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Wikipedia-Version zuletzt aktualisiert am 24.06.19.

Europäisches Hochschulinstitut

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Europäisches Hochschulinstitut
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Gründung 1972[1]
Trägerschaft Mitgliedsstaaten der Konvention zur Gründung des EUI
Ort Fiesole
Land Italien
Präsident Renaud Dehousse[2]
Studierende 547 (2017/18)[3]
Mitarbeiter 550 (2017)[4]
davon Professoren 91 (2017)[4]
Jahresetat 66 Mio. Euro + 14 Mio. Euro Drittmittel (2017) [5]
Website www.eui.eu
Europäisches Hochschulinstitut
Europäisches Hochschulinstitut

Das Europäische Hochschulinstitut (englisch: European University Institute, EUI; italienisch: Istituto Universitario Europeo, IUE) ist eine Forschungseinrichtung in Florenz und Fiesole. Es ist der Ausbildung von Doktoranden, Masterstudierenden (Insbesondere der Master of Laws ist hierbei als eigenes Programm ausgestaltet) und der Forschung in den Wirtschafts-, Geschichts-, Rechts-, Politik- und Sozialwissenschaften gewidmet.

Entstehung

Nachdem Pläne für eine europäische Universität, die aus der Anfangszeit der Europäischen Gemeinschaft stammten, verworfen worden waren, einigten sich die Bildungsminister der EG-Mitgliedstaaten 1971 auf die Schaffung eines europäischen Hochschulinstituts anstelle einer Volluniversität. 1972 unterzeichneten alle sechs damaligen EG-Mitgliedstaaten eine Konvention zur Gründung des Hochschulinstituts in Florenz. Der Lehr- und Forschungsbetrieb wurde 1976 aufgenommen. Alle EU-Mitgliedsstaaten außer Kroatien, Tschechien, Ungarn, Litauen und der Slowakei sind heute Mitgliedsstaaten der Konvention.[1]

Studienangebot

Die Hochschule bietet in den Fächern Rechtswissenschaften, Geschichte („History and Civilization“), Wirtschaftswissenschaften sowie Politik- und Sozialwissenschaften ein vierjähriges Ph.D.-Programm an.[6] Daneben besteht ein einjähriges Master-Studienprogramm in Rechtswissenschaften (Rechtsvergleichung, Europäisches und Internationales Recht).[7] Mitunter wird europäischen Fragen eine besondere Stellung in den Programmen eingeräumt. Doktoranden und Postdoktoranden aus Staaten der EU haben Zugang zu einer Vielzahl von Stipendien. Die Lehrenden werden vorwiegend aus (ganz) Europa rekrutiert. Trotz seiner Lage auf einem Hügel außerhalb von Florenz in der italienischen Region Toskana ist das Hochschulinstitut als internationale Organisation staatenunabhängig und daher nicht als italienische Universität anzusehen.

Aufbau

Das Hochschulinstitut besteht aus folgenden Fakultäten:

  • Wirtschaftswissenschaften
  • Geschichte und Zivilisation
  • Recht sowie
  • Politik- und Sozialwissenschaften.[8]

Daneben bestehen das interdisziplinäre Robert-Schuman-Zentrum und eine School of Transnational Governance. Professor Renaud Dehousse hält heute das Amt des Präsidenten.

Historisches Archiv der Europäischen Union, Florenz

Das Historische Archiv der Europäischen Union (HAEU) sichert das Archivgut der europäischen Institutionen auf Dauer und macht es gemäß der in Europa geltenden 30 Jahresfrist nutzbar. Das HAEU wurde gemäß der Entscheidung Nr. 359/83 der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), der von Euratom und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft erlassenen Verordnung Nr. 354/83 und der Verordnung Nr. 1700/2003 des Ministerrates der Europäischen Gemeinschaften und von Euratom mit der Aufgabe gegründet, das Aktengut dieser Institutionen öffentlich zugänglich zu machen. Ein 1984 geschlossenes Abkommen zwischen der Kommission der Europäischen Gemeinschaften und dem Europäischen Hochschulinstitut (EHI) führte zur Gründung des HAEU, welches vom EHI verwaltet wird. Es öffnete 1986 seine Türen.

Zu den Aufgaben des Historischen Archivs der Europäischen Union gehört auch die Sammlung des Schriftguts von Persönlichkeiten, Bewegungen und internationalen Organisationen, die eine wichtige Rolle im europäischen Integrationsprozess eingenommen haben. Es bewahrt mehr als 150 Deposita auf, verfügt über eine Fachsammlung von Büchern und gedruckter Literatur und hat eine umfangreiche Sammlung von Zeitzeugeninterviews (‚oral history‘). Das HAEU fördert die Forschung zur Geschichte der Europäischen Union und des Integrationsprozesses und unterstützt Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit der europäischen Institutionen.

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

 Commons: Europäisches Hochschulinstitut – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ab A Brief History of the EUI, 08.06.2018 (abgerufen am 11.10.2018)
  2. The President and the Secretary General, 04.09.2018 (abgerufen am 11.10.2018)
  3. EUI Activity Report 2017, April 2018, S. 46 (abgerufen am 11.10.2018, PDF).
  4. ab EUI Activity Report 2017, April 2018, S. 97 (abgerufen am 11.10.2018, PDF).
  5. EUI Activity Report 2017, April 2018, S. 110 u. 112 (abgerufen am 11.10.2018, PDF).
  6. Doctoral Programme, 5. Oktober 2018 (abgerufen am 15. Oktober 2018)
  7. LL.M. Programme in Comparative, European and International Laws, 7. Juni 2018 (abgerufen am 15. Oktober 2018)
  8. Organization of the EUI, 14. März 2018 (abgerufen am 15. Oktober 2018)

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