| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
"Bilanzanalyse" stellt umfassend, anwendungsorientiert und auf aktuellstem Stand das Instrumentarium für eine gezielte Auswertung des Jahresabschlusses vor. Behandelt wird die ... Vorschau
44.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Arbeitslosenquote in Deutschland
Arbeitslosenquote in Deutschland im Jahresdurchschnitt von 1995 bis 2012
Statistik: Arbeitslosenquote in Deutschland Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
I. Ausgangslage und Ziele Die Energiewende, die Realisierung eines Konzepts für ein Energieversorgungssystem in der Bundesrepublik Deutschland, das auf erneuerbaren Energien basiert, sieht vor, den Anteil dieser erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von knapp 20 Prozent im Jahr 2011 auf ... mehr
von  Prof. Dr. Claudia Kemfert
I. Charakterisierung Die Neukeynesianische Makroökonomik oder Neue Keynesianische Makroökonomik ist eine vollständig mikrofundierte makroökonomische Theorie. Sie steht in der Tradition der Theorie des dynamischen allgemeinen Gleichgewichts und ist aus der realen Konjunkturtheorie (Real Business Cycle Theory) durch Berücksichtigung nominaler Rigiditäten ... mehr
von  Prof. Dr. Hans-Werner Wohltmann

Stille Reserve

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Teil des Erwerbspersonenpotenzials, der nicht als arbeitslos erfasst bzw. ausgewiesen wird.

Ausführliche Erklärung:

1. Rechnungswesen: stille Rücklagen.

2. Beschäftigungs-/Konjunktur-/Arbeitsmarktpolitik: Teil des Erwerbspersonenpotenzials; zur Stillen Reserve gehören v.a.:

(1) Personen, die beschäftigungslos sowie verfügbar sind und Arbeit suchen, ohne bei den Agenturen für Arbeit (Agentur für Arbeit) oder einem kommunalen Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach SGB II (Jobcenter) als Arbeitslose registriert zu sein,

(2) Personen, die wegen ungünstiger Arbeitsmarktlage die Arbeitsuche entmutigt aufgegeben haben, bei günstiger Arbeitsmarktlage aber Arbeitsplätze nachfragen würden,

(3) Personen in Warteschleifen des Bildungs- und Ausbildungssystems oder in arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Maßnahmen, zu denen auch Flüchtlinge gehören, die Sprach-und Integrationskurse absolvieren (vgl. auch Arbeitsmarktpolitik), und

(4) Personen, die aus Arbeitsmarktgründen vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind (Frühverrentung).

(1) und (2) stellen die Stille Reserve im engeren Sinne dar, (3) und (4) bilden die Stille Reserve in arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Maßnahmen.

Die gesamte Stille Reserve wird  auf deutlich über eine Mio. Personen geschätzt, wobei zu beachten ist, dass aufgrund unterschiedlicher Messverfahren und der Abhängigkeit vom Konjunkturverlauf die Angabe valider Daten schwierig ist. Insbes. nach der Wiedervereinigung lag der Umfang aufgrund der spezifischen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in den neuen Bundesländern z.T. deutlich höher (vgl. auch Arbeitslosigkeit, Arbeitslosenquote).

In den vergangenen Jahren ist die Zahl an Personen in der Stillen Reserve wegen der günstigen Beschäftigungsentwicklung auf rund eine Mio. gesunken. – Die offizielle Arbeitsmarktstatistik unterschätzt systematisch den Gesamtumfang der Unterbeschäftigung. Auch unter fiskalpolitischen Gesichtspunkten ist zu beachten, dass mögliche Beiträge zur Produktion nicht geleistet und Arbeitseinkommen nicht erzielt werden.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Literaturhinweise/Links
Literaturhinweise
  • Fuchs, J./Hummel, M./Hutter, C./Klinger, S./Wanger, S./Weber, E./Zika, G.:  IAB-Prognose 2017: Der Arbeitsmarkt stellt neue Rekorde auf
    2017  IAB-Kurzbericht, Nr. 9
Sachgebiete
Stille Reserve
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Betriebswirtschaftslehre ist ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften, das sich mit den einzelnen Unternehmen und deren betrieblichen Abläufen und ihrem wirtschaftlichen Handeln befasst. Die allgemeine Betriebswirtschaftslehre setzt sich aus den verschiedenen Sachfunktionslehren wie Produktion, Investition und Finanzierung, Forschung und Entwicklung (F&E), ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
Im Zuge des Transfers von Gütern (Handelsgut) vom Produzenten zum Verbraucher kommt dem Handel eine zentrale Rolle zu. Aus Sicht vieler produzierender Unternehmen (Produzent) und Kunden ist der Handel das wichtigste Distributionsorgan (Distributionspolitik), das die Aufgaben der akquisitorischen und physischen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Alexander Hennig, Prof. Dr. Willy Schneider
I. Begriff In der deutschsprachigen Marketingwissenschaft erlebt das Thema Marketingcontrolling nach intensiven Forschungstätigkeiten zu Beginn der 1980er-Jahre einen neuen Höhepunkt. Beim Marketingcontrolling handelt es sich um ein klassisches Schnittstellenthema zweier betriebswirtschaftlicher Teilgebiete. Marketing und Controlling stehen in einem ambivalenten Verhältnis zueinander. Einerseits ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Sven Reinecke
„Handel ist Wandel“ ist ein gefälliges Sprichwort, das von Führungskräften im Handel allzu gerne benutzt wird, wenn es darum geht, die andauernd notwendige Veränderungsbereitschaft in Handelsunternehmen in prägnante Worte zu fassen. Inhalt dieses Schwerpunktbeitrags sind die aktuellen Veränderungen in der ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Alexander Hennig, Prof. Dr. Willy Schneider