| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in 42.000 Fachbüchern + 300 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Mehr zur Definition
Bücher (versandkostenfrei von beck-shop.de)
Umfassend und systematisch präsentiert die Neuauflage des Handbuchs die Konzepte und Instrumente einer modernen ertrags- und wertorientierten Banksteuerung. ... mehr
Statistik (von statista.com)
Finanzierung von Biotechnologie-Unternehmen
Finanzierungsquellen von Biotechnologie-Unternehmen in Deutschland von 2005 bis 2010 (in Millionen Euro)
Statistik: Finanzierung von Biotechnologie-Unternehmen
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Akademische Arbeiten (von grin.com)
Zum Thema eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Bachelorarbeit, Seminararbeit oder Referat versandkostenfrei herunterladen (pdf-Datei):
Weitere akademische Arbeiten zur Definition "Rentabilität"
Fachartikel (aus Springer DE Fachzeitschriften)
Kernthesen: Aus gesellschaftsrechtlicher Sicht ist die Aktiengesellschaft weit mehr als eine „Wertschöpfungsveranstaltung“. Da eine präjudizierende Gewichtung einzelner Interessen unzulässig ist, müssen die Aktionärsinteressen zugunsten anderer Interessen relativiert werden. Durch die Institute Unternehmensinteresse ... mehr

ANZEIGE

Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Die Frage, was unter internationalem Management zu verstehen sei und unter welchen Bedingungen dieses in der Unternehmenspraxis vorzufinden ist, wird in der Literatur bis heute nicht übereinstimmend beantwortet. So bleibt z.B. umstritten, ob bei einem gelegentlich in geografisch nahe Auslandsmärkte ... mehr
von  Prof. Dr. Johann Engelhard
Der Lagebericht verkörpert ein rechtlich und funktional eigenständiges Rechnungslegungsinstrument der jährlichen Pflichtpublizität von Unternehmen neben dem Jahresabschluss. Er erläutert den Jahresabschluss und ergänzt diesen um Informationen allgemeiner Art über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft. Er ... mehr
von  Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking, Prof. Dr. Norbert Pfitzer, Prof. Dr. Peter Oser

ANZEIGE

Rentabilität

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Verhältnis einer Erfolgsgröße zum eingesetzten Kapital einer Rechnungsperiode. Beide Größen können zahlungs- und bilanzorientiert gemessen werden.

Ausführliche Erklärung:

Verhältnis einer Erfolgsgröße zum eingesetzten Kapital einer Rechnungsperiode. Beide Größen können zahlungs- und bilanzorientiert gemessen werden.

I. Zahlungsorientierte Betrachtung:

1. Gesamtkapitalrentabilität: Einzahlungsüberschuss des Unternehmens in Relation zum gesamten eingesetzten Kapital.

2. Eigenkapitalrentabilität: Einzahlungsüberschuss des Unternehmens abzüglich der an die Fremdkapitalgeber abzuführenden Zinszahlungen in Relation zum eingesetzten Eigenkapital.

II. Bilanzorientierte Betrachtung:

1. Gesamtkapitalrentabilität: Der Periodenerfolg (einschließlich der Fremdkapitalzinsen) wird in Beziehung zum gesamten zur Verfügung stehenden Kapital der Unternehmung (Eigen- und Fremdkapital) gesetzt. Zur besseren Analyse kann die Gesamtkapitalrentabilität als Produkt aus Umsatzrentabilität und Kapitalumschlag dargestellt werden.

a) Gesamtkapitalrentabilität vor Steuern

\ = \frac{ \textnormal {Erfolg vor Zinsen und vor Steuern}}{ \textnormal {Gesamtkapital}};


b) Gesamtkapitalrentabilität nach Steuern

\ = \frac{ \textnormal {Erfolg vor Zinsen und nach Steuern}}{ \textnormal {Gesamtkapital}}.


Eine Verzerrung der Gesamtkapitalrentabilität ist möglich durch die Ausnutzung bilanzieller Bewertungsspielräume bei der Gewinnermittlung oder durch Nichtabgrenzung periodenfremder Aufwendungen und Erträge.

2. Eigenkapitalrentabilität: Relative Größe, die angibt, mit welcher Rate sich das während einer Periode eingesetzte Eigenkapital verzinst.

a) Eigenkapitalrentabilität vor Steuern

\ = \frac{ \textnormal {Erfolg nach Zinsen und vor Steuern}}{ \textnormal {Eigenkapital}} ;


b) Eigenkapitalrentabilität nach Steuern

\ = \frac{ \textnormal {Erfolg nach Zinsen und nach Steuern}}{ \textnormal {Eigenkapital}}.

Bei Kapitalgesellschaften besteht das Eigenkapital aus Grund- oder Stammkapital, Gewinn- und Kapitalrücklagen, Gewinnvortrag und ähnliche Posten. Beziehung zwischen Eigenkapitalrentabilität, Gesamtkapitalrentabilität und Fremdkapitalzinssatz vgl. Leverage-Effekt.

3. Rentabilität des Betriebs: Es gilt:

Betriebsrentabilität

= \frac{\textnormal {Betriebsgewinn}}{ \textnormal {betriebsnotwendiges Kapital}}.


Unter betriebsnotwendigem Kapital wird das im Unternehmen eingesetzte Kapital, soweit es zur Erfüllung des Betriebszwecks notwendig ist, verstanden; der Betriebsgewinn wird durch die Abspaltung von neutralen und außerordentlichen Aufwendungen und Erträgen vom Erfolg nach Zinsen und Steuern ermittelt.

4. Umsatzrentabilität:


a) Brutto-Umsatzrentabilität

=\frac{\text {Erfolg vor Zinsen und Steuern}}{\text{Nettoums\'atze}};



b) Netto-Umsatzrentabilität

=\frac{\text {Erfolg nach Zinsen und Steuern}}{\text{Nettoums\'atze}}.


Im Fall der Gesamtkapital-, Eigenkapital- und Umsatzrentabilität kann als Erfolgsgröße der bilanzielle Periodenerfolg oder der um außerordentlichen Betriebserfolg und Finanzerfolg bereinigte ordentliche Betriebserfolg angesetzt werden.

Vgl. auch Effektivverzinsung.


ANZEIGE

Sachgebiete
Rentabilität
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Umfassendes methodisch-quantitatives Instrumentarium zur Charakterisierung und Auswertung empirischer Befunde bei gleichartigen Einheiten („Massenphänomenen”) mit universellen Einsatzmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und allen Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften einschließlich Medizin und Technik, in denen mit Zahlen oder Bewertungen gearbeitet wird. ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Udo Kamps
I. Begriff Unter experimenteller Wirtschaftsforschung versteht man den Bereich der empirischen Wirtschaftswissenschaft, in dem kontrollierte Experimente durchgeführt werden, um Theorien zu überprüfen oder neue Regelmäßigkeiten zu entdecken. Die Experimente werden zumeist als Laborexperimente, mitunter jedoch auch als Feldexperimente oder in Form ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Mathias Erlei
Wissensmanagement beschäftigt sich mit dem Erwerb, der Entwicklung, dem Transfer, der Speicherung sowie der Nutzung von Wissen. Wissensmanagement ist weit mehr als Informationsmanagement (z.B. Beerheide/ Katenkamp 2011). Information ist die notwendige Voraussetzung zur Generierung von Wissen. Deshalb kann man Informationen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Jetta Frost