| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Michael Kaul entwickelt ein nichtkooperatives Auktionsmodell mit Gemeinwert und analysiert in dessen Rahmen verschiedene Einflüsse auf den Preisbildungsprozess und die ... Vorschau
42.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Anzahl der Aktionäre in Deutschland
Anzahl der Aktionäre in Deutschland von 1988 bis 2011 (in 1.000)
Statistik: Anzahl der Aktionäre in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Die wertorientierte Gesamtbanksteuerung stellt klar den Shareholder Value in den Vordergrund der Banksteuerung und damit eine Abkehr beispielsweise von reiner Volumensorientierung dar.
von  Prof. Dr. Dres. h. c. Henner Schierenbeck, Prof. Dr. Michael Pohl
Die gesetzliche Arbeitslosenversicherung ist ein Teil des sozialen Sicherungssystems in Deutschland. Übergreifend wird sie auch als Versicherungszweig der Arbeitsförderung bezeichnet. Sie erbringt Leistungen bei Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, witterungsbedingten Arbeitsausfällen und bei der Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers. Sie finanziert eine Fülle verschiedener (Wieder-)Eingliederungsmaßnahmen ... mehr
von  Privatdozent Dr. Fred Henneberger, Prof. Dr. Berndt Keller

Wertpapier

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

in Form einer Urkunde verbrieftes Vermögensrecht, zu dessen Ausübung der Besitz der Urkunde nötig ist. Nur gegen Vorlage und Rückgabe des Wertpapiers ist, abgesehen von dem Fall der Kraftloserklärung bei abhanden gekommenen Wertpapieren, der aus der Urkunde Verpflichtete zur Leistung verpflichtet. Die Entwickung an den Finanzmärkten hat allerdings zu einer Ausweitung dieser traditionellen Sichtweise geführt: So definiert das Wertpapierhandelsgesetz die verschiedenen Wertpapierarten auch dann als Wertpapier, wenn für sie keine Urkunden ausgestellt sind und sie als Wertrechte auftreten.

Ausführliche Erklärung:

in Form einer Urkunde verbrieftes Vermögensrecht, zu dessen Ausübung der Besitz der Urkunde nötig ist. Nur gegen Vorlage und Rückgabe des Wertpapiers ist, abgesehen von dem Fall der Kraftloserklärung bei abhanden gekommenen Wertpapieren, der aus der Urkunde Verpflichtete zur Leistung verpflichtet. Die Entwicklung an den Finanzmärkten hat allerdings zu einer Ausweitung dieser traditionellen Sichtweise geführt: So definiert das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) die verschiedenen Wertpapierarten auch dann als Wertpapier, wenn für sie keine Urkunden ausgestellt sind und sie als Wertrechte auftreten; vgl. auch Aktionär, Sammelurkunde.

Verschiedene Einteilungen: Vgl. Übersicht „Wertpapier-Arten“.

I. Wirtschaftlich:

1. Warenwert: Wertpapiere verbriefen eine Warenforderung, z.B. Orderlagerschein, Ladeschein, Konnossement.

2. Geldpapiere verbriefen eine Geldforderung. Sie gliedern sich rechtlich in sachenrechtliche Wertpapiere, schuldrechtliche Wertpapiere und Mitgliedschaftsrechte.

3. Zur langfristigen Kapitalanlage geeignete fungible Kapitalwertpapiere sind Effekten; sie sind für den Börsenverkehr geeignet. Die Effekten sind a) entweder Papiere mit festem Zinsertrag, festverzinsliche Wertpapiere, z.B. Schuldverschreibungen wie Schatzanweisungen, Pfandbriefe, Industrieobligationen; b) mit veränderlichem Ertrag, z.B. variabel verzinsliche Wertpapiere [Floating Rate Note (FRN) oder Dividendenpapiere, z.B. Aktien; c) unverzinsliche Effekten, z.B. Zero-Bonds, Lotterie- und Prämienanleihen; d) Kombinationen aus a) bis c), z.B. Wandelanleihen, Optionsanleihen, Investmentanteile.

II. Nach dem Inhalt des verbrieften Rechts:

1. Sachenrechtliche Wertpapiere: verbriefen ein Sachenrecht, z.B. Hypothekenbrief, Grundschuldbrief, Rentenschuldbrief.

2. Schuldrechtliche Wertpapiere oder Wertpapiere über Forderungen: bes. häufig, z.B. Wechsel, Scheck, Schuldverschreibung (Anleihe) auf den Inhaber (Obligation), Staatsschuldverschreibung.

