| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Agile Entwicklungsmethoden für Software, allen voran Scrum, sind auf dem Vormarsch und werden mittlerweile von der Mehrheit der Unternehmen eingesetzt. ... Vorschau
39.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Umsatz mit Business Intelligence Software
Weltweiter Umsatz mit Business-Analyse- und Intelligence-Software von 2008 bis 2011 nach Anbieter (in Milliarden US-Dollar)
Statistik: Umsatz mit Business Intelligence Software
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Electronic Business nutzt digitale Informationstechnologien zur Unterstützung von Geschäftsprozessen mit dem Ziel der Generierung eines elektronischen Mehrwerts. Information, Kommunikation und Transaktion als die zentralen Bausteine des Electronic Business werden dabei über digitale Netzwerke transferiert bzw. abgewickelt. In der Konsequenz sind ... mehr
von  Prof. Dr. Tobias Kollmann
Tourismus umfasst die Gesamtheit aller Erscheinungen und Beziehungen, die mit dem Verlassen des üblichen Lebensmittelpunktes und dem Aufenthalt an einer anderen Destination verbunden sind. Dies führt zu einer Vielzahl von Reisearten und Akteuren im Tourismus. Ökonomische, ökologische interkulturelle und infrastrukturelle ... mehr
von  Prof. Dr. Ursula Frietzsche

Scrum

Definition

ANZEIGE

Vorgehensmodell der agilen Softwareentwicklung, das davon ausgeht, dass Softwareprojekte aufgrund ihrer Komplexität nicht im Voraus detailliert planbar sind. Aus diesem Grund erfolgt die Planung nach dem Prinzip der schrittweisen Verfeinerung, wobei die Entwicklung des Systems durch das Team nahezu gleichberechtigt erfolgt.

Das zu entwickelnde System wird über Produkteigenschaften (Features) definiert, die im Product Backlog in einer priorisierten Reihenfolge festgelegt sind. Das Product Backlog ist anfangs nicht vollständig und wird mit der Zeit um weitere Eigenschaften erweitert bzw. um Eigenschaften reduziert. Die eigentliche Entwicklung des Systems ist in sogenannte Sprints unterteilt, die zwischen einer Woche und einem Monat dauern. In einem Sprint werden alle Eigenschaften umgesetzt, die zuvor aus dem Product Backlog ausgewählt und in das Sprint Backlog eingetragen worden sind. Das Ergebnis eines Sprints ist ein lauffähiges (Teil-)System. An einen Sprint schließt sich die Retrospektive an, in der der soeben abgeschlossene Projektabschnitt bewertet wird, um Erfahrungen zu verarbeiten und in Verbesserungen einfließen zu lassen.

In Scrum sind drei interne und drei externe Rollen vorgesehen. Die internen Rollen sind
(1) der Product Owner,
(2) das Entwicklungsteam und
(3) der Scrum Master.

Zu den externen Rollen zählen
(1) der Kunde,
(2) der Anwender und
(3) das Management.

Der Product Owner ist mit dem Projektleiter zu vergleichen, der die Verbindung zum Kunden hält und mit diesem in regelmäßigem Kontakt steht. Er hat die Verantwortung hinsichtlich der Konzeption, der Projektkosten, der Terminierung und der Systemfunktionalität, weshalb er die Richtung bezüglich der Produkteigenschaften vorgibt. Der Product Owner nimmt die vom Team gelieferte Leistung hinsichtlich der Funktionalität ab. Er verwaltet die Produkteigenschaften im Product Backlog und priorisiert diese.

Das Entwicklungsteam ist für die Realisierung der Eigenschaften verantwortlich. Es entscheidet, wie viele Eigenschaften in das Sprint Backlog übernommen und somit in einem Sprint umgesetzt werden. Das Team ist eigenverantwortlich in seiner Arbeit und verteilt die anfallenden Aufgaben untereinander. Das Team ist interdisziplinär zusammengesetzt, wobei jedes Teammitglied selbst aber auch interdisziplinär arbeiten muss. Das Team trifft sich zu Beginn eines jeden Tages für maximal 15 Minuten im Daily Scrum, in dem innerhalb des Teams jedes Mitglied über seinen Fortschritt und das nächste Ziel mithilfe von Burndown Charts berichtet. Alle Treffen werden vom Scrum Master moderiert, der dafür sorgt, dass das Team ungestört seiner Arbeit nachgehen kann und es von Anfragen von außen abschottet. Er ist nicht Mitglied des Teams und diesem nicht weisungsbefugt. Der Scrum Master kümmert sich um Probleme innerhalb des Teams und um mögliche Probleme, die das Team an der Entwicklung hindern.

Anwender sind die Personen, die mit dem fertigen Produkt arbeiten müssen. Nur die Anwender können den Entwicklern Feedback darüber geben, ob das Produkt in jeglicher Hinsicht korrekt arbeitet und hinreichend gut benutzbar ist (Usability).

Das Management ist in letzter Instanz verantwortlich dafür, dass das Scrum gelingt. Zu diesem Zweck muss es dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen wie Räumlichkeiten, Ressourcen, verfügbare Technik, personelle Ausstattung gegeben sind.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Scrum
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff und Bedeutung der Corporate Governance Corporate Governance (CG) bezeichnet den rechtlichen und faktischen Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens. Im Unterschied zur Unternehmensverfassung, die primär die Binnenordnung des Unternehmens betrifft, werden unter dem Stichwort CG auch Fragen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Axel v. Werder
I. Einführung Geschäftsprozesse können als fundamentale Vermögenswerte eines Unternehmens interpretiert werden, da sie im Kern die Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Unternehmen repräsentieren. Die Entwicklungen in der Informationstechnologie (IT) eröffnen die Möglichkeit, die Geschäftsprozesse eines Unternehmens weitgehend zu automatisieren und damit dessen Wettbewerbsfähigkeit ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Professor Dr. Frank Leymann, David Schumm
I. Ursprung Vor dem Hintergrund immer lauterer Kritik an der Eindimensionalität finanzieller Kennzahlensysteme in den USA wurde Anfang der 1990er-Jahre unter der Leitung von R.S. Kaplan und D.P. Norton ein Forschungsprojekt mit zwölf US-amerikanischen Unternehmen durchgeführt. Ziel war, die vorhandenen Kennzahlensysteme ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber