Direkt zum Inhalt

Wikipedia Version

Dieser Text basiert auf dem Artikel Bundeswaldgesetz aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Wikipedia-Version zuletzt aktualisiert am 20.07.19.

Bundeswaldgesetz

Basisdaten
Titel: Gesetz zur Erhaltung des Waldes und der Förderung der Forstwirtschaft
Kurztitel: Bundeswaldgesetz
Abkürzung: BWaldG
Art: Bundesgesetz
Geltungsbereich: Bundesrepublik Deutschland            
Rechtsmaterie: Verwaltungsrecht
Fundstellennachweis: 790-18
Ursprüngliche Fassung vom: 2. Mai 1975
(BGBl. I S. 1037)
Inkrafttreten am: 8. Mai 1975
Neubekanntmachung vom: 26. August 1985
(BGBl. I S. 1756)
Letzte Änderung durch: Art. 1 G vom 17. Januar 2017
(BGBl. I S. 75)
Inkrafttreten der
letzten Änderung:
27. Januar 2017
(Art. 2 G vom 17. Januar 2017)
GESTA: F034
Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten.

Das Bundeswaldgesetz (BWaldG) bzw. das Gesetz zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft trat am 2. Mai 1975 in Kraft. Es regelt u. a. die Erhaltung und Bewirtschaftung der Wälder in Deutschland, die forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse sowie die Förderung der Forstwirtschaft.

Inhalt

Das Bundeswaldgesetz wurde insbesondere für den Zweck erlassen,

  • den Wald wegen seines wirtschaftlichen Nutzens (Nutzfunktion) und wegen seiner Bedeutung für die Umwelt, insbesondere für die dauernde Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, das Klima, den Wasserhaushalt, die Reinhaltung der Luft, die Bodenfruchtbarkeit, das Landschaftsbild, die Agrar- und Infrastruktur und die Erholung der Bevölkerung (Schutz- und Erholungsfunktion) zu erhalten, erforderlichenfalls zu mehren und seine ordnungsgemäße Bewirtschaftung nachhaltig zu sichern,
  • die Forstwirtschaft zu fördern und
  • einen Ausgleich zwischen dem Interesse der Allgemeinheit und den Belangen der Waldbesitzer herbeizuführen.[1]

So regelt beispielsweise der § 14 das grundsätzliche Betretungsrecht zum Zwecke der Erholung.

Konkurrierende Gesetzgebung

Entsprechend der Rahmengesetzgebung wurden infolge des Bundeswaldgesetzes Landeswaldgesetze in den Ländern angepasst oder neu erlassen. Die Föderalismusreform 2006 hat die Rahmengesetzgebung abgeschafft, sodass darunter fallende Teile des Bundeswaldgesetzes nunmehr gemäß Art. 74 der konkurrierenden Gesetzgebung unterliegen. Dies bedeutet, dass vom Bund im Bundeswaldgesetz getroffene Neuregelungen in den einzelnen Bundesländern unmittelbar gelten und entsprechendes Landesrecht verdrängen, soweit die Bundesländer nicht von Abweichungsrechten Gebrauch machen.[2]

Ein Beispiel für das Abweichungsrecht in der Waldgesetzgebung stellt die nur in Mecklenburg-Vorpommern rechtlich geschützte Form der Kur- und Heilwälder dar.[3]

Weblinks

  • Bundeswaldgesetz (Gesetz zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft)

Einzelnachweise

  1. § 1 des Bundeswaldgesetzes
  2. Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Hrsg.): Wegweiser für bayerische Waldbesitzer. Waldgesetz und weitere Rechtsvorschriften. München November 2010, II. Gesetzestexte, S. 35 (bayern.de [PDF; abgerufen am 18. September 2018]). 
  3. § 22 Erholungs-, Kur- und Heilwald, Waldgesetz für das Land Mecklenburg-Vorpommern 2011. im Abschnitt III. Erhaltung, Bewirtschaftung, Schutz und Vermehrung des Waldes (i.d.g.F.).
Rechtshinweis Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!

zuletzt besuchte Definitionen...

    GEPRÜFTES WISSEN
    Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
    Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
    Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Bücher auf springer.com