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Devisenspekulation

(weitergeleitet von Wechselkursspekulation)

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Charakterisierung: Kauf (Verkauf) ausländischer Währungen (Devisen) in der Erwartung, dass ihr Wechselkurs steigt (sinkt) und sie mit Gewinn wieder verkauft (zurückgekauft) werden können. Die Devisentransaktion erfolgt am Markt für Kassadevisen (Devisenkassageschäft), am Markt für Termindevisen (Devisentermingeschäft) oder in Form eines Swapgeschäfts (Swap).

    2. Folgen: a) Im System fester Wechselkurse kann die Devisenspekulation destabilisierend wirken, da die Notenbank aufgrund ihrer Interventionspflicht gezwungen sein kann, in einem solchen Ausmaß Devisen gegen Hingabe inländischer Zahlungsmittel aufzukaufen oder gegen Hereinnahme inländischen Geldes abzugeben, dass die inländische Geldversorgung in einer unter binnenwirtschaftlichen Gesichtspunkten unvertretbaren oder unerwünschten Weise gestört wird.

    b) Im System freier (sog. flexibler) Wechselkurse können durch die Devisenspekulation ausgelöste Wechselkursschwankungen zu einer Verzerrung der internationalen Handelströme und somit der internationalen Arbeitsteilung und Faktorallokation führen (z.B. Exporteinschränkung und Importausweitung durch spekulationsbedingte Aufwertungen oder Inflationstendenzen durch spekulationsbedingte Abwertungen).

    Vgl. auch internationale Kapitalbewegungen.

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      Mindmap Devisenspekulation Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/devisenspekulation-30958 node30958 Devisenspekulation node40253 Interventionspflicht node30958->node40253 node47871 Termindevisen node30958->node47871 node47448 Swap node30958->node47448 node29714 Devisen node30958->node29714 node27619 Devisentermingeschäft node30958->node27619 node27247 Devisenkassageschäft node30958->node27247 node31239 Derivate node31239->node47448 node31239->node27619 node30546 Devisenmarkt node35920 fixer Wechselkurs node48022 Zentralbank node40253->node30546 node40253->node35920 node40253->node48022 node50469 Wechselkurs node40253->node50469 node47871->node47448 node37242 Kassageschäfte node47448->node37242 node29775 Arbitrage node47448->node29775 node30947 Devisenterminmarkt node30947->node27619 node43469 Sorten node29714->node43469 node27247->node27619 node50774 Ziehungsrechte node50774->node29714 node34994 Fungibilität node34994->node29714 node29775->node29714
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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Oliver Budzinski
      University of Southern Denmark,
      Campus Esbjerg,
      Department of Environmental and
      and Business Economics
      Professor of Business Economics
      PD Dr. Jörg Jasper
      EnBW AG
      Senior Economist
      Prof. Dr. Albrecht F. Michler
      Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf,
      Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät,
      Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre
      außerplanmäßiger Professor
      Dr. Cordula Heldt
      Deutsches Aktieninstitut e.V.
      Referentin und Rechtsanwältin

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld der österreichischen Privatbanken war im Zeitraum von 1919 bis 1945 von radikalen Umbrüchen gekennzeichnet. Die ökonomischen Folgen des Großen Krieges und der Auflösung der Habsburgermonarchie …
      Internationales Chemisches Sicherheitsblatt, ein mit der → EG abgestimmtes Datenblatt insbesondere für Verwender von Chemikalien mit wesentlichen Informationen über das Gefährlichkeitspotential chemischer Stoffe.
      Der Keynesianismus selbst erwies sich in Deutschland im Überblick über die Jahrzehnte nur als vorübergehende Erscheinung. Ab den siebziger Jahren wurde er immer mehr an den Rand gedrängt. 2007 fühlten sich nur noch 12 Prozent der ökonomischen …

      Sachgebiete