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Dieser Text basiert auf dem Artikel Grenzprodukt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Wikipedia-Version zuletzt aktualisiert am 22.09.19.

Grenzprodukt

Grenzertrag (grüne Linie): Zunächst nimmt der zusätzliche Nutzen jeder neuen Einheit zu, ebbt dann irgendwann ab und wird bei übermäßigem Einsatz negativ

Ein Grenzprodukt (auch Grenzertrag oder Grenzproduktivität) ist in der neoklassischen Produktionstheorie der Zuwachs des Ertrags (oder des Nutzens, vgl. dazu Grenznutzen), der durch den Einsatz einer jeweils weiteren Einheit eines Produktionsfaktors erzielt wird. Mathematisch ausgedrückt handelt es sich lediglich um die Ableitung einer Funktion, z. B. der Produktionsfunktion (vgl. ähnliche Konzepte für Kosten- oder Nutzenfunktionen, siehe Grenzkosten und Grenznutzen).

Im neoklassischen Teil des Ertragsgesetzes nimmt der Grenzertrag eines Produktionsfaktors unter sonst gleichen Bedingungen (ceteris paribus) stetig ab (Abb. Phase 2 und 3). In der Cobb-Douglas-Produktionsfunktion ist das Grenzprodukt eines variablen Faktors immer positiv, aber kontinuierlich fallend.

Beispiel

Jemand bewirtschaftet einen Acker, wobei unterschiedliche Produktionsfaktoren wie Boden, Arbeit, Saatgut und Dünger eingesetzt werden. Erhöht er nun den Faktor Dünger, steigt zunächst der Ertrag (Menge des Ernteguts pro Fläche) und dadurch der Grenzertrag des Düngers. Setzt er nun immer mehr Dünger ein, so stellt er fest, dass Pflanzenwachstum nicht beliebig steigerbar ist: das Grenzprodukt (= der zusätzliche Ertrag) wird immer geringer. Bei Überdüngung sinkt der Ertrag des Ernteguts pro Fläche sogar wieder, was dann zu einem negativen Grenzertrag des Düngers führt (extreme Überdüngung kann bis hin zum Totalausfall der angebauten Frucht führen).

Negative Grenzerträge treten also auf, weil ein Faktor in ein immer größeres Missverhältnis zu den anderen Faktoren gerät.

Siehe auch

Literatur

  • Bernhard Beck: Volkswirtschaft verstehen. Ausgabe Schweiz, 5., stark überarbeitete und aktualisierte Auflage. vdf – Hochschulverlag an der ETH, Zürich 2008, ISBN 978-3-7281-3207-9, S. 65.

Weblinks

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