| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 50.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Das essential versteht sich als praktischer Leitfaden für die Reisebüroausschreibung mit konkreten Hinweisen für die Ausgestaltung von Ausschreibungsunterlagen. Der Einkäufer ... Vorschau
9.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 39,90 € - inkl. weiterer 50.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Einnahmen im Tourismus weltweit
Weltweite Tourismuseinnahmen von 2000 bis 2010 (in Milliarden US-Dollar)
Statistik: Einnahmen im Tourismus weltweit
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Ziele, Handlungsmöglichkeiten und Reichweite staatlicher Sozialpolitik im Rahmen marktwirtschaftlicher Ordnungen sind in der Wissenschaft wie in der praktischen Wirtschafts- und Sozialpolitik Gegenstand anhaltender Kontroversen. Dahinter stehen teilweise unterschiedliche Grundhaltungen zum Verhältnis individueller Eigenverantwortung und staatlichen Handelns, teilweise unterschiedliche Schlussfolgerungen aus ... mehr
von  Prof. Dr. Gerhard Kleinhenz, Prof. Dr. Martin Werding
Mit der Plankostenrechnung lassen sich einerseits zukünftige Kosten für das Unternehmen, die Unternehmensbereiche, Prozesse und Produkte bestimmen. Plankosten erlauben andererseits im nachhinein Soll-Ist-Vergleiche für Kostenstellen und Kosten für erbrachte Leistungen. Sie dienen damit der Steuerung von Ergebnissen, Gemeinkostenbereichen und Projekten ... mehr
von  Prof. Dr. Jochen R. Pampel, Prof. Dr. Kurt Vikas

Reisebüro

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Handelsunternehmen, die touristische Leistungen von Reiseveranstaltern und Beförderungsleistungen von Verkehrsunternehmen sowie weitere Leistungen aus dem Freizeitsektor
(z.B. Eintrittskarten) verkaufen.

Ausführliche Erklärung:
1. Begriff: Handelsunternehmen, die touristische Leistungen von Reiseveranstaltern und Beförderungsleistungen von Verkehrsunternehmen sowie weitere Leistungen aus dem Freizeitsektor (z.B. Eintrittskarten) verkaufen.

2. Merkmale: Reisebüros, häufig gleichgesetzt mit dem umfassenderen Begriff „Reisemittler“ (engl. intermediaries) verkaufen im Auftrag der Produzenten/ Hersteller der jeweiligen Tourismusleistungen diese an den Endverbraucher/ Reisenden (Touristen oder Geschäftskunden). Reisebüros sind entweder als Handelsvertreter (§§ 84 ff. HGB) oder als Makler (§§ 93 ff. HGB) tätig. Als Handelsvertreter hat das Reisebüro einen Rechtsanspruch auf eine Provision für den vermittelten Umsatz. Der Agenturvertrag zwischen dem Produzenten und dem Reisebüro regelt die Provision, die sich aus einer Grundprovision (Prozentbetrag vom Umsatz oder Festbetrag) und weiteren Incentives (z.B. bei Umsatzsteigerung) zusammensetzen kann. Als Handelsmakler kann das Reisebüro ein Serviceentgelt (Fee) vom Kunden verlangen; dies gilt nicht bei der Vermittlung von Pauschalreisen, da hier die Pflicht zum Endpreis, der vom Produzenten vorgegeben wird, besteht. Häufig werden Reisebüros unbewusst zum Reiseveranstalter bei der Vermittlung von zwei Leistungen, z.B. Flug und Hotel, für die der Kunde eine Rechnung mit einem Gesamtpreis erhält; damit entsteht eine Haftung als Reiseveranstalter nach § 651 BGB. Bewusst betätigen sich Reisebüros als Veranstalter dann, wenn über sog.  „Eigenveranstaltungen“ (z.B. Studien- oder Rundreisen) die Rendite deutlich gesteigert werden kann. Folgende Hauptleistungen kennzeichnen das Geschäft von klassischen Reisebüros: Buchungen von Pauschalreisen; Verkauf von Flug-, Bahn- und Schiffstickets;  Reservierung von Hotels/ Unterkünften; Auskünfte zu Ein- und Ausreisebestimmungen; Urlaubsländern und -gebieten; Reiseangeboten der Reiseveranstalter und Leistungsträger; Reiseversicherungen u.a.

