| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Statistik (von statista.com)
Entscheidungen treffen
Treffen Sie viele Entscheidungen mehr mit dem Gefühl als mit dem Verstand?
Statistik: Entscheidungen treffen Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Umfassendes methodisch-quantitatives Instrumentarium zur Charakterisierung und Auswertung empirischer Befunde bei gleichartigen Einheiten („Massenphänomenen“) mit universellen Einsatzmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und allen Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften einschließlich Medizin und Technik, in denen mit Zahlen oder Bewertungen gearbeitet wird. Ergebnisse ... mehr
von  Prof. Dr. Udo Kamps
zentrale gesamtwirtschaftliche Statistik, die quantitativ das Wirtschaftsgeschehen eines Wirtschaftsgebietes für eine abgelaufene Periode darstellt. Sie besteht aus mehreren Strom- und Bestandsrechnungen, die systematisch erstellt und aufeinander abgestimmt ein System VGR ergeben.
von  Michael Horvath, Prof. Dr. Robert K. Frhr. von Weizsäcker

Zielsystem

Definition

ANZEIGE

1. Begriff: Zielsysteme sind Gefüge von Zielen, d.h. erwünschter Ereignisse bzw. Daseinszustände, zwischen denen Beziehungen bestehen. Man unterscheidet individuelle von kollektiven Zielsystemen.

2. Individuelles Zielsystem: Im Zielsystem erfahren die einzelnen Ziele eines Individuums eine Ordnung, welche die zeitlichen und sachlichen Bezüge zwischen den Zielen widerspiegelt und i.d.R. hierarchisch ist. Ein Entscheider muss sein Zielsystem in eine Zielfunktion überführen, um eine Auswahl aus Handlungsalternativen zu treffen, zwischen denen keine Dominanzbeziehungen bestehen. Hierzu berücksichtigt er Ziele explizit oder implizit in der Zielfunktion, wandelt Ziele in Restriktionen um, oder vernachlässigt Ziele. Beispiel: Für die Auswahl zwischen Angeboten beim Autokauf berücksichtigt ein Entscheider explizit den Preis der Fahrzeuge, berücksichtigt unterschiedliche Ausstattungen implizit über Aufpreise, wandelt das Ziel, umweltschonend zu handeln, in eine Restriktion um (keine Berücksichtigung von Angeboten jenseits eines Verbrauchslimits) und vernachlässigt alle anderen Ziele. Zur Berücksichtigung unterschiedlicher Ziele vgl. auch Nutzwertanalyse.

3. Kollektives Zielsystem: Kooperieren mehrere Personen miteinander, so treten zum eigenen Zielsystem einer Person die Zielsysteme der Kooperationspartner; aus individuellen Zielsystemen entsteht ein kollektives Zielsystem. Welche Beziehungen zwischen den individuellen Zielen der Mitglieder des Kollektivs bestehen und und welche Ordnung sich zwischen ihnen im kollektiven Zielsystem herausbildet, hängt u.a. von Machtstrukturen, rechtlichen Rahmenbedingungen sowie gesellschaftlichen und kulturellen Normen ab. Um Entscheidungen zu treffen, muss das Kollektiv entweder eine kollektive Zielfunktion vereinbaren oder kollektive (demokratische) Abstimmungsregeln einsetzen. Bes. Bedeutung für die Wirtschaftswissenschaften hat das kollektive Zielsystem der Unternehmung.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Literaturhinweise/Links
Literaturhinweise
Bücher
  • Gillenkirch, R., Velthuis, L.:  Zielsystem, in: Handwörterbuch der Betrtiebswirtschaftslehre, hrsg. v. R. Köhler, H.-U. Küpper und A. Pfingsten
    Stuttgart, 2007  2029-2037
Sachgebiete
Zielsystem
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Die Wirtschaftsgeografie beschäftigt sich mit der räumlichen Dimension wirtschaftlicher Prozesse und Aktivitäten. An der Schnittstelle zwischen Geowissenschaften, Geografie und Wirtschaftswissenschaften untersucht sie das Verhältnis von Wirtschaft und Raum und bemüht sich deshalb um eine Synthese von Wirtschaftsforschung und geografischer ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Hans-Dieter Haas, Dr. Simon-Martin Neumair
I. Einführung Im Bereich der Informationstechnologie (IT) ermöglicht Cloud Computing neue Verfahren zur Bereitstellung von IT-Ressourcen, d.h. solchen Ressourcen, die Unternehmen bei der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) unterstützen. Beispiele hierfür sind Server oder Software-Anwendungen. Anstatt IT-Ressourcen in unternehmenseigenen Rechenzentren zu betreiben, können ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Christoph Fehling, Professor Dr. Frank Leymann
I. Grundlagen Die Aufgabe der Produktionsplanung und -steuerung als Teilbereich des operativen Produktionsmanagements besteht darin, für einen reibungslosen und wirtschaftlichen Produktionsprozess bei gegebenen und (weitgehend) unveränderbaren Kapazitäten zu sorgen. Im Einzelnen ist dabei festzulegen, welche absatzbestimmten Produkte in welchen Mengen im Planungszeitraum ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Dr. Christoph Siepermann