| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Dieses Grundlagen- und Vertiefungswerk für Ausbildung, Studium und Praxis im Steuerrecht bietet einen kompakten systematischen Einstieg in alle wesentlichen Bereiche ... Vorschau
34.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Spitzensteuersatz der Einkommenssteuer in Deutschland
Entwicklung des Spitzen- und Eingangssteuersatzes in Deutschland in den Jahren 1958 bis 2010
Statistik: Spitzensteuersatz der Einkommenssteuer in Deutschland Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Unter der risikoorientierten Bepreisung wird die Festlegung eines Preises für eine unternehmerische Leistung verstanden, bei der neben den Kosten der Leistung und einem i.d.R. prozentualen Aufschlag als Abgeltung des Unternehmerwagnisses auch mögliche Risiken mit einbezogen werden.
von  Dr. Markus Siepermann
Cloud Computing beinhaltet Technologien und Geschäftsmodelle um IT-Ressourcen dynamisch zur Verfügung zu stellen und ihre Nutzung nach flexiblen Bezahlmodellen abzurechnen. Anstelle IT-Ressourcen, beispielsweise Server oder Anwendungen, in unternehmenseigenen Rechenzentren zu betreiben, sind diese bedarfsorientiert und flexibel in Form eines dienstleistungsbasierten ... mehr
von  Christoph Fehling, Professor Dr. Frank Leymann

Schuldzinsen

Definition

ANZEIGE

1. Begriff: Zinsen für Fremdkapital.

2. Handelsrechtliche Behandlung: Schuldzinsen eines Betriebes sind Aufwendungen. Eine Aktivierung als Teil der Herstellungskosten eines aktivierungspflichtigen Wirtschaftsgutes kommt nur in seltenen Fällen in Betracht (§ 255 HGB).

3. Steuerliche Behandlung: a) Schuldzinsen, die durch Maßnahmen zur Erzielung steuerpflichtiger Einkünfte verursacht worden sind, sind bei der Einkünfteermittlung als Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten abzugsfähig.

b) Grenzen für die Abzugsfähigkeit ergeben sich, wenn die Abgrenzung zwischen betrieblicher und privater Veranlassung der Schuldzinsen schwierig ist (§ 4a IV EStG). Schuldzinsen sind nicht abziehbar, wenn Überentnahmen getätigt worden sind. 6 Prozent der Überentnahmen eines Wirtschaftsjahres sind nicht als Schuldzinsen abzugsfähig. Der so ermittelte Betrag, maximal der um 2.050 Euro verringerte Betrag der im Wirtschaftsjahr berücksichtigten Schuldzinsen, ist zu dem Gewinn hinzuzuaddieren.

c) Handelt es sich um die Gewinnermittlung von Kapitalgesellschaften, so wird eine Beschränkung des Abzugs der Schuldzinsen vom Einkommen über die Regeln zur Gesellschafterfremdfinanzierung (§ 8a KStG) bzw. ab dem Wirtschaftsjahr 2008 oder 2007/2008 werden Beschränkungen des Abzugs durch die sog. Zinsschranke (§ 4h EStG) vorgenommen.

d) Bei der Gewerbesteuer sind Schuldzinsen ab dem Erhebungszeitraum 2008 mit 25 Prozent unabhängig von deren Laufzeit und unter Berücksichtigung eines Freibetrags von 100.000 Euro für sämtliche Finanzierungsentgelte bei der Ermittlung des Gewerbeertrags hinzuzurechnen. Bis zum Erhebungszeitraum 2007 waren Schuldzinsen, die im Zusammenhang mit Dauerschulden standen, zur Hälfte dem Gewinn aus Gewerbebetrieb hinzuzurechnen (§ 8 Nr. 1 GewStG).

e) Privat veranlasste Schuldzinsen können i.d.R. weder als Sonderausgaben noch als außergewöhnliche Belastungen ertragsteuerlich geltend gemacht werden.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Schuldzinsen
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Definitionen und Abgrenzung Der Gegenstandsbereich der „industrial relations“, „industrial and labor relations“ oder aktuell unter Betonung von Beschäftigungsproblemen auch „employment relations“ hat in der deutschsprachigen Literatur keine einheitliche Bezeichnung. Allmählich etablieren sich der Term „Industrielle Beziehungen“ sowie der in Bezug ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Berndt Keller, Privatdozent Dr. Fred Henneberger
I. Aufgaben der Ökonometrie Die zentrale Aufgabe der Ökonometrie ist die Ableitung ökonometrischer Modelle aus ökonomischen Theorien und deren numerische Konkretisierung. Da mit ökonometrischen Analysen unterschiedliche Detailziele verfolgt werden können, ist eine Betrachtung selbiger eine weitere Möglichkeit, um das Aufgabengebiet der ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Horst Rottmann, PD Dr. Benjamin R. Auer
I. Begriff Prozesskostenrechnung ist ein Begriff, der in der jüngeren Vergangenheit die Kostenrechnungsdiskussion und -gestaltung maßgeblich beeinflusst hat. Prozesskostenrechnung wird in Deutschland z.T. auch als Vorgangskalkulation bezeichnet. In den USA werden - bei gleichem Inhalt - die Begriffe Activity Based Costing ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber