| 
 | 
 | 
Bookmark
 | 

stille Reserve

Kurzerklärung
1. Rechnungswesen: stille Rücklagen. 2. Beschäftigungs-/Konjunktur-/Arbeitsmarktpolitik: Teil des Erwerbspersonenpotenzials; zur Stillen Reserve gehören v.a.: (1) Personen, die beschäftigungslos sind und Arbeit suchen, ohne bei den Agenturen für Arbeit als Arbeitslose registriert zu sein, (2) Personen, die bei ungünstiger Arbeitsmarktlage die Arbeitssuche entmutigt aufgegeben haben, bei günstiger Arbeitsmarktlage aber Arbeitsplätze nachfragen würden, (3) Personen in Warteschleifen des Bildungs- und Ausbildungssystems oder in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und (4) Personen, die aus ... Ausführliche Erklärung
Fachautoren für dieses Stichwort
Prof. Dr. Peter Oser
Partner, Leiter Grundsatzabteilung Wirtschaftsprüfung, Professional Practice Director
Buch zum Thema
Ein Baustein zur Verringerung der Arbeitslosigkeit ist die aktive Arbeitsförderung. Da eine wirksame Zurückdrängung der Arbeitslosigkeit in den vergangenen Jahren ... mehr
Ausführliche Erklärung

1. Rechnungswesen: stille Rücklagen.

2. Beschäftigungs-/Konjunktur-/Arbeitsmarktpolitik: Teil des Erwerbspersonenpotenzials; zur Stillen Reserve gehören v.a.:
(1) Personen, die beschäftigungslos sind und Arbeit suchen, ohne bei den Agenturen für Arbeit als Arbeitslose registriert zu sein,
(2) Personen, die bei ungünstiger Arbeitsmarktlage die Arbeitssuche entmutigt aufgegeben haben, bei günstiger Arbeitsmarktlage aber Arbeitsplätze nachfragen würden,
(3) Personen in Warteschleifen des Bildungs- und Ausbildungssystems oder in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und
(4) Personen, die aus Arbeitsmarktgründen vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind.
(1) und
(2) stellen die Stille Reserve im engeren Sinne dar,
(3) und
(4) bilden die Stille Reserve in arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Maßnahmen. Die gesamte Stille Reserve wird aufgrund unterschiedlicher Messverfahren auf zwischen 1,5 und 1,8 Mio. Personen geschätzt.

Vgl. auch Arbeitslosigkeit, Arbeitslosenquote.

Version:
Sachgebiete
stille Reserve
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff und Konzepte Unter Plankostenrechnung wird ein Kostenrechnungssystem verstanden, in dem die Gesamtkosten einer Unternehmung für eine bestimmte Planungsperiode im Voraus nach Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträgern differenziert geplant werden. Plankosten sind das Produkt aus geplanten Faktormengen und geplanten Faktorpreisen. Die ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Jochen R. Pampel, Prof. Dr. Kurt Vikas
Die Frage, was unter internationalem Management zu verstehen sei und unter welchen Bedingungen dieses in der Unternehmenspraxis vorzufinden ist, wird in der Literatur bis heute nicht übereinstimmend beantwortet. So bleibt z.B. umstritten, ob bei einem gelegentlich in geografisch nahe Auslandsmärkte ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Johann Engelhard
I. Begriff und Entwicklung Die Spieltheorie ist eine mathematische Methode, die das rationale Entscheidungsverhalten in sozialen Konfliktsituationen ableitet, in denen der Erfolg des Einzelnen nicht nur vom eigenen Handeln, sondern auch von den Aktionen anderer abhängt. Der Begriff „Spieltheorie” beruht darauf, ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Axel Ockenfels
Suche
 
Schwerpunktbeiträge des Tages
Die Internationalisierung der Wirtschaftsprüfung begann in den 1950er Jahren, als amerikanische Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (WPG) die Auslandsexpansion ihrer Mandanten begleiteten, teils weil diese grenzüberschreitende Prüfungs- und Beratungsleistungen erwarteten, teils weil die WPG im Ausland eigene Wachstumschancen sahen. Durch Gründungen von ausländischen Tochtergesellschaften, ... mehr
von  Prof. Dr. Reinhold Hömberg
Bankassurance oder Assurancebanking bezeichnet die Zusammenarbeit und den gemeinsamen Marktauftritt von Kreditinstituten (Banken) und Versicherungsunternehmen, auch allgemein Allfinanz genannt. Ziel dabei ist es, den Kunden ein umfassendes und abgestimmtes Produktangebot an Finanzdienstleistungen zu unterbreiten und so die Kundenbindung zu stärken, ... mehr
von  Prof. Dr. Reinhold Hölscher, Dr. Ulrike Erdmann
Anzeige