| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Sabine Maria Graschitz beschäftigt sich im vorliegenden Werk mit der Auswirkung der Risikoeinschätzung bei Jahresabschlussprüfungen auf die Prüfungsqualität. Als Surrogate ... Vorschau
54.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Versicherte in der Privaten Krankenversicherung in Deutschland
Anzahl der Versicherten in der Privaten Krankenversicherung in Deutschland im Jahr 2011 (in Millionen)
Statistik: Versicherte in der Privaten Krankenversicherung in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
I. Begriff Postwachstumsökonomik bezeichnet eine ökologisch orientierte Teildisziplin der Wirtschaftswissenschaften. Der Zusammenhang zwischen nachhaltiger Entwicklung und Wirtschaftswachstum bildet ihren Gegenstandsbereich. II. Merkmale Behandelt werden im Wesentlichen drei Fragestellungen: a) Analyse der Kausalzusammenhänge, die implizieren, dass weiteres Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) ... mehr
von  apl. Prof. Dr. Niko Paech
Die Informationsethik hat die Moral (in) der Informationsgesellschaft zum Gegenstand. Sie untersucht, wie wir uns, Informations- und Kommunikationstechnologien und neue Medien anbietend und nutzend, in moralischer Hinsicht verhalten bzw. verhalten sollen.
von  Prof. Dr. Oliver Bendel

Risikopräferenz

Definition

ANZEIGE

Risikoeinstellung, Risikoappetit. 1. Begriff: Grad der Risikoneigung. Ausgangspunkt und Nebenbedingung rationaler Entscheidungen unter Risiko.

2. Hintergründe: In der Realität sind die Entscheidungssituationen meist durch eine Unsicherheits- oder Risikolage geprägt, was dadurch zum Ausdruck kommt, dass die Ergebnisse von Entscheidungen nicht determiniert und damit unbekannt sind. Von einer Unsicherheitssituation wird in diesem Zusammenhang gesprochen, wenn den einzelnen Ergebnismöglichkeiten keine Wahrscheinlichkeiten zugeordnet werden (können). Risikosituationen sind hingegen von Wahrscheinlichkeitsverteilungen von Ergebnissen geprägt, wobei es ausreicht, dass die Wahrscheinlichkeiten den verschiedenen Ergebnisausprägungen subjektiv vom Entscheidungsträger zugeordnet werden.

3. Ausprägungen: a) Risikoneutralität liegt vor, wenn positive und negative Abweichungspotenziale vom Erwartungswert einer Zielgröße seitens des Entscheidungsträgers gleich hoch gewichtet werden; der rationale Entscheidungsträger wird in diesem Fall aus einer Mehrzahl von Handlungs- bzw. Verhaltensmöglichkeiten diejenige mit dem höchsten Erwartungswert auswählen.
b) Risikofreude (Risikosympathie) liegt vor, wenn positive Abweichungspotenziale vom Erwartungswert seitens des Entscheidungsträgers höher gewichtet werden als negative Abweichungspotenziale; der rationale Entscheidungsträger wird in diesem Fall für die Auswahl aus mehreren Handlungs- bzw. Verhaltensmöglichkeiten einer Funktionsvorschrift folgen, die bei gegebenen Erwartungswerten für die Zielgröße vergleichsweise risikoreicheren, damit aber auch chancenreicheren Alternativen den Verzug gibt.
c) Risikoscheu (Risikoaversion) liegt vor, wenn negative Abweichungspotenziale vom Erwartungswert seitens des Entscheidungsträgers höher gewichtet werden als positive Abweichungspotenziale; der rationale Entscheidungsträger wird in diesem Fall für die Auswahl aus mehreren Handlungs- bzw. Verhaltensmöglichkeiten einer Funktionsvorschrift folgen, die bei gegebenen Erwartungswerten für die Zielgröße vergleichsweise risikoärmeren, damit aber auch chancenärmeren Alternativen den Verzug gibt.

4. Würdigungen: Die meisten Entscheidungsträger im Wirtschaftsleben, insbesondere am Kapitalmarkt, besitzen eine risikoscheue Einstellung. Genau deshalb gilt auch das Prinzip der wertorientierten Steuerung, dass c.p. bei gegebener Renditeerwartung eine Risikominimierung bzw. bei gegebener Risikolage eine Renditemaximierung anzustreben ist. Dabei gelten Nebenbedingungen. Versicherungsunternehmen dürfen schon aus aufsichtsrechtlichen Gründen ein bestimmtes Risikomaß nicht überschreiten. Die Entscheidungsträger im Versicherungsunternehmen müssen deshalb ihrem Handeln bzw. Verhalten einen bestimmten Grad an Risikoaversion zugrunde legen (das folgt bereits aus den Solvabilitätsvorschriften), ohne dass sie damit allerdings ihren Unternehmercharakter verlieren dürfen. Ein vollständiger Risikoausschluss, falls dies in einer realen Welt überhaupt möglich wäre, würde als Ausfluss einer gleichsam unbegrenzt risikoscheuen Einstellung zugleich den vollständigen Verzicht auf Chancen bedeuten, was mit Unternehmertum per se nicht mehr vereinbar wäre.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Literaturhinweise/Links
Literaturhinweise
Bücher
  • Wagner, F./ Schwinghoff, A.:  Risikopräferenz
    2. Auflage, Wiesbaden, 2017  in: Wagner, F. (Hrsg.): Gabler Versicherungslexikon
Sachgebiete
Risikopräferenz
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
Die seit 1988 geltende und seither mehrfach ergänzte Eigenkapitalvereinbarung („Basel I“) wurde zum 1.1.2007 durch die neue Eigenkapitalvereinbarung („Basel II“) ersetzt. Erweiterungen soll die Vereinbarung ab 2013 durch "Basel III" erfahren. Die Empfehlungen des Basler Ausschusses stützen sich auf drei Pfeiler. 1. ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Dres. h. c. Henner Schierenbeck, Prof. Dr. Michael Pohl
I. Begriff und Normquellen Methoden sind nach weitverbreitetem Verständnis planmäßige, folgerichtige Vorgehensweisen. Planmäßige Vorgehensweisen im wirtschaftlichen Prüfungswesen richten sich nach den Eigenarten der jeweiligen Prüfung. Dabei ist das für die Prüfung des Jahresabschlusses folgerichtige Vorgehen von zentraler Bedeutung und Maßstab auch ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Reinhold Hömberg
I. Begründung 1. Überblick: Staatliche Interventionen in das Wirtschaftsgeschehen, die sich der Sozialpolitik zuordnen lassen (Theorie der Sozialpolitik), werden häufig durch Verweis auf verteilungspolitische Zielsetzungen (Verteilungsgerechtigkeit) begründet, die im Rahmen dezentral koordinierter Marktprozesse nicht oder nicht in ausreichendem Maße erreicht werden. Zugleich ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Martin Werding