| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Internationale Investitionen müssen sorgfältig geprüft werden. Dies gilt auch für China, einem Land mit dynamischer Wirtschaftsentwicklung. Schleppende Genehmigungsverfahren, Patentverletzungen, Probleme ... Vorschau
56.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Bruttoinlandsprodukt in Deutschland
Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland von 1991 bis 2011 (in Milliarden Euro)
Statistik: Bruttoinlandsprodukt in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Energiekrise, saurer Regen, Entsorgungsnotstand, Wasserknappheit, Klimawandel, Regenwaldzerstörung, Biodiversität, Überflutungen - unabhängig davon, welches Umweltthema gerade in Medien präsent ist, sind immer auch Unternehmen betroffen. Seien es Kostenerhöhungen durch steigende Energie- oder Rohstoffpreise, Umsatzeinbußen durch verändertes Konsumentenverhalten, seien es rechtliche Regelungen ... mehr
von  Prof. Dr. Edeltraud Günther
Der Begriff Krisenmanagement entstand im politischen Bereich, wobei dessen erstmalige Verwendung dort umstritten ist, mehrheitlich aber J.F. Kennedy im Zusammenhang mit der Kuba-Krise 1962 zugeschrieben wird. In der Betriebswirtschaftslehre findet der Begriff Krisenmanagement verstärkt erst seit den 1970er-Jahren Verwendung, wenn ... mehr
von  Prof. Dr. Ulrich Krystek, Prof. Dr. Stefanie Fiege

relevanter Markt

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Tauschgruppe von Anbietern und Nachfragern, deren Angebots- bzw. Nachfrageverhalten von Nicht-Gruppenmitgliedern nicht spürbar beeinflusst wird. Der relevante Markt lässt sich sachlich (nach Gütern und Dienstleistungen), räumlich (nach dem Ort der Bedarfsdeckung) sowie zeitlich abgrenzen.

Ausführliche Erklärung:

1. Begriff der Wettbewerbstheorie zur Abgrenzung einer Gruppe von Anbietern bzw. Nachfragern derart, dass von den nicht zur Gruppe gehörenden Anbietern bzw. Nachfragern keine oder nur zu vernachlässigende Einflüsse auf das wettbewerbliche Verhalten innerhalb der Gruppe ausgehen.

2. Methodisch sind verschiedene Ansätze zur Abgrenzung einer derartigen Tauschgruppe entwickelt worden: a) Das Industriekonzept von Marshall stellt auf die physikalisch-technische Homogenität (wie z.B. in Produktionsstatistiken) ab und vernachlässigt den für Preisbildungsprozesse maßgeblichen Gesichtspunkt der subjektiven Substituierbarkeit von Gütern.
b) Das Substitutionskonzept und seine verschiedenen Ausprägungen: Im Rahmen dieses Konzepts sind methodisch verschiedene Ansätze entwickelt worden, um die Grenzen einer Tauschgruppe zu bestimmen:
(1) Die Theorie der Substitutionslücke (Robinson) sieht alle Güter in totaler Konkurrenz um die Kaufkraft der Konsumenten. Diese Kette von Substituten werde jedoch durch sog. Substitutionslücken unterbrochen, die zu eigenen relevanten Märkten führen.
(2) Das Bedarfsmarktkonzept von Arndt und Abbott stellt auf Güter ab, die nach der subjektiven Auffassung der Nachfrager dazu geeignet sind, einen bestimmten gesellschaftlichen Bedarf zu decken.
(3) Das Konzept der externen Interdependenz (Triffin) ordnet alle Unternehmen einem Markt zu, die durch gegenseitige Abhängigkeit beim Verkauf verbunden sind. Triffin will diese Beziehungen quantitativ mit einem Koeffizienten erfassen, der formal der Kreuzpreiselastizität des Angebots entspricht, jedoch die relative Veränderung der nachgefragten Menge bei irgendeinem Anbieter i und der sie bewirkenden relativen Veränderung des geforderten Preises eines bestimmten Anbieters j ausdrückt.

Die verschiedenen Substitutionskonzepte haben alle als gemeinsame Wurzel die Substitutionsbeziehung der von Unternehmen erzeugten Gütern, wobei die Abgrenzung teils aus der Sicht der Nachfrager, teils aus der Sicht der Anbieter vorgenommen wird.
c) Die räumliche Marktabgrenzung findet man bes. bei transportintensiven Gütern (z.B. Baustoffe) oder im Dienstleistungsgewerbe; dort entstehen sog. Kettenoligopole, d.h. jeder Anbieter steht unter Berücksichtigung der räumlichen Präferenzen mit anderen Anbietern in Konkurrenz. Der räumlich relevante Markt ist insofern z.T. sehr eng (Einzelhandel) abzugrenzen oder kann angesichts der geringen Bedeutung der Transportkosten den Weltmarkt umfassen (z.B. Schiffs- oder Flugzeugbau).
d) Die zeitliche Marktabgrenzung besagt, dass Anbieter und Nachfrager einem relevanten Markt angehören, wenn sie zum selben Zeitpunkt zum Leistungsaustausch bereit sind.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
relevanter Markt
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Das betriebliche Rechnungswesen umfasst Verfahren zur systematischen Erfassung und Auswertung aller quantifizierbaren Beziehungen und Vorgänge der Unternehmung für die Zwecke der Planung, Steuerung und Kontrolle des betrieblichen Geschehens. In der Gesamtorganisation der Unternehmung wird das betriebliche Rechnungswesen häufig als Aufgabenbereich ... mehr
Mit dem Begriff Personalwirtschaft ist der Umgang mit lebendiger Arbeit in Wirtschaftsorganisationen bzw. Unternehmen gemeint. Alternative Bezeichnungen zu Personalwirtschaft sind Personalwesen, Personalmanagement, teilweise auch Personalpolitik sowie Human Resource Management. Deutlicher als alle anderen Begriffe macht Personalwirtschaft aber darauf aufmerksam, dass ... mehr
Die institutionelle BWL beschäftigt sich mit den Eigenschaften einzelner Wirtschaftszweige wie etwa dem Handel, der Industrie, den Banken, Versicherungen, dem Tourismus und Handwerk. Die betriebswirtschaftlichen Komponenten aller Funktionsbereiche dieser Branchen werden betrachtet und untersucht. Zu dem Bereich der institutionellen BWL ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Ideengeschichte und Institutionengeschichte Es gibt in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften eine Vielzahl von Definitionen, aber keine universelle Definition des Begriffs Management, weil – je nach Forschungsperspektive – ein unterschiedlicher Forschungsgegenstand und unterschiedliches Erkenntnisinteresse vorliegen. Es lassen sich aber zunächst zwei ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Dr. Peter Haric
I. Grundlagen Der Begriff der Organisation lässt sich nicht eindeutig definieren. Die Begriffslegung ist abhängig von der jeweils zugrundegelegten organisations-theoretischen Herangehensweise. Im Rahmen des vorliegenden Beitrags wird unter Organisation das formale Regelwerk eines arbeitsteiligen Systems verstanden. Informale Regelungen werden nicht betrachtet. ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Gerhard Schewe
I. Grundlagen des Internen Marketing 1. Entwicklung des Internen Marketing Die ersten Auseinandersetzungen mit dem Thema des Internen Marketing datieren auf Ende der 1970er- bis Mitte der 1980er-Jahre, wobei v.a. Wissenschaftler aus Schweden und den USA den Begriff „Internal Marketing“ geprägt haben. ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Manfred Bruhn