| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Die Regelgebühren sind die grundlegenden Gebühren des Zivilprozesses. Das Buch behandelt diese, aber auch noch andere für die Prüfung und ... Vorschau
36.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Anzahl von Zwangsversteigerungen in Deutschland
Anzahl der zwangsversteigerten Immobilien in Deutschland von 2002 bis 2011 (Stand: November 2011)
Statistik: Anzahl von Zwangsversteigerungen in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Mit der Plankostenrechnung lassen sich einerseits zukünftige Kosten für das Unternehmen, die Unternehmensbereiche, Prozesse und Produkte bestimmen. Plankosten erlauben andererseits im nachhinein Soll-Ist-Vergleiche für Kostenstellen und Kosten für erbrachte Leistungen. Sie dienen damit der Steuerung von Ergebnissen, Gemeinkostenbereichen und Projekten ... mehr
von  Prof. Dr. Jochen R. Pampel, Prof. Dr. Kurt Vikas
Dienstleistungsmarketing ist eine Teildisziplin in der Marketingwissenschaft. Dienstleistungen unterscheiden sich in ihren Eigenschaften wesentlich von Sachgütern: Sie bedürfen einer permanenten Leistungsfähigkeit des Anbieters sowie der Einbindung des Kunden in die Erstellung der Leistung und sind zumindest teilweise immateriell. Daraus ergeben ... mehr
von  Prof. Dr. Manfred Bruhn

Zwangsversteigerung

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Verwertung einer Sache durch staatlichen Hoheitsakt im Wege der Versteigerung zum Zweck der Befriedigung der Gläubiger aus dem Erlös.

Ausführliche Erklärung:

Verwertung einer Sache durch staatlichen Hoheitsakt im Wege der Versteigerung.

I. Zwangsversteigerung beweglicher Sachen:

§§ 814–824 ZPO; 1. Vorgang: Die Zwangsversteigerung findet durch Gerichtsvollzieher in der Gemeinde statt, in der die Sache gepfändet wurde, oder an einem anderen Ort im Bezirk des Vollstreckungsgerichts, falls zwischen Gläubiger und Schuldner keine Einigung über einen dritten Ort möglich ist, frühestens eine Woche nach Pfändung. Ort, Zeit und Gegenstand der Versteigerung sind öffentlich bekanntzumachen. Der Zuschlag erfolgt an den nach dreimaliger Aufforderung Meistbietenden; das Gebot muss mind. die Hälfte des gewöhnlichen Verkaufswerts der Sache erreichen. Gold- und Silbersachen dürfen bei der Versteigerung nicht unter ihrem Metallwert zugeschlagen werden; Wertpapiere mit Börsen- oder Marktpreis werden freihändig zum Tagespreis verkauft (andere können versteigert werden).

2. Wirkungen: a) Der Ersteigerer erhält die Sache nur gegen Barzahlung, er erlangt mit der Übergabe lastenfreies Eigentum. Sachmängelhaftung ist ausgeschlossen.

b) Den Erlös hat der Gerichtsvollzieher abzuliefern, soweit dies zu dessen Befriedigung erforderlich ist.

3. Abweichungen: Das Vollstreckungsgericht kann auf Antrag des Gläubigers oder Schuldners eine abweichende Verwertung hinsichtlich deren Art und Weise, Versteigerungsort und Versteigerungsperson anordnen (§ 825 ZPO), z.B. die Sache dem Gläubiger zu einem bestimmten, auf seine Forderung anzurechnenden Betrag überlassen oder den Gerichtsvollzieher zum freihändigen Verkauf ermächtigen.

Vgl. auch Vollstreckungsschutz.

II. Zwangsversteigerung unbeweglichen Vermögens:

Zwangsversteigerung ist auch die gebräuchlichste Form der Zwangsvollstreckung in das unbewegliche Vermögen, bei der die Gläubiger Befriedigung aus dem Erlös des versteigerten Grundstücks etc. suchen.

III. Zwangsversteigerung zur Aufhebung einer Gemeinschaft:

Dies dient nicht der Zwangsvollstreckung in das unbewegliche Vermögen, sondern der Auseinandersetzung und Teilung, wenn mehrere ein Grundstück, Schiff etc. zum gemeinsamen Eigentum haben und Aufhebung der Gemeinschaft (auch der Erbengemeinschaft) verlangt wird. I.d.R. Zwangsversteigerung wie sonst und Teilung des Erlöses (§§ 180 ff. ZVG).

Vgl. auch Sonderkündigungsrecht in der Zwangsversteigerung.

Vgl. auch Verfahrensablauf einer Zwangsversteigerung.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Zwangsversteigerung
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Das Handwerk ist ein Berufsstand und eine Organisationsform der gewerblichen Wirtschaft.––Die handwerkliche Tätigkeit, die von der industriellen Massenproduktion abzugrenzen ist, ist eine selbstständige Erwerbstätigkeit auf dem Gebiet der Be- und Verarbeitung von Stoffen sowie im Reparatur- und Dienstleistungsbereich.––Der Handwerks-Meister ist ... mehr
Die Industriebetriebslehre gehört zur Speziellen Betriebswirtschaftslehre und wird als Lehre von der Industrie verstanden. In der Industriebetriebslehre beschäftigt man sich mit der Erforschung und Lehre der Zusammensetzung und Organisation von Industrieunternehmungen. Sie kann als Ergänzung zur allg. Betriebswirtschaftslehre gesehen werden ... mehr
Finanzierung bezeichnet alle Maßnahmen zur Beschaffung und Rückzahlung von Kapital zur Leistungserstellung und Leistungsverwendung. Sie ist neben der Investition und dem Zahlungsverkehr die dritte finanzwirtschaftliche Funktion eines Unternehmens.––Art und Umfang des beschafften, abstrakten Kapitals werden auf der Passivseite der Bilanz ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
I. Begriff Postwachstumsökonomik bezeichnet eine ökologisch orientierte Teildisziplin der Wirtschaftswissenschaften. Der Zusammenhang zwischen nachhaltiger Entwicklung und Wirtschaftswachstum bildet ihren Gegenstandsbereich. II. Merkmale Behandelt werden im Wesentlichen drei Fragestellungen: a) Analyse der Kausalzusammenhänge, die implizieren, dass weiteres Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) keine Option für ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  apl. Prof. Dr. Niko Paech
I. Ziel und Aufgaben Ziel des Technologiemanagements ist es, die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen durch den Aufbau und die Weiterentwicklung technologiebasierter Erfolgspotentiale langfristig zu sichern. Technologiemanagement umfasst die Planung, Organisation, Führung und Kontrolle der Unternehmensprozesse, welche die Beschaffung, die Speicherung und die ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Dieter Specht, Prof. Dr. Christian Mieke
I. Begriffliche Abgrenzungen, Arten und Ziele der Arbeitsmarktpolitik Von grundlegender Bedeutung ist zunächst die Unterscheidung zwischen Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik. Beschäftigungspolitik ist im Sinne einer Totalanalyse primär makroökonomisch ausgerichtet. Als umfassendere Strategie schließt sie alle Maßnahmen der allgemeinen Wirtschafts-, Geld-, Fiskal- und ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Berndt Keller, Privatdozent Dr. rer. soc. Fred Henneberger