3. Mitgliedschaftspapiere: verkörpern in erster Linie die Mitgliedschaft in einer Körperschaft, z.B. Aktie, Zwischenschein (Interimsschein).

4. Mischformen: a) Traditionspapiere (Konnossement, Ladeschein und Orderladeschein) sind Forderungspapiere, soweit in ihnen das Versprechen des Ausstellers, das eingelagerte Gut auszuliefern, enthalten ist, sind aber zugleich auch sachenrechtliche Papiere, soweit - bes. bei Übereignung und Verpfändung des Gutes - die Papierübergabe die Übergabe des Gutes selbst ersetzt.

b) Wandelschuldverschreibung als Mischform zwischen Forderungspapier und Mitgliedschaftspapier.

III. Nach der Person des Berechtigten:

(wichtigste Einteilung): 1. Inhaberpapiere, z.B. Inhaberscheck, Schuldverschreibung auf den Inhaber (§§ 793 ff. BGB), Inhaberaktien (§ 10 I AktG).

2. Rektapapier (Namenspapier), z.B. Rektakonnossement, Depotschein.

3. Orderpapiere: auf eine bestimmte Person oder deren Order ausgestellt (Orderklausel).

IV. Nach der Bedeutung der Ausstellung des Wertpapiers:

1. Konstitutive Wertpapiere: Urkunden, die erst das in ihnen verbriefte Recht zur Entstehung bringen, z.B. Wechsel.

2. Deklaratorische Wertpapiere: Urkunden, bei denen das verbriefte Recht unabhängig von der Urkunde entsteht, z.B. das Mitgliedschaftsrecht des Aktionärs.

V. Nach der Wirkung der Übertragung der Wertpapiere:

1. Schriftgemäße oder skripturrechtliche Wertpapiere auch Wertpapiere öffentlichen Glaubens genannt. Jeder gutgläubige Dritte kann sich auf den Inhalt der Urkunde verlassen, z.B. Inhaberpapiere und technische Orderpapiere, bes. Wechsel. Der gute Glaube an das Recht des Veräußerers und auf die inhaltliche Richtigkeit des Wertpapiers werden geschützt.

2. Anders bei der Abtretung der in einem Wertpapier verbrieften Forderung.

Vgl. auch Forderungsabtretung.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Wertpapier
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Die Versicherungswirtschaft ist zum einen ein Wirtschaftszweig von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung und zum anderen eine spezielle Betriebwirtschaftslehre - auch Versicherungsbetriebslehre genannt. Als Wirtschaftszweig mit Dienstleistungscharakter ist die Versicherungswirtschaft mit Aufgaben der Schadensverhütung und -regulierung und der Sammlung von Kapital betraut. ... mehr
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriffsbestimmungen 1. Direktwerbung Umfasst alle Werbemaßnahmen, die den Empfänger gezielt ansprechen, indem sie ihm die Werbebotschaft in Form eines selbstständigen Werbemittels (z.B. Direct Mailing) direkt und nicht mithilfe eines anderen Mediums übermitteln. 2. Direct Marketing Umfasst alle marktgerichteten Aktivitäten, die sich einstufiger (direkter) ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Dr. Heinz Dallmer
Im Zuge des Transfers von Gütern (Handelsgut) vom Produzenten zum Verbraucher kommt dem Handel eine zentrale Rolle zu. Aus Sicht vieler produzierender Unternehmen (Produzent) und Kunden ist der Handel das wichtigste Distributionsorgan (Distributionspolitik), das die Aufgaben der akquisitorischen und physischen ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Alexander Hennig, Prof. Dr. Willy Schneider
I. Begriff In der deutschsprachigen Marketingwissenschaft erlebt das Thema Marketingcontrolling nach intensiven Forschungstätigkeiten zu Beginn der 1980er-Jahre einen neuen Höhepunkt. Beim Marketingcontrolling handelt es sich um ein klassisches Schnittstellenthema zweier betriebswirtschaftlicher Teilgebiete. Marketing und Controlling stehen in einem ambivalenten Verhältnis zueinander. Einerseits ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Sven Reinecke
Vernetzung