
Anzahl der Vollstreckungsfälle von Forderungen des Bundes und der Sozialbehörden in Deutschland von 2008 bis 2011 (in Tausend)
Statistik: Anzahl der Zwangsvollstreckungen in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Die Frage, was unter internationalem Management zu verstehen sei und unter welchen Bedingungen dieses in der Unternehmenspraxis vorzufinden ist, wird in der Literatur bis heute nicht übereinstimmend beantwortet. So bleibt z.B. umstritten, ob bei einem gelegentlich in geografisch nahe Auslandsmärkte ... mehr
von  Prof. Dr. Johann Engelhard
Bankvertrieb umfasst die Gesamtheit aller Aktivitäten und Systeme, welche notwendig sind, um dem Kunden Bankprodukte und -dienstleistungen anzubieten. Bankvertrieb wird determiniert durch Elemente des Marketing-Mix sowie branchenspezifische rechtliche, technische und wirtschaftliche Rahmenfaktoren. Das Betreiben von Bankgeschäften obliegt im Hinblick auf die ... mehr
von  Prof. Dr. Detlef Hellenkamp

Pfändung

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Bei der Zwangsvollstreckung wegen einer Geldforderung die staatliche Beschlagnahme eines Gegenstandes oder einer Forderung zum Zwecke der Verwertung. I. Pfändung von Sachen, II. Pfändung von Forderungen und anderen Vermögensrechten.

Ausführliche Erklärung:

bei der Zwangsvollstreckung wegen einer Geldforderung die staatliche Beschlagnahme eines Gegenstandes oder einer Forderung zum Zwecke der Verwertung.

I. Pfändung von Sachen:

1. Pfändung wird dadurch bewirkt, dass der Gerichtsvollzieher die Sache in Besitz nimmt und, wenn er sie im Gewahrsam des Schuldners belässt, ein Pfandsiegel anbringt (§§ 808 ff. ZPO). Er hat über die Pfändung ein Protokoll aufzunehmen.

2. Pfändbar sind Sachen, die sich im Gewahrsam des Schuldners befinden, ohne Rücksicht darauf, ob sie dem Schuldner gehören (ein unbeteiligter Dritter muss seine Rechte durch Erhebung der Drittwiderspruchsklage geltend machen), ferner Sachen des Schuldners, die sich im Gewahrsam eines zur Herausgabe bereiten Dritten befinden (bei Widerspruch des Dritten muss der Gläubiger den Herausgabeanspruch des Schuldners pfänden).

Sonderregeln bei Ehegatten. Wertpapiere werden grundsätzlich wie Sachen behandelt; auch die Pfändung von fertig gestellten Exemplaren eines Buches, eines Films etc. unterliegt keinen urheberrechtlichen Beschränkungen.

3. Bereits gepfändete Sachen können von anderen Gläubigern oder wegen anderer Forderungen im Wege der Anschlusspfändung erfasst werden.

4. Gegen das Verfahren des Gerichtsvollziehers ist der bei dem Amtsgericht anzubringende Rechtsbehelf der Erinnerung gegeben.

Vgl. auch Unpfändbarkeit.

II. Pfändung von Forderungen und anderen Vermögensrechten:

1. Pfändung durch Zustellung eines bei dem Amtsgericht zu erwirkenden Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses an den Drittschuldner (§§ 828 ff. ZPO).

2. Beschränkungen bei der Pfändung von Arbeitseinkommen: Lohnpfändung.

3. Zur Pfändung einer Hypothek, Grund- oder Rentenschuld ist zudem Übergabe des Briefes (notfalls Wegnahme durch den Gerichtsvollzieher) oder bei Buchpfandrechten Eintragung im Grundbuch erforderlich (§ 830 ZPO).

4. Auch Rechte und Ansprüche einer Lebensversicherung sind grundsätzlich pfändbar. Befriedigung des Gläubigers bis zur Höhe des Rückkaufwertes z.Z. der Pfändung. Um den Versicherungsschutz zu erhalten, können Ehegatten und Kinder bzw. der Bezugsberechtigte mit Zustimmung des Versicherungsnehmers in den Versicherungsvertrag eintreten. Der Eintretende hat den Gläubiger bis zur Höhe des Rückkaufswertes zu befriedigen.

Nicht bzw. bedingt pfändbar sind bestimmte Bezüge aus Witwen-, Waisen- und Hilfskassen sowie Sterbegeldversicherungen bis zu 3.579 Euro (§ 850b ZPO).

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Pfändung
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
Nach der Einführung von Basel I im Jahr 1988 sowie der deutlichen Überarbeitung zu Basel II, die 2007 eingeführt wurde, ergeben sich ab 2013 materielle Änderungen, die unter Basel III firmieren. Auslöser der schnellen Überarbeitung war u.a. auch die Finanzkrise, ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Michael Pohl
I. Begriff Auf der Konferenz der Staats- und Regierungschefs der EG am 9./10.12.1991 in Maastricht beschlossene Währungsvereinheitlichung auf dem Gebiet der Europäischen Union (oder Teilen hiervon) ab 1.1.1999. Die Europäische Währungsunion bildet einen Kernpunkt in den Bestrebungen zur Errichtung eines in ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Oliver Budzinski, PD Dr. Jörg Jasper, Prof. Dr. Albrecht F. Michler
I. Begriff Unter den Begriff der Bilanzpolitik fallen alle legalen Maßnahmen, die der Bilanzierende innerhalb des Jahresabschlusses und Lageberichts ergreift, um die Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens inhaltlich und/oder formal so zu gestalten, dass bei den Adressaten ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Michael Hommel