| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Ausgehend von einer Analyse der gemeinschaftsweit geltenden Konzeption der EG-Regionalpolitik untersucht Ralf Hell deren Entwicklung und Umsetzung am Beispiel der ... Vorschau
42.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Bruttoinlandsprodukt in Deutschland
Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland von 1991 bis 2011 (in Milliarden Euro)
Statistik: Bruttoinlandsprodukt in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Integrationen im Zuge von Unternehmensakquisitionen und -fusionen (Post Merger Integration) finden unter spezifischen Rahmenbedingungen und wechselnden Vorzeichen statt. Nichtsdestoweniger lassen sich fünf wichtige Kernaufgaben identifizieren, die bei jeder Post Merger Integration nahezu immer die gleichen sind. Der folgende Artikel betrachtet die ... mehr
von  Prof. Dr. Gerhard Schewe
Zahlungsansprüche von Unternehmen gegen ihre Kunden stellen illiquide Buchforderungen dar. Die Verbriefung solcher Forderungsbestände bietet eine Möglichkeit zur Refinanzierung, da sie die Forderungsbestände in handelsfähige Wertpapiere umwandelt, die am Kapitalmarkt platziert werden können. Unternehmen können mit dem frischen Kapital Investitionen ... mehr
von  Dr. Cordula Heldt

Umweltökonomik

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Beschäftigt sich mit der Interpretation des Umweltproblems und der Analyse von Lösungsstrategien aus ökonomischer Sicht.

Ausführliche Erklärung:

Unter ökonomischen Gesichtspunkten handelt es sich beim Umweltproblem primär um ein Problem externer Effekte, das zu einem Marktversagen führt. Da sich für Umweltschadstoffe wegen fehlender privater Eigentumsrechte keine Marktpreise bilden, verursachen die Emittenten von Schadstoffen bei Dritten (Opportunitäts-)Kosten, ohne diese in ihrem Optimierungskalkül über das Ausmaß und die Qualität ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten zu berücksichtigen. Dadurch kommt es zu einer Fehlallokation der Ressourcen. Das Problem externer Effekte lässt sich ökonomisch gut als ein Problem ineffizienter Nash-Gleichgewichte interpretieren, weil es trotz Rationalverhalten aller Beteiligten zu Ergebnissen kommt, die gemessen an den Präferenzen der Beteiligten suboptimal sind. Eine pareto-effiziente Internalisierung externer Effekte setzt voraus, dass die mit Umweltschäden verbundenen Opportunitätskosten richtig erfasst werden können. Obwohl dies in der Praxis niemals vollständig möglich ist, ist die möglichst genaue Bewertung eine wichtige Aufgabe, da auch im Umweltschutz knappe Ressourcen auf unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten aufgeteilt werden (Kosten-Nutzen-Analyse). Dabei stellt sich erstens das Problem der naturwissenschaftlichen Beurteilung der Konsequenzen von Emissionen (z.B. Treibhauseffekt) und zweitens die Aufgabe der Monetarisierung, um verschiedene Schäden vergleichbar zu machen. Zur Monetarisierung müssen die Präferenzen der Betroffenen erfasst werden, wobei sich praktische und theoretische Schwierigkeiten stellen. Praktisch bestehen die Probleme in der Unkenntnis der Beteiligten über ökologische Zusammenhänge und der Berücksichtigung der Präferenzen zukünftiger Generationen. Theoretisch besteht eine Schwierigkeit darin, dass die Beteiligten keinen Anreiz haben, ihre Zahlungsbereitschaften wahrheitsgemäß zu offenbaren. In der Spieltheorie wurden Mechanismen entwickelt, nach denen das wahrheitsgemäße Offenbaren der eigenen Präferenzen eine schwach dominante Strategie ist (Groves-Mechanismus).

Ein zunehmend wichtiges Teilgebiet der Umweltökonomik ist die Untersuchung internationaler Aspekte der Umweltproblematik. Dabei kann zwischen dem Problem grenzüberschreitender und globaler Schadstoffe einerseits und dem Problem der strategischen Umweltpolitik andererseits unterschieden werden. Bei grenzüberschreitenden und globalen Schadstoffen kommt es ohne internationale Koordination zu überhöhten Umweltschäden, weil jedes Land im Nash-Gleichgewicht nur die im Inland anfallenden Schäden berücksichtigt. Unter strategischer Umweltpolitik versteht man, dass auf international unvollständigen Märkten durch Ökodumping versucht wird, Renten ins Inland umzulenken. Allerdings zeigt die genauere spieltheoretische Analyse, dass es bei unvollständiger Konkurrenz auf internationalen Märkten im Gleichgewicht auch zu überhöhten Umweltstandards kommen kann.

Ein zentrales Teilgebiet der Umweltökonomik ist die Analyse umweltpolitischer Instrumente (Umweltpolitik).

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Umweltökonomik
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Einleitung Die Förderung und Entwicklung von Leistungsträgern gewinnt für Unternehmen an Bedeutung. Der arbeitsmarktliche Wandel und die permanente Verkürzung der Halbwertzeit von Wissen fordert einen verstärkten Einsatz vom Arbeitgeber, die Kompetenzen seiner Mitarbeiter auszubauen. Auch der technische und organisatorische Wandel ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Thomas Bartscher
I. Begriff: Das Kunstwort „Ergonomie“ ist griechischen Ursprungs und setzt sich zusammen aus den Begriffen „ergon“, gleichbedeutend mit dem Begriff Arbeit und „nomos“, was mit Gesetz oder Regel übersetzt werden kann. Daraus folgt, dass die Ergonomie die Lehre der Gesetzmäßigkeit der ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Thomas Bartscher
Einem Zwangsversteigerungsantrag sind meist langwierige Bemühungen seitens des Gläubigers und eventuell auch des Schuldners vorangegangen, diese Zwangsmaßnahme zu verhindern. Der Grund hierfür liegt im komplizierten und für Außenstehende und Betroffene nur bedingt kalkulierbaren Verlauf sowie der langwierigen Dauer eines Zwangsversteigerungsverfahrens. ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Helmut Keller