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Ausstrahlungseffekte

(weitergeleitet von Detaildominanz)

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Marketing: a) Begriff: Beeinflussung der Reaktion auf eine absatzpolitische Maßnahme durch Wirkungen anderer marketingpolitischer Instrumente auf das zu untersuchende Objekt.
    b) Arten:
    (1) Zeitliche Ausstrahlungseffekte (Carryover-Effekt): Zeitlich vorgelagerte Maßnahmen und Ereignisse können in der Untersuchungsperiode nachwirken, z.B. wirkt Werbung häufig auch noch, nachdem sie nicht mehr geschaltet wird.
    (2) Sachliche Ausstrahlungseffekte (Spillover-Effekt, Inferenzprozesse): Simultane Maßnahmen und Ereignisse außerhalb einer experimentellen Anordnung können das Untersuchungsergebnis beeinflussen.
    Beispiel Produktpolitik: Schluss von einem Merkmal eines Produktes auf ein anderes Merkmal.
    (a) Irradiation (von einer Teilleistung wird auf einen Teil der Produktqualität geschlossen, z.B. Schaumbildung eines Spülmittels = Reinigungskraft);
    (b) Detaildominanz (von einem Merkmal wird auf Gesamtleistung geschlossen, z.B. Preis = Qualität);
    (c) Halo-Effekt (Schluss vom Gesamtmerkmal auf Detailmerkmal, z.B. Sportwagen = hoher Benzinverbrauch);
    (d) Kontext-Effekt (Schluss vom Umfeldeindruck auf das Produkt).

    2. Marktforschung: Antwortverzerrungen, die bei Befragungen dadurch auftreten, dass die Beantwortung einer vorhergehenden Frage das Antwortverhalten für die nachfolgende Frage mehr oder weniger stark beeinflusst (Halo-Effekt).

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Klaus Wübbenhorst
      GfK SE
      Vorsitzender des Vorstands
      Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg
      HHL Leipzig Graduate School of Management,
      Lehrstuhl für Marketingmanagement
      Professor
      Prof. Dr. Daniel Markgraf
      AKAD Hochschule Stuttgart
      Professur für Marketing, Innovations- und Gründungsmanagement

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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