ANZEIGE

Wissenswertes zur Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)

Eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (kurz EÜR) ist eine vereinfachte Gewinnermittlungsmethode, die im § 4 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) gesetzlich geregelt ist. Aus diesem Grund wird sie häufig auch 4/3-Rechnung genannt. Die EÜR stellt eine Möglichkeit dar, wie man als Unternehmer seine Bücher führen kann. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick, wie die EÜR angewendet wird, wie sie aufgebaut ist und was man dabei in der Einkommensteuererklärung beachten muss.
Das Zufluss- und Abfluss-Prinzip

Wer die Einnahmen-Überschuss-Rechnung anwendet, muss sich auch zwangsläufig mit dem Zufluss- und Abflussprinzip befassen. Dieses Prinzip besagt, dass im Rahmen der EÜR nur die Einnahmen und Ausgaben berücksichtigt werden, die in einem entsprechenden Wirtschaftsjahr erwirtschaftet bzw. bezahlt wurden. Die Bestandsveränderungen bleiben hingegen unberücksichtigt. Beim Zufluss- und Abflussprinzip vermerkt man alle tatsächlichen Ein- und Ausgänge des Geschäftskontos in einem sogenannten Journal. Anschaffungen abnutzbarer Wirtschaftsgüter (z.B. Büromöbel, Computer, Maschinen) werden hingegen nicht als direkte Ausgabe in der EÜR vermerkt, sondern jährlich abgeschrieben.

Das Gabler Wirtschaftslexikon Online ist nicht für den Inhalt der Anzeige, Links oder ggf. angebotene Produkte verantwortlich.

Wirtschaftslexikon
  Detailsuche

ANZEIGE

Meine zuletzt besuchten Definitionen
Sie haben derzeit noch kein Stichwort besucht
Schwerpunktbeiträge des Tages
I. Begriff Bezeichnung für Objekte, die sowohl die allgemeine als auch die spezifische Portabilität anderer Objekte verbessern und auf diese Weise zum „Wohlstand der Nationen“ (A. Smith) beitragen. II. Forschung 1. Forschungansätze Als elementarer Bestandteil gesellschaftlicher Wertschöpfungsprozesse ist die Tüte ... mehr
von  Prof. Dr. Andreas Suchanek
Consulting ist die individuelle Aufarbeitung betriebswirtschaftlicher Problemstellungen durch Interaktion zwischen externen, unabhängigen Personen oder Beratungsorganisationen und einem um Rat nachsuchenden Klienten.
von  Prof. Dr. Rolf-Dieter Reineke