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Was macht ein gutes Projektteam aus?

Welche Merkmale kennzeichnen ein gutes Team? Welche Rahmenbedingungen muss ein Projektleiter schaffen, damit die Mitglieder eines Teams erfolgreich zusammenarbeiten können? Und was ist bei der Teambildung zu beachten?

Einer der zahlreichen Ansätze, die Merkmale erfolgreicher Teams zu erfassen, stammt von Matthias T. Meifert u.a. Sie haben folgende acht Kriterien identifiziert:

  • ein gemeinsames Ziel
  • gut geplante Arbeitsabläufe und Prozesse
  • zielführende Normen und Verhaltensregeln
  • geeignete Teamstruktur und Teamgröße
  • klare Rollen und komplementäre Fähigkeiten
  • konstruktive Kommunikation und Kooperation
  • starker Teamgeist und Zusammengehörigkeitsgefühl
  • ausgeprägte Leistungsorientierung

Die richtige Mischung macht`s

Das Thema „Teamstruktur“ lohnt es, noch etwas zu vertiefen. Hier wird oft auf die neun informellen Teamrollen nach Belbin verwiesen, die sich aus den Verhaltensmustern der Teammitglieder ergeben. Die Rollen des „Machers“, des „Umsetzers“ und des „Perfektionisten“ bilden die Gruppe der handlungsorientierten Teamrollen. Der „Vorsitzende“, der „Teamarbeiter“ und der „Wegbereiter“ bilden die Gruppe der kommunikationsorientierten Rollen. Zur Gruppe der wissensorientierten Rollen gehören der „Neuerer“, der „Beobachter“ und der „Spezialist“. Anders als Rollen in einem Theaterstück, können die Teamrollen nicht einfach zugewiesen werden, die Teammitglieder müssen diese eigeninitiativ besetzen und ausgestalten. Dabei kann eine Rolle durchaus mehrfach besetzt sein und – wichtig! – es gibt kein gut oder schlecht, die richtige Mischung macht`s. Denn ein Team z.B. aus lauter „Perfektionisten“ würde vor lauter Selbstkontrolle, Qualitätssicherung und Optimierung nur langsam vorankommen und möglicherweise sogar an den eigenen hohen Erwartungen scheitern. Drängen sich alle Mitarbeiter in die „Beobachter“-Rolle, besteht die Gefahr, dass sich das Projekt auf sehr niedrigem Produktivitäts-Niveau stabilisiert. Daher muss das Team die Möglichkeit bekommen, diese informellen Rollen möglichst optimal und einvernehmlich zu besetzen. Dies ist in aller Regel auch möglich, denn wenige Menschen sind auf eine einzige informelle Rolle festgelegt: Es ist möglich, in einem Team der „Vorsitzende“ oder „Macher“ zu sein und in einem anderen Team der „Beobachter“ oder „Spezialist“.

Aktive Auswahl ist wichtig

Im Idealfall haben Sie als Projektleiter bei der Auswahl der Teammitglieder die Möglichkeit, auf die Rollenkombination Einfluss zu nehmen. Dazu empfiehlt es sich, mit potenziellen Projektmitarbeitern, die Sie noch nicht kennen, ein Vorstellungsgespräch zu führen. Denn anders als die fachlichen Kompetenzen mitbringt, lassen sich die potenziellen Teamrollen nicht einfach aus dem Lebenslauf ablesen.

Professionelles Teambuilding

Auch wenn Sie die Teammitglieder „komplementär“ ausgewählt haben, müssen sich diese erst in „ihre“ informellen Rollen im Team einfinden. Dabei kann und wird es zu Konflikten kommen: Konkurrieren z.B. mehrere Mitglieder um die Rolle des „Vorsitzenden“, muss dieser Konflikt gelöst sein, sonst können sich um jeden „Vorsitzenden“ Teilgruppen bilden. Wenn möglich sollte der Projektleiter die einzelnen „Vorsitzenden“ deshalb auf einzelne Teilteams oder auf funktionale Rollen mit klar abgegrenzten Zuständigkeiten aufteilen. Das ist dann professionelles Teambuilding.

Den ausführlichen Artikel www.projektmagazin.de/projektteam mit sehr anschaulichen Praxisbeispielen haben wir im Projekt Magazin für Sie freigeschaltet.

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