| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Mario C. Palli untersucht, welche Gründe zur Entstehung des Shareholder Value-Ansatzes führten und wie dieser zur Verbesserung der Entscheidungsfindung in ... Vorschau
42.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Umsatzstärkste Unternehmen weltweit
Die umsatzstärksten Unternehmen weltweit im Jahr 2011 (in Milliarden US-Dollar)
Statistik: Umsatzstärkste Unternehmen weltweit
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
„Handel ist Wandel“ ist ein gefälliges Sprichwort, das von Führungskräften in Handelsunternehmen allzu gerne benutzt wird, wenn es darum geht, die andauernd notwendige Veränderungsbereitschaft in Handelsunternehmen in prägnante Worte zu fassen. Inhalt dieses Schwerpunktbeitrags sind die aktuellen Veränderungen in der ... mehr
von  Prof. Dr. Alexander Hennig, Prof. Dr. Willy Schneider
Unter den Begriff der Bilanzpolitik fallen alle legalen Maßnahmen, die der Bilanzierende innerhalb des Jahresabschlusses und Lageberichts ergreift, um die Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens inhaltlich und/oder formal so zu gestalten, dass bei den Adressaten bestimmte ... mehr
von  Prof. Dr. Michael Hommel

Wertschätzendes Management

Definition

ANZEIGE

Appreciative Management; 1. Begriff: bezeichnet in Ergänzung und im Gegensatz zum Wertmanagement die respektvolle Führung und basiert auf dem psychologischen Wertschätzungsbedürfnis.

2. Ziel: Das Ziel wertschätzenden Managements ist, Wertschöpfungsprozesse mit motivationsrelevanten Führungsdimensionen, die der Wertschätzung innewohnen, zu unterstützen. Im Idealfall wirkt die Wertschätzung als kulturelles Element auch nach außen, indem die Mitarbeiter etwa die Wertschätzung im Kundengespräch leben und so den Kaufprozess unterstützen und die Kundenbindung erhöhen.

3. Hintergrund: In der Unternehmensführung wird zwischen harten und weichen Faktoren unterschieden, die den Erfolg eines Unternehmens mitbestimmen. Die harten Faktoren führen zum Konzept der Wertschöpfung, während die weichen Faktoren zum wertschätzenden Management führen. Wertmanagement (value based Management) bezeichnet die zahlenmäßig belegbaren wirtschaftlichen Erfolge einer Organisation und folgt dem materiellen Wertbegriff. Das Wertemanagement umfasst zusätzlich die Analyse, Prägung und Einbeziehung von gemeinsamen Werten der relevanten Bezugsgruppen einer Organisation und folgt dem immateriellen Wertbegriff. Diese beiden Wertbegriffe basieren auf unterschiedlichen Wertekonzepten, die aber beide erfolgskritisch für die Wertschöpfung sind: dem personenübergreifend messbaren Wert (harte Kennzahlen: Kosten, Kapazitätsbelegung, Durchlaufzeiten etc.) und dem weichen Wertekonzept mit personenübergreifend nicht ohne weiteres messbaren Werten (Stimmung, Akzeptanz, Vertrauen etc.).

4. Aspekte: Die wertschätzende Führung hat oft implizit an vielen Stellen in der Management-Theorie und –praxis Einzug gehalten. Sie ist schon als eine Stufe der motivationstheoretisch bekannten Maslowschen Bedürfnishierarchie aus den 1940er-Jahren explizit angelegt. Eine große Debatte ist heute bspw. die Gender-Thematik und das Diversity Management, also die Anerkennung und damit auch die Wertschätzung von Vielfalt von Management und Mitarbeitern für den Unternehmenserfolg. Die Bedeutung von Wertschätzung findet sich auch in der zunehmenden Anerkennung sogenannter Soft Skills in der Leadership-Analyse, in der etwa die Bedeutung der emotionalen Intelligenz betont wird, die wiederum eine bedürfnis- und wertesensible Führung voraussetzt. Auch im Change Management, in der es zentral auch um den Umgang mit Widerstandspositionen geht, lässt sich als ein Ausdruck der Wertschätzungsdebatte interpretieren, die hier zu der Bedeutung von Unternehmenskultur überleitet und von der Wertehaltung einer Organisation geprägt ist. Die wertschätzende Führung reicht bis zu dem Ansatz des Servant Leaderships (dienende Führung), die von Robert K. Greenleaf geprägt wurde und als Managementhaltung erfolgreicher Führungspersönlichkeiten identifiziert wird.

Konzeptionell anspruchsvoll ist die wertschätzende Führung, weil wahrgenommene Wertschätzung nicht nur vom subjektiven Empfinden abhängt, sondern zudem auch von den vorherrschenden Bedürfnissen des Managements oder der Mitarbeiter einer Organisation abhängt. Es ist insofern eine Anwendung internen Stakeholder-Managements.

5. Instrumente: Mit der Balanced Scorecard kann wertschätzendes Management als Führungsdimension in Form zentraler Kennziffern wie Motivationsbeträgen der Wertschätzung erfasst werden. Insofern können bspw. zu definierende Prämiensysteme für die Erreichung zu bestimmender Wertschätzungsgrößen wie bspw. der anerkennende Umgang mit Arbeitsleistungen, die Vertrauenswürdigkeit von Führungskräften, die interne und externe Servicekultur und viele andere denkbare Ausprägungen den Aufbau und die Verstetigung wertschätzenden Managements unterstützen. In der Literatur wird häufig auf die wertschätzende Befragung (appreciative Inquiry) hingewiesen. Dabei geht es darum, Instrumente der empirischen Sozialforschung wie Befragungen nicht nur als Informationsgewinnungsinstrumente zu verstehen, sondern darüber hinaus auch ihre Motivationskraft zu nutzen. Sie besteht in dem Beteiligungscharakter von Befragungen, ist damit ein Ausdruck der Wertschätzung und ist als Einspeisung von internen Stakeholder-Ansprüchen in Entscheidungsfindung und/oder –umsetzung zu verstehen.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Literaturhinweise/Links
Literaturhinweise
Bücher
  • Lies, J. :  Wertschätzendes Management - Theorie, Praxis und Beispiele zur Wertschätzung als Basis von Service und Innovation im Unternehmen Krankenhaus
    Münster, 2013
Sachgebiete
Wertschätzendes Management
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
Rating ist eine Methode zur Einstufung von Sachverhalten, Gegenständen oder Personen. Meist wird unter Rating das Ergebnis des Beurteilungsverfahrens verstanden. Dies ist eine entsprechend der zugrunde liegenden Ratingskala als Symbol, Zeichen oder Zeichenfolge ausgedrückte "Zensur" oder "Note". I. Begriffsabgrenzung Ranking stellt ebenso ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Dr. Oliver Everling
I. Begriff Der aus dem Amerikanischen entlehnte Begriff „Public Relations (PR)” wird in Deutschland im Wesentlichen mit dem Begriff „Öffentlichkeitsarbeit” assoziiert, wenn auch die Zielrichtung der bezeichneten Gegenstände unterschiedlich ist. Während der Begriff „Öffentlichkeitsarbeit” die reine Tätigkeit benennt, legt der Begriff ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Dr. Perry Reisewitz
I. Begriff Die Informationsethik hat die Moral derjenigen zum Gegenstand, die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und neue Medien anbieten und nutzen. Sie geht der Frage nach, wie sich diese Personen, Gruppen und Organisationen in moralischer bzw. sittlicher Hinsicht verhalten (empirische oder ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Oliver Bendel