| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Stephan Wollgarten untersucht horizontale Unternehmenskooperationen von Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzleien („Kanzleikooperation“). Welche Motive zeichnen solche Kooperationen aus und welche Faktoren beeinflussen ... Vorschau
89.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Anzahl der Wirtschaftsprüfer in Deutschland
Anzahl der Wirtschaftsprüfer in Deutschland von 1961 bis 2011
Statistik: Anzahl der Wirtschaftsprüfer in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Unter Managed Care wird im weitesten Sinne gesteuerte Versorgung verstanden. Dies bedeutet insbesondere, dass selektive Verträge geschlossen werden, Managementmethoden aus der allgemeinen Managementlehre übertragen werden und die Trennung von Leistungserstellung und Leistungsfinanzierung zumindest partiell aufgehoben wird. In der Literatur findet ... mehr
von  Prof. Dr. Volker Eric Amelung, Prof. Dr. Axel Mühlbacher, PD Dr. Christian Krauth
Consulting ist die individuelle Aufarbeitung betriebswirtschaftlicher Problemstellungen durch Interaktion zwischen externen, unabhängigen Personen oder Beratungsorganisationen und einem um Rat nachsuchenden Klienten.
von  Prof. Dr. Rolf-Dieter Reineke

Stichprobenprüfung

(weitergeleitet von Schätzstichproben)

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Form einer Prüfung, bei der nur eine Auswahl von Prüfungs-(Ist-)Objekten (Stichprobenelemente) aus der Menge des Prüfungskomplexes (Grundgesamtheit) geprüft wird. Das Gesamturteil wird durch einen Schluss von dem Zustand der geprüften Ist-Objekte der Stichprobe auf den wahrscheinlichen Zustand sämtlicher Ist-Objekte des Prüfungskomplexes gewonnen. Eine Stichprobenprüfung ist nur möglich, wenn keine vollkommene Sicherheit über den Prüfungskomplex gefordert ist; unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten der Prüfung kann sie dann geboten sein. Ihre Einsetzbarkeit hängt vom Vorliegen bestimmter methodischer Bedingungen ab.

Ausführliche Erklärung:

Auswahlprüfung. 1. Charakterisierung: Form einer Prüfung, bei der nur eine Auswahl von Prüfungs-(Ist-)Objekten (Stichprobenelemente) aus der Menge des Prüfungskomplexes (Grundgesamtheit) geprüft wird. Das Gesamturteil wird durch einen Schluss von dem Zustand der geprüften Istobjekte der Stichprobe auf den wahrscheinlichen Zustand sämtlicher Istobjekte des Prüfungskomplexes gewonnen. Eine Stichprobenprüfung ist nur möglich, wenn keine vollkommene Sicherheit über den Prüfungskomplex gefordert ist; unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten der Prüfung kann sie dann geboten sein. Ihre Einsetzbarkeit hängt vom Vorliegen bestimmter methodischer Bedingungen ab.

2. Auswahlprinzipien: a) Bewusste Auswahl: Der Prüfer bestimmt Ansatz und Umfang der Stichprobe nach seinem Ermessen, ausgehend z.B. von persönlichen Berufserfahrungen, Branchen- und Unternehmungskenntnissen. Wichtig sind auch die absolute oder relative Bedeutung des einzelnen Prüfungsgegenstandes und das jeweilige Fehlerrisiko. Entnahmetechniken sind z.B. Auswahl typischer Fälle (Auswahl typischerweise fehlerbehafteter Elemente einer Grundgesamtheit nach allg. oder speziellen Erfahrungen des Prüfers), Auswahl nach dem Konzentrationsprinzip (Cut-off-Verfahren, Auswahl der Elemente nach deren Gewicht, bes. nach der Höhe der Istwerte) und Klumpenauswahl (Auswahl eines Teilbereichs aus einer Grundgesamtheit; dieser Teilbereich wird lückenlos geprüft). Eine Bezifferung von Sicherheit und Genauigkeit der Urteilsaussage ist nicht möglich. Der erforderliche Stichprobenumfang wird nicht mithilfe von mathematisch-statistischen Verfahren errechnet. Ob die angesetzte Stichprobe repräsentativ ist, lässt sich i.d.R. nicht nachweisen.

b) Zufallsauswahl: Mithilfe mathematisch-statistischer Methoden wird aus der Grundgesamtheit eines Prüfungsbereichs eine hinsichtlich des zu prüfenden Merkmals repräsentative Stichprobe ausgewählt (uneingeschränktes Zufallsstichprobenverfahren); im Fall heterogener Grundgesamtheiten (Streuung der Merkmalswerte der Elemente der Grundgesamtheiten in einem weiten Bereich) können komplexe Formen der Auswahl (höhere Zufallsstichprobenverfahren) erforderlich werden.

3. Arten von Zufallsstichproben bez. prüferischer Fragestellungen: a) Schätzstichproben: Aus einer Analyse des Fehleranteils oder des Fehlerwertes der Stichprobenelemente wird auf den Zustand des gesamten Prüfungsobjekts (auf dessen Fehleranteil oder dessen Gesamtfehlerwert) geschlossen.

b) Teststichproben: Ein Hypothesenpaar über den Zustand der Grundgesamtheit (d.h. deren Ordnungsmäßigkeit/Nichtordnungsmäßigkeit) wird getestet. Bei vorgegebener Höchstgrenze des Anteils fehlerbehafteter Elemente oder des Gesamtfehlerwertes einer Grundgesamtheit und vorgegebenem Sicherheits- und Genauigkeitsgrad wird aufgrund der Zahl der fehlerhaften Elemente einer Stichprobe bzw. aufgrund deren Fehlerwert getestet, ob das Prüfungsobjekt als (noch) ordnungsmäßig gelten kann oder ob es als wesentlich (materiell) fehlerhaft einzustufen ist.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Stichprobenprüfung
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Einführung Geschäftsprozesse können als fundamentale Vermögenswerte eines Unternehmens interpretiert werden, da sie im Kern die Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Unternehmen repräsentieren. Die Entwicklungen in der Informationstechnologie (IT) eröffnen die Möglichkeit, die Geschäftsprozesse eines Unternehmens weitgehend zu automatisieren und damit dessen Wettbewerbsfähigkeit ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Professor Dr. Frank Leymann, David Schumm
I. Ursprung Vor dem Hintergrund immer lauterer Kritik an der Eindimensionalität finanzieller Kennzahlensysteme in den USA wurde Anfang der 1990er-Jahre unter der Leitung von R.S. Kaplan und D.P. Norton ein Forschungsprojekt mit zwölf US-amerikanischen Unternehmen durchgeführt. Ziel war, die vorhandenen Kennzahlensysteme ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber
I. Begriff und Gegenstand Seit den späten 1990er-Jahren wurde die wirtschafts- und strukturpolitische Diskussion in Deutschland und anderen hochentwickelten Ländern stark vom Schlagwort der „Neuen Ökonomie” (New Economy) geprägt. Sie stand unter der Erwartung, dass das Internet und damit verknüpfte Informations- ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Henning Klodt