| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
In diesem Special Issue zeigen namhafte Experten aus Wissenschaft und Praxis, welchen Herausforderungen Unternehmen auf dem Gebiet der Kommunikationspolitik gegenüberstehen. ... Vorschau
39.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Beschäftigte in Werbeagenturen
Personalentwicklung in Kommunikations- und Werbeagenturen in Deutschland von 2003 bis 2011 (in Prozent der Unternehmen)
Statistik: Beschäftigte in Werbeagenturen
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Beschwerdemanagement betrifft den systematischen unternehmerischen Umgang mit Kundenbeschwerden. Ziele des Beschwerdemanagements liegen in der Stabilisierung gefährdeter Kundenbeziehungen und der Qualitätssicherung. Zur Zielerreichung sind die Aufgaben des direkten und indirekten Beschwerdemanagementprozesses zu erfüllen. Zudem bedarf es einer konsistenten Gestaltung von personalpolitischen, ... mehr
von  Prof. Dr. Bernd Stauss
I. Entwicklung Die Untersuchung der Entwicklungsdynamik der kapitalistischen Gesellschaft stand im Zentrum der Soziologie während ihrer Gründungsphase als akademisches Fach (1890-1920). Karl Marx, Émile Durkheim, Georg Simmel und Max Weber entwickelten Gesellschaftstheorien, in denen das Zusammenspiel von Wirtschaft, Kultur und ... mehr
von  Prof. Dr. Jens Beckert, Dr. Sascha Münnich

Werbeberufe

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Berufe mit unterschiedlichen Aufgaben in einer Werbeagentur, einem Industrie- bzw. Dienstleistungsunternehmen, einer Institution oder Non-Profit-Organisation.

Ausführliche Erklärung:

I. In der Werbeagentur:

Entsprechend den Hauptfunktionen einer Werbeagentur (Kundenberatung, Werbevorbereitung, Gestaltung und Media) ergeben sich vollkommen unterschiedliche Berufe mit unterschiedlichen Aufgaben, wobei die Berufsbilder einem ständigen Wechsel unterworfen sind: 1. Kundenberatung (Account-, Kontakt-Service): a) Der Kundenberater (Kontakter, Account Manager) nimmt als Vermittler zwischen Kunden und Agentur die Kundenwünsche und -aufträge entgegen (Briefing) und leitet diese in der Agentur an die zuständige Stelle weiter; er koordiniert das gesamte Projekt bis zur Präsentation der Ergebnisse beim Kunden.

b) Vorstufe zum Kontakter ist der Junior-Kontakter (Kontakt-Assistent). Dieser ist dem Kontaktgruppenleiter oder dem Etatdirektor (Account Supervisor) organisatorisch unterstellt.

2. Werbevorbereitung (Dienstleistungen für die anderen Abteilungen innerhalb einer Werbeagentur): a) Der Marketingberater berät den Kontakter bei kundenseitig anfallenden Marketingfragen hinsichtlich Preis-, Produkt- und Vertriebspolitik; er unterstützt die Geschäftsleitung aufgrund seines Marketing-Know-how bei ihrer Neugeschäftsakquisition.

b) Der Marktforscher stellt seine speziellen Kenntnisse und Fähigkeiten (z.B. Datenerhebungs- und Datenauswertungskenntnisse) dem Kontakt- und dem Kreativbereich (Gestaltungsabteilung) zur Verfügung; er führt Untersuchungen (z.B. Packungstest, Pretest) selbst durch, plant und überwacht von Marktforschungsinstituten durchgeführte Feldprojekte.

3. Gestaltung (Creativ-Abteilung, -Service): a) Der Zuständigkeitsbereich des Art Directors umfasst die bildliche, textliche sowie typografische Umsetzung der Werbekonzeption, die er mit dem Kontakter und Texter zusammen erarbeitet hat, in einzelne Werbemittel; er entwickelt Gestaltungsvorschläge für Verkaufsförderungsaktionen (Verkaufsförderung).

b) Der Texter erarbeitet den Werbetext von der Headline über den Fließtext bis zur Baseline; seine Arbeit ergänzt den Gestaltungsteil des Grafik-Designers, der häufig auch freiberuflich (Free-Lancer) tätig ist. Gemeinsam erstellen sie das Layout, bei dem Text und Bild zum Endprodukt zusammengefügt werden (Layouter).

c) Der Produktioner (Producer) sorgt für die Realisation (Produktion) von Werbemitteln; er veranlasst über den Kontakt zu Reproanstalten und Druckereien die Herstellung von Druckvorlagen (Mater, Klischee, Lithographie) und nimmt Reinzeichnungen und Andrucke ab.

d) Der Traffic-Manager unterstützt den Produktioner bei der Terminplanung und -überwachung (Timing) und sorgt des Weiteren für die Rechnungslegung während bzw. nach Abschluss eines Auftrags.

4. Media: Der Medialeiter (Media-Director) übernimmt den gesamten Mediaprozess von der Mediaanalyse über die Mediaplanung, die Mediaselektion, den Einsatz bis zur Kontrolle der Medien.

II. In Industrie- und Dienstleistungsunternehmen:

1. Werbeabteilung: Speziell im Investitionsgüter- und Dienstleistungssektor existiert der Werbeleiter, da in diesen Bereichen entweder kein Produktmanagement besteht bzw. typische Werbeagenturaufgaben Freelancern (Freiberuflern) übertragen oder in Eigenregie durchgeführt werden. Unternehmungsbezogene (institutionelle Werbung, Corporate Identity) wie produktbezogene Werbung fallen in sein Ressort.

2. Produktmanagement: V.a. in der Markenartikelindustrie wird der (klassische) Werbeleiter zunehmend aufgrund von Reorganisationsmaßnahmen durch den Produktmanager ersetzt. Seine Aufgabe ist dabei weiter gespannt als die des Werbeleiters, da er für die Planung, Koordination und Kontrolle all seiner Produkte bzw. -gruppe betreffenden Marketing-Maßnahmen zuständig ist.

Vgl. auch Produktmanagementorganisation.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Werbeberufe
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Einleitung Bereits Montesquieu erkannte im „Esprit des lois“ den Zusammenhang zwischen Finanzwissenschaft (FW) und Gesellschaft indem er meinte, dass jeder Verfassungsform „von Natur aus“ eine bestimmte Steuerart zugehöre. Rudolf Goldscheid, der Urheber des Begriffs Finanzsoziologie (FS), definierte sie um 1917 ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Apl. Prof. Dr. Dr. Helge Peukert, Maximilian Duwe
I. Begriff Tourismus (Fremdenverkehr, touristischer Reiseverkehr) umfasst die Gesamtheit aller Erscheinungen und Beziehungen, die mit dem Verlassen des üblichen Lebensmittelpunktes und dem Aufenthalt an einer anderen Destination bzw. dem Bereisen einer anderen Region verbunden sind. Das Kriterium der Bewegung außerhalb des ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Ursula Frietzsche
Die Verpflichtung zur doppelten Buchhaltung lässt sich aus § 242 III HGB herleiten. Das Verfahren der doppelten Buchhaltung ist ausgehend von der Bilanz zu Beginn des Geschäftsjahres erklärbar. Statt jeden zu buchenden Geschäftsvorfall sofort in der Bilanz zu erfassen, wird auf ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Dr. Barbara Wischermann