| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Kathrin Gassert zeigt, wie Unternehmen den Herausforderungen begegnen können, die sich aus den divergierenden Ansprüchen der unterschiedlichen Akteure in der ... Vorschau
42.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Anzahl der Beschäftigten bei SAP
Anzahl der Vollzeitbeschäftigten von SAP weltweit nach Unternehmensbereichen im Jahr 2011 (zum Jahresende)
Statistik: Anzahl der Beschäftigten bei SAP
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Corporate Governance bezeichnet den rechtlichen und faktischen Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens. Unvollständige Verträge und unterschiedliche Interessenlagen bieten den Stakeholdern prinzipiell Gelegenheiten wie auch Motive zu opportunistischem Verhalten. Regelungen zur Corporate Governance haben grundsätzlich die Aufgabe, durch ... mehr
von  Prof. Dr. Axel v. Werder
Die Informationsethik hat die Moral (in) der Informationsgesellschaft zum Gegenstand. Sie untersucht, wie wir uns, Informations- und Kommunikationstechnologien und neue Medien anbietend und nutzend, in moralischer Hinsicht verhalten bzw. verhalten sollen.
von  Prof. Dr. Oliver Bendel

Risikokommunikation

Definition

ANZEIGE

1. Begriff: Die Risikokommunikation hat als Managementdisziplin die Aufgabe, das Ausmaß (Risiken identifizieren und benennen) und die Relevanz der Risiken unternehmerischen Handelns zielgruppengerecht zu kommunizieren (Gefahren aufzeigen) und den angemessenen Umgang mit solchen Risiken zu unterstützen.

2. Ziel: Das Ziel der Risikokommunikation ist, zum Aufbau von Vertrauenspositionen und damit zur Reputation beizutragen, indem Unternehmen ihren Umgang mit technischen, gesundheitlichen, ökologischen, politischen, finanziellen und anderen Risiken (und Chancen) ihrer Leistungsprozesse transparent machen.

3. Aspekte: Dabei bleibt abzuwägen, wie der aktive Umgang mit solchen Risiken/Chancen erst zur Verunsicherung von Bezugsgruppen führt oder diese Verunsicherung reduziert. Der Risikobegriff enthält aus Handlungs- oder Entscheidungssicht ein unternehmerisches Wagnis, das mit dem Stakeholder-Ansatz auch gesellschaftliche Dimensionen beinhalten kann. Da Risiken subjektive und damit interpretationsabhängige Komponenten enthalten, lassen sich keine Standards für die aktive Kommunikation unternehmerischer Risiken formulieren, um durch Risiken hervorgerufene Stakeholder-Ansprüche zu vermeiden oder zu verhindern, die die unternehmerische Zielerreichung hemmen oder verhindern können. Die Bestimmung der kritischen Grenze, wann die Kommunikation von Risiken ihre Akzeptanz erhöht oder Widerstände von Stakeholdern erst hervorruft, ist paradoxerweise ein Risiko für sich.

4. Instrumente und Einordnung: Die Risikokommunikation lässt sich als der Teil des Risikomanagements einordnen, der sich auf den Umgang mit weichen Faktoren (siehe harte und weiche Faktoren) wie Ängsten und Widerständen ausrichtet. Damit reicht die Risikokommunikation als unternehmerische Tätigkeit in alle unternehmerischen Prozesse hinein, die den Umgang mit Wagnissen beinhalten. Diese umfasst die Corporate Governance mit der Weiterentwicklung des Ordnungsrahmens eines Unternehmens und den hier verorteten Regeln im Umgang mit Wagnissen genauso wie die Formulierung von Verbraucherrisiken auf Produktpackungen. Sie führt bis zu der Medienarbeit anlässlich eines Betriebsunfalls in der Produktion als Teil der Krisenkommunikation und reicht bis zu der Prägung der Unternehmenskultur als Risiko- und Fehlerkultur. Nicht berücksichtigt ist bei dieser Kennzeichnung die Risikokommunikation als Teil des politischen Prozesses einer Risikogesellschaft, die die demokratische Meinungsbildung im Umgang mit gesellschaftlichen Risiken wie in der Energieversorgung oder gesundheitlichen Risiken von (Nicht-)Rauchern mit dieser Kommunikationsform begleitet.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Risikokommunikation
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff und Merkmale Die Marktsoziologie oder auch Soziologie der Märkte ist ein Teilgebiet der Soziologie, in der Märkte den zentralen Erklärungsgegenstand bilden. Märkte sind zentrale Institutionen und Ordnungsformen moderner Gesellschaften, über die die Zuweisung und Verteilung von Gütern und Dienstleistungen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Robert Skok
I. Begriff und Einordnung Wissenschaft von dem Entwurf, der Entwicklung und der Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IuK-Systeme) und -techniken in Unternehmungen und Verwaltungen zur Unterstützung ihrer Geschäftsprozesse. Die Wirtschaftsinformatik nimmt eine Schnittstellenfunktion zwischen der oft technisch ausgerichteten Informatik und der ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Richard Lackes
Seinen Ursprung besitzt der Controllingbegriff in der Praxis. Er wurde von Deyhle in Analogie zum Begriff des Marketings gebildet und hat einen engen Bezug zu den Aufgaben von Controllern. Die wissenschaftliche Diskussion des Begriffs Controlling begann in breiterem Umfang in den ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber