| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Freizeitwirtschaft und Tourismus werden immer wichtigere Arbeits- und Beschäftigungsquellen und zählen weltweit zu den wichtigsten Wachstumsbranchen. Zugleich wird Freizeit für ... Vorschau
44.95 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Einnahmen im Tourismus weltweit
Weltweite Tourismuseinnahmen von 2000 bis 2010 (in Milliarden US-Dollar)
Statistik: Einnahmen im Tourismus weltweit
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Generell versteht man unter integrierter Versorgung sektoren- und/oder berufsfeldübergreifende Versorgung. Treiber für die integrierte Versorgung sind der demografische Wandel und das damit einhergehende veränderte Krankheitspanaroma mit chronischen Erkrankungen und Multimorbidität. Ziel ist es mittels verschiedener Instrumente eine bessere Verzahnung der ... mehr
von  Prof. Dr. Volker Eric Amelung, Prof. Dr. Axel Mühlbacher, PD Dr. Christian Krauth
Werbung ist die Beeinflussung („Meinungsbeeinflussung“ Kroeber-Riel 1988, 29) von verhaltensrelevanten Einstellungen mittels spezifischer Kommunikationsmittel, die über Kommunikationsmedien verbreitet werden. Werbung zählt zu den Instrumenten der Kommunikationspolitik im Marketing-Mix. Durch die kostenintensive Belegung von Werbeträgermedien ist es das auffälligste und bedeutendste ... mehr
von  Prof. Dr. Jürgen Schulz

Tourismuspolitik

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

auf das Angebot von und die Nachfrage nach touristischen Leistungen ausgerichtete Tätigkeit im Sinn gesamtwirtschaftlicher oder auch regional politischer Zielsetzungen. Diese Zielsetzungen können sehr unterschiedlicher Natur sein, sie unterliegen im Zeitablauf erheblichen inhaltlichen Schwerpunktverschiebungen.

Ausführliche Erklärung:

1. Begriff: Unter Tourismuspolitik versteht man die Summe aller Maßnahmen öffentlicher Institutionen auf allen Ebenen politischen Handelns, die einen Einfluss auf die Gestaltung und Entwicklung des Tourismus haben. Grundsätzlich kann nicht von „der Tourismuspolitik“ gesprochen werden, da sie nahezu alle Bereiche im politischen System tangiert bzw. von den verschiedenen Politikbereichen tangiert wird. Es kann zwischen direkter und indirekter Tourismuspolitik unterschieden werden:
Direkte Tourismuspolitik beinhaltet alle (politischen) Maßnahmen die unmittelbar aus dem Tourismus heraus begründet werden, d.h., die einen direkten Einfluss auf die Tourismuswirtschaft haben (z.B. Senkung des Mehrwertsteuersatzes für die Hotelübernachtung).
Indirekte Tourismuspolitik umfasst alle (politischen) Maßnahmen, die nicht unmittelbar den Tourismus zum Gegenstand haben, diesen aber wesentlich beeinflussen (z.B. Ferienregelung in den Bundesländern).

In der Bundesrepublik Deutschland ist die Tourismuspolitik nicht auf der Bundesebene/zentral, sondern auf der kommunalen Ebene als freiwillige Aufgabe der Kommunen verankert. Auf der Bundesebene ist im Bundestag ein Ausschuss für Tourismus installiert, im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ist mit Ernst Burgbacher der Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus verortet.

2. Europäische Tourismuspolitik: Die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für die Mitgliedsstaaten der EU ist unterschiedlich, somit auch der jeweilige Stellenwert in der politischen Diskussion bei den Mitgliedern. Aufgrund der hohen Bedeutung des Tourismus sind in einigen Ländern Ministerien für Tourismus eingerichtet (z.B. Österreich, Spanien).

Mit dem Lissabon-Vertrag (Vertrag von Lissabon) erhält die EU eine im Primärrecht verankerte Kompetenz für den Tourismus (Art. 195 AEUV). Die EU ergänzt demnach die Maßnahmen der Mitgliedsstaaten im Tourismussektor, insbesondere durch die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen der Union. Es soll ein günstiges Umfeld für die Entwicklung der Unternehmen im Tourismussektor geschaffen sowie die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten insbesondere durch den Austausch bewährter Praktiken unterstützt werden.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Literaturhinweise/Links
Literaturhinweise
Bücher
  • Borchert, Ralf:  Tourismuspolitik - Ordnungspolitik der Tourismusmärkte
    Berlin, 2007
  • Mundt, Jörn W. :  Tourismuspolitik
    München, 2004
Sachgebiete
Tourismuspolitik
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Neoklassisches Basismodell Annahmen: Marktform der vollkommenen Konkurrenz (Ausschluss von Marktmacht) mit folgenden wichtigen Implikationen: Homogenität und vollständige Substituierbarkeit aller Arbeitskräfte und Arbeitsplätze (Ausschluss von Diskriminierung); vollkommene Information aller Wirtschaftssubjekte (Markttransparenz); vollständige Mobilitätsfähigkeit und -bereitschaft aller Arbeitskräfte; vollständige Flexibilität der Löhne ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Privatdozent Dr. Fred Henneberger, Prof. Dr. Berndt Keller
I. Begriff und Bedeutung Der Begriff Krisenmanagement entstand im politischen Bereich, wobei dessen erstmalige Verwendung dort umstritten ist, mehrheitlich aber Kennedy im Zusammenhang mit der Kuba-Krise 1962 zugeschrieben wird. In der Betriebswirtschaftslehre findet der Begriff Krisenmanagement erst seit den 1970er-Jahren Verwendung, wenn ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Ulrich Krystek
I. Begriff und Wesen Bei wenig flexiblen Löhnen oder sogar Lohnrigidität nach unten vorübergehend oder dauerhaft fehlende Beschäftigungsmöglichkeit für einen Teil der arbeitsfähigen und beim herrschenden Lohnniveau arbeitsbereiten Arbeitnehmer (lohnniveaubedingtes aggregiertes Arbeitsmarktungleichgewicht). Dieses nicht vollbeschäftigungskonforme Reallohnniveau kann z.B. durch gesetzliche oder ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Privatdozent Dr. Fred Henneberger, Prof. Dr. Berndt Keller