| 
 | 
 | 
 | 
Wirtschaftslexikon
  Detailsuche
Digitale Fachbibliothek
in über 61.000 Fachbüchern + 500 Fachzeitschriften 

ANZEIGE

Bücher
Dieses Trainingsbuch enthält sehr ausführlich gehaltene Übungsfälle mit Lösungen, die alle für Prüfung und Praxis relevanten Fälle behandeln. Sie helfen ... Vorschau
36.99 €

Dieses Buch online im Abo für monatlich 45,90 € - inkl. weiterer 61.000 Fachbücher als PDF auf Springer Professional !
Statistik (von statista.com)
Anzahl von Zwangsversteigerungen in Deutschland
Anzahl der zwangsversteigerten Immobilien in Deutschland von 2002 bis 2011 (Stand: November 2011)
Statistik: Anzahl von Zwangsversteigerungen in Deutschland
(Kostenpflichtige Statistik)
Statista: hochwertige Statistiken, Umfragen und Studien aus über 10.000 Quellen
Meine zuletzt besuchten Definitionen
Schwerpunktbeiträge des Tages
Der Begriff der Organisation lässt sich nicht eindeutig definieren. Die Begriffslegung ist abhängig von der jeweils zugrundegelegten organisations-theoretischen Herangehensweise. Im Rahmen des vorliegenden Beitrags wird unter Organisation das formale Regelwerk eines arbeitsteiligen Systems verstanden. Informale Regelungen werden nicht betrachtet. Derartige ... mehr
von  Prof. Dr. Gerhard Schewe
I. Begriff: Das Kunstwort „Ergonomie“ ist griechischen Ursprungs und setzt sich zusammen aus den Begriffen „ergon“, gleichbedeutend mit dem Begriff Arbeit und „nomos“, was mit Gesetz oder Regel übersetzt werden kann. Daraus folgt, dass die Ergonomie die Lehre der Gesetzmäßigkeit ... mehr
von  Prof. Dr. Thomas Bartscher

Zwangsversteigerung

Definition

ANZEIGE

Kurzerklärung:

Verwertung einer Sache durch staatlichen Hoheitsakt im Wege der Versteigerung zum Zweck der Befriedigung der Gläubiger aus dem Erlös.

Ausführliche Erklärung:

Verwertung einer Sache durch staatlichen Hoheitsakt im Wege der Versteigerung.

I. Zwangsversteigerung beweglicher Sachen:

§§ 814–824 ZPO; 1. Vorgang: Die Zwangsversteigerung findet durch Gerichtsvollzieher in der Gemeinde statt, in der die Sache gepfändet wurde, oder an einem anderen Ort im Bezirk des Vollstreckungsgerichts, falls zwischen Gläubiger und Schuldner keine Einigung über einen dritten Ort möglich ist, frühestens eine Woche nach Pfändung. Ort, Zeit und Gegenstand der Versteigerung sind öffentlich bekanntzumachen. Der Zuschlag erfolgt an den nach dreimaliger Aufforderung Meistbietenden; das Gebot muss mind. die Hälfte des gewöhnlichen Verkaufswerts der Sache erreichen. Gold- und Silbersachen dürfen bei der Versteigerung nicht unter ihrem Metallwert zugeschlagen werden; Wertpapiere mit Börsen- oder Marktpreis werden freihändig zum Tagespreis verkauft (andere können versteigert werden).

2. Wirkungen: a) Der Ersteigerer erhält die Sache nur gegen Barzahlung, er erlangt mit der Übergabe lastenfreies Eigentum. Sachmängelhaftung ist ausgeschlossen.

b) Den Erlös hat der Gerichtsvollzieher abzuliefern, soweit dies zu dessen Befriedigung erforderlich ist.

3. Abweichungen: Das Vollstreckungsgericht kann auf Antrag des Gläubigers oder Schuldners eine abweichende Verwertung hinsichtlich deren Art und Weise, Versteigerungsort und Versteigerungsperson anordnen (§ 825 ZPO), z.B. die Sache dem Gläubiger zu einem bestimmten, auf seine Forderung anzurechnenden Betrag überlassen oder den Gerichtsvollzieher zum freihändigen Verkauf ermächtigen.

Vgl. auch Vollstreckungsschutz.

II. Zwangsversteigerung unbeweglichen Vermögens:

Zwangsversteigerung ist auch die gebräuchlichste Form der Zwangsvollstreckung in das unbewegliche Vermögen, bei der die Gläubiger Befriedigung aus dem Erlös des versteigerten Grundstücks etc. suchen.

III. Zwangsversteigerung zur Aufhebung einer Gemeinschaft:

Dies dient nicht der Zwangsvollstreckung in das unbewegliche Vermögen, sondern der Auseinandersetzung und Teilung, wenn mehrere ein Grundstück, Schiff etc. zum gemeinsamen Eigentum haben und Aufhebung der Gemeinschaft (auch der Erbengemeinschaft) verlangt wird. I.d.R. Zwangsversteigerung wie sonst und Teilung des Erlöses (§§ 180 ff. ZVG).

Vgl. auch Sonderkündigungsrecht in der Zwangsversteigerung.

Vgl. auch Verfahrensablauf einer Zwangsversteigerung.

Suche in der E-Bibliothek für Professionals

ANZEIGE

Sachgebiete
Zwangsversteigerung
ist im Gabler Wirtschaftslexikon folgenden Sachgebieten zugeordnet:
Informationen zu den Sachgebieten
Durch eine internationale Rechnungslegung und damit internationale Harmonisierung der Rechnungslegung soll eine Vergleichbarkeit bzw. Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse international agierender Unternehmen, die ansonsten nach länderspezifischen, unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt sind, erreicht werden. Diese Harmonisierung ist seit 2001 Aufgabe des IASB, des privatrechtlichen ... mehr
Die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft von der Konzeption, Entwicklung und Anwendung computergestützter Informations- und Kommunikationssysteme (IKS) nimmt eine interdisziplinäre Schnittstellenfunktion zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik ein. Jedoch bietet die Wirtschaftsinformatik auch zusätzliche Funktionen/Ergebnisse wie etwa Methoden und Modelle, anhand derer ... mehr
Weiterführende Schwerpunktbeiträge
Fundraising ist die systematische Analyse, Planung, Durchführung und Kontrolle sämtlicher Aktivitäten einer steuerbegünstigten Organisation, welche darauf abzielen, alle benötigten Ressourcen (Geld-, Sach- und Dienstleistungen) durch eine konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Ressourcenbereitsteller (Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, öffentliche Institutionen) zu möglichst ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Michael Urselmann
I. Begriff 1. Allgemein Property Rights. Aus ökonomischer Sicht bezeichnen Verfügungsrechte die Fähigkeit (Property Right) des damit ausgestatteten Wirtschafters, eine bestimmte Entscheidung – im Besonderen ein bestimmtes Handeln oder Unterlassen bezüglich eines bestimmten knappen Gutes – im Rahmen einer anerkannten sozialen Beziehung ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Prof. Dr. Rupert Windisch, Peter Burgold
I. Einleitung Bereits Montesquieu erkannte im „Esprit des lois“ den Zusammenhang zwischen Finanzwissenschaft (FW) und Gesellschaft indem er meinte, dass jeder Verfassungsform „von Natur aus“ eine bestimmte Steuerart zugehöre. Rudolf Goldscheid, der Urheber des Begriffs Finanzsoziologie (FS), definierte sie um 1917 ... mehr
Schwerpunktbeitrag von  Apl. Prof. Dr. Dr. Helge Peukert, Maximilian Duwe