| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
In diesem Buch werden die Lerninhalte des Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialrechts anhand von Fällen und Aufgaben handlungs- und zielgruppenorientiert aufbereitet. ... Vorschau
39.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Auszahlungen der Unfallversicherung in Deutschland
Entschädigungsleistungen der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland von 2006 bis 2010 (in Milliarden Euro)
Statistik: Auszahlungen der Unfallversicherung in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Unter der risikoorientierten Bepreisung wird die Festlegung eines Preises für eine unternehmerische Leistung verstanden, bei der neben den Kosten der Leistung und einem i.d.R. prozentualen Aufschlag als Abgeltung des Unternehmerwagnisses auch mögliche Risiken mit einbezogen werden.
von  Dr. Markus Siepermann
Auf der Konferenz der Staats- und Regierungschefs der EG am 9./10.12.1991 in Maastricht beschlossene Währungsvereinheitlichung auf dem Gebiet der Europäischen Union (oder Teilen hiervon) ab 1.1.1999. Die Europäische Währungsunion bildet einen Kernpunkt in den Bestrebungen zur Errichtung eines in Form ... mehr
von  Prof. Dr. Oliver Budzinski, PD Dr. Jörg Jasper, Prof. Dr. Albrecht F. Michler

Verletztenrente

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

wichtigste Geldleistung der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Verletztenrente soll den Unterhalt des Verletzten und seiner Angehörigen in dem Umfang sichern, in dem die Erwerbsfähigkeit durch Folgen eines Arbeitsunfalls, Wegeunfalls oder einer Berufskrankheit verloren gegangen ist.

Ausführliche Erklärung:

wichtigste Geldleistung der gesetzlichen Unfallversicherung (§§ 56 ff. SGB VII). Die Verletztenrente soll den Unterhalt des Verletzten und seiner Angehörigen in dem Umfang sichern, in dem die Erwerbsfähigkeit durch Folgen eines Arbeitsunfalls, Wegeunfalls oder einer Berufskrankheit verloren gegangen ist.

1. Voraussetzung ist, dass die Erwerbsfähigkeit i.d.R. um mind. 20 Prozent über die 26. Woche nach dem Versicherungsfall hinaus gemindert ist. Ist die Erwerbsfähigkeit infolge mehrerer Versicherungsfälle gemindert und erreichen die Prozentsätze zusammen wenigstens 20 Prozent, so ist für jeden, auch den früheren Versicherungsfall, eine Verletztenrente zu gewähren. Bei Wiedererkrankung an den Folgen eines Versicherungsfalls ist die Verletztenrente in voller Höhe weiterzuzahlen, daneben erhält der Berechtigte, wenn er arbeitsunfähig ist, Verletztengeld oder Übergangsgeld.

2. Höhe: a) Bei völliger Erwerbsunfähigkeit beträgt die Verletztenrente (Vollrente) 2/3 des Jahresarbeitsverdienstes (§ 56 III SGB VII); b) bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um wenigstens 1/5 wird der Teil der Vollrente (Teilrente) gewährt, der dem Grad der Erwerbsminderung entspricht (§ 56 II SGB VII); c) für Schwerverletzte, die infolge des Versicherungsfalls einer Erwerbstätigkeit nicht mehr nachgehen können, erhöht sich die Verletztenrente um 10 Prozent, wenn keine Rente von einem Träger der Rentenversicherung gezahlt wird (§ 57 SGB VII). Nach § 58 SGB VII hat der Unfallversicherungsträger, solange der Verletzte infolge des Versicherungsfalls ohne Arbeitseinkommen ist, bis zu zwei Jahren die Rente.

3. Dauer: Die Verletztenrente kann für die Dauer von drei Jahren als vorläufige Entschädigung gewährt werden, wenn die Rente der Höhe nach noch nicht auf Dauer festgestellt werden kann. Spätestens mit Ablauf von drei Jahren nach dem Unfall ist die Rente als Dauerrente grundsätzlich zeitlich unbegrenzt festzustellen. Sie kann von der vorläufigen Rente auch ohne Änderung der Verhältnisse zuungunsten des Versicherten abweichen (§ 62 SGB VII); der Versicherte ist jedoch vorher zu hören. Eine festgesetzte Dauerrente kann nur herabgesetzt oder entzogen werden, wenn im Vergleich zu den zur Rentengewährung maßgebenden Verhältnissen eine wesentliche Änderung (Besserung) eingetreten ist (§ 48 SGB X).

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Abk. CSR, stellt einen aus dem Anglo-Amerikanischen kommenden (normativen) Schlüsselbegriff der Unternehmensethik dar, welcher die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen aufspannt. CSR wird dabei in Wissenschaft und Praxis höchst unterschiedlich interpretiert, sodass es sich hierbei nicht um ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Nick Lin-Hi
I. Grundlagen 1. Entwicklung Sponsoring zählt in der Zwischenzeit zu den etablierten Instrumenten im Kommunikationsmix der Unternehmen. Erste Sponsoringengagements finden sich bereits in den 1960er-Jahren als Form der Schleichwerbung bei Sportveranstaltungen sowie in den 1970er-Jahren als Form der Sportwerbung. Erst seit den ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Manfred Bruhn
I. Begriff und Merkmale Die Marktsoziologie oder auch Soziologie der Märkte ist ein Teilgebiet der Soziologie, in der Märkte den zentralen Erklärungsgegenstand bilden. Märkte sind zentrale Institutionen und Ordnungsformen moderner Gesellschaften, über die die Zuweisung und Verteilung von Gütern und Dienstleistungen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Robert Skok