3. Formen: Die Einteilung der Reisebüros erfolgt nach dem Kriterium der dominanten Geschäftstätigkeit: a) das Vollreisebüro verfügt über IATA-, Bahn- und DER-Lizenz und einen Agenturvertrag mit mind. einem Leitveranstalter, was u.a. den Verkauf von Linienflugscheinen und Bahntickets erlaubt,

b) das Touristik-Reisebüro hat i.d.R. keine eigene Lizenz für Beförderungsleistungen.

c) Das Firmenreisebüro (Business-Travel-Büro) konzentriert sich auf den Geschäftsreiseverkehr, berät und optimiert (IT-gestützt) das Geschäftsreisevolumen von Firmen,

d) Onlinereisebüros sind spezialisiert auf E-Commerce,

e) Incoming-Agenturen (Incoming) sind in Zielgebieten angesiedelt (= Zielgebietsagenturen) und vermitteln Reiseleistungen der Standortregion an ortsfremde Reiseveranstalter und Gäste.

4. Aktuelle Entwicklung: Die Agenturformen mischen oder überlappen sich häufig in der Realität. Zunehmender Direktvertrieb von Reiseveranstaltern und Produzenten und der weitgehende Wegfall der Provision im Flugsektor sowie die Etablierung von Onlinereisebüros haben zu einem massiven Strukturwandel geführt: Kooperationen, Franchisesysteme und konzerneigene (oder veranstaltereigene) Ketten dominieren heute den Vermittlermarkt. Firmenreisebüros treten - mit wenigen Ausnahmen - als „Global Player“ auf. Ein stark wachsender Anteil von Reiseleistungen wird über das Internet verkauft; dieser Vertriebsweg ermöglicht Produzenten (und Zielgebieten), den Kunden die eigene Leistung direkt anzubieten, diese buchbar zu machen und damit die Reisemittler auszuschalten. Dieser Trend wird zu einer weiteren Veränderung/ Anpassung der Geschäftsmodelle des klassischen Reisebürovertriebs führen.
Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Literaturhinweise/Links
Literaturhinweise
Bücher
Sachgebiete
Reisebüro
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Im Gegensatz zur wissenschaftlichen Analyse spezieller Bereiche der Wirtschaftspolitik (z.B. Geld-, Finanz-, Einkommens-, Verteilungs-, Konjunktur-, Wachstums-, Beschäftigungspolitik etc.) befasst sich die Allgemeine Wirtschaftspolitik mit der grundsätzlichen Systematik wirtschaftspolitischer Handlungen weitgehend ohne den konkreten Bezug auf bestimmte ökonomische Ziele oder ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Bernd-Thomas Ramb
I. Begriffsbestimmungen 1. Direktwerbung Umfasst alle Werbemaßnahmen, die den Empfänger gezielt ansprechen, indem sie ihm die Werbebotschaft in Form eines selbstständigen Werbemittels (z.B. Direct Mailing) direkt und nicht mithilfe eines anderen Mediums übermitteln. 2. Direct Marketing Umfasst alle marktgerichteten Aktivitäten, die sich einstufiger (direkter) ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Dr. Heinz Dallmer
Im Zuge des Transfers von Gütern (Handelsgut) vom Produzenten zum Verbraucher kommt dem Handel eine zentrale Rolle zu. Aus Sicht vieler produzierender Unternehmen (Produzent) und Kunden ist der Handel das wichtigste Distributionsorgan (Distributionspolitik), das die Aufgaben der akquisitorischen und physischen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Alexander Hennig, Prof. Dr. Willy Schneider