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Handelsgewinn

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Außenhandelsgewinn; Begriff der realen Außenwirtschaftstheorie: Gesamtheit der Vorteile, die die Handel treibenden Länder durch Freihandel realisieren.

    1. Statischer Handelsgewinn: zu unterscheiden: a) Tauschgewinn: ergibt sich schon durch die internationale Angleichung der Preise gehandelter Güter; daraus folgt die Wohlfahrtssteigerung durch Angleichung der Grenznutzen bei der Verwendung der betreffenden Güter.
    b) Spezialisierungsgewinn: ergibt sich über den Tauschgewinn hinaus, indem infolge der Preisverschiebungen die Produktionsstruktur in effizientere Verwendungen gelenkt wird, d. h. die Produktionsstruktur sich ändert. Das Ergebnis derartiger Reallokationsprozesse wird auch als „relatives Maximum der Produktion” bezeichnet. Wird über die nationale Mobilität der Produktionsfaktoren hinaus auch noch die internationale Mobilität zugelassen (gemeinsamer Markt), tritt eine weitere Änderung der Produktionsstruktur ein, man spricht dann von „absolutem Maximum der Produktion”.

    2. Dynamischer Handelsgewinn: Weitere Handelsvorteile, und zwar v. a.:
    (1) Technologietransfer;
    (2) Einfuhr von benötigten, aber im betreffenden Land nicht produzier- bzw. verfügbaren Gütern;
    (3) Intensivierung des Wettbewerbs durch Öffnung der eigenen Märkte für die ausländische Konkurrenz;
    (4) bessere Nutzung der Größenvorteile (Economies of Scale) durch Ausweitung der Märkte;
    (5) Beschleunigung des Wirtschaftswachstums durch steigende Kapitalbildung;
    (6) Mobilisierung brachliegender Ressourcen bzw. nicht genutzter Produktionskapazitäten durch Ausdehnung der Nachfrage (Vent-for-Surplus-Theorie).

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      Mindmap Handelsgewinn Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/handelsgewinn-33674 node33674 Handelsgewinn node50999 Technologietransfer node33674->node50999 node45598 Produktionsfaktoren node33674->node45598 node27947 Außenwirtschaftstheorie node33674->node27947 node41216 Mobilität node33674->node41216 node33953 Freihandel node33674->node33953 node33618 Generation node36421 Forschung und Entwicklung ... node45377 Produktionsprozess node39624 Innovation node50999->node36421 node50999->node45377 node50999->node39624 node47543 technologieorientierte Unternehmensgründungen node50999->node47543 node41584 Kalenderzeitanalyse node41584->node45598 node42040 Produktion node30819 Betrieb node30819->node45598 node48087 Unternehmen node48087->node45598 node45598->node42040 node27801 Arbeitslosigkeit node27801->node41216 node31474 Arbeitskräftemobilität node48850 Volkswirtschaftstheorie node27947->node48850 node50041 Wanderung node41216->node33618 node41216->node31474 node41216->node50041 node47994 Theorie der komparativen ... node47994->node33953 node49544 Zolltheorie node49544->node33953 node36695 Erziehungszoll node36695->node33953 node31660 Außenhandel node33953->node31660 node42450 Ohlin node42450->node27947 node43640 Strukturalismus node43640->node27947 node34448 dynamische komparative Vorteile node34448->node27947
      Mindmap Handelsgewinn Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/handelsgewinn-33674 node33674 Handelsgewinn node27947 Außenwirtschaftstheorie node33674->node27947 node33953 Freihandel node33674->node33953 node41216 Mobilität node33674->node41216 node45598 Produktionsfaktoren node33674->node45598 node50999 Technologietransfer node33674->node50999

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Carsten Weerth
      Hauptzollamt Bremen
      Lehrbeauftragter an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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