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Wissenswertes zur Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)

Eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (kurz EÜR) ist eine vereinfachte Gewinnermittlungsmethode, die im § 4 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) gesetzlich geregelt ist. Aus diesem Grund wird sie häufig auch 4/3-Rechnung genannt. Die EÜR stellt eine Möglichkeit dar, wie man als Unternehmer seine Bücher führen kann. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick, wie die EÜR angewendet wird, wie sie aufgebaut ist und was man dabei in der Einkommensteuererklärung beachten muss.
Diese Einnahmen und Ausgaben dürfen im Journal der EÜR angegeben werden

Da bestimmte Einnahmen und Ausgaben in der Anlage EÜR gesondert erfasst werden müssen, gliedert man am besten zuerst alle Einnahmen und Ausgaben nach ihrer jeweiligen Art. Es wird empfohlen, dabei auf den amtlichen Vordruck der EÜR zurückzugreifen. Folgende Einnahmen können beispielsweise im Journal der EÜR angegeben werden:

  • Verkauftes oder entnommenes Anlagevermögen
  • Von der Umsatzsteuer befreite Betriebseinnahmen
  • Betriebseinnahmen zum vollen Umsatzsteuersatz
  • Betriebseinnahmen zum ermäßigten Umsatzsteuersatz
  • Private Firmenwagen-Nutzung

Kleingewerbe und Freiberufler, die die Einnahmen-Überschuss-Rechnung anwenden, sollten in der Anlage EÜR insbesondere ihre Ausgaben präzise angeben. Hier können sie nämlich vieles absetzen. Folgende Ausgaben können unter anderem im Journal der EÜR vermerkt werden:

  • Gehälter/Löhne
  • Miete
  • Zinsen
  • Kosten für Büromaterial (z.B. Telefon/Fax)
  • Instandhaltungskosten/Reparaturen
  • Waren, Roh- und Betriebsstoffe
  • Reisekosten
  • Abschreibungen.

Die angefallenen Beträge werden in der EÜR jeweils netto (ohne Umsatz- bzw. Vorsteuer) und als Gesamtbetrag ausgewiesen. Darüber hinaus sollten Anwender der EÜR monatlich einen Saldo im Journal bilden. Die Werte der einzelnen Kategorien werden anschließend auf den Vordruck zur Einnahmen-Überschuss-Rechnung übertragen, der wiederum der Steuererklärung beigefügt werden muss, sofern der erwirtschaftete Gewinn die Umsatzgrenze von 17.500 Euro übersteigt.

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