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Nachfragefunktion

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Definition

Die Nachfragefunktion bildet – bei konstant unterstellten anderen Einflussgrößen – die Reaktion der nachgefragten Menge auf die Preisveränderung eines Gutes ab. 

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Die Nachfragefunktion bildet – bei konstant unterstellten anderen Einflussgrößen – die Reaktion der nachgefragten Menge auf die Preisveränderung eines Gutes ab. Bei gleichbleibenden Einflussfaktoren zeigt die Nachfragefunktion die Abhängigkeit zwischen Preis und Menge, also die aus der Preisveränderung ableitbare nachgefragte Menge an. Die Funktion kann sowohl ihre Position als auch ihre Neigung ändern. Dies tritt jedoch nur dann auf, wenn sich andere Einflussgrößen außer der des Preises des Gutes ändern, z.B. steigendes Einkommen. Die Nachfragefunktion ist besonders in den folgenden Theorien von Bedeutung:

    1. Nachfragetheorie des
    a) Marshall'sche Nachfragefunktion: Die Marshall'sche Nachfragefunktion  beschreibt die funktionale Beziehung zwischen nachgefragten Güterbündeln in Abhängigkeit von Güterpreisen bei konstantem Einkommen eines Konsumenten. Die Funktion beschreibt also die Nachfrage nach einem Gut als Funktion des Preises bei Konstanz anderer Einflussfaktoren.
    b) Hicks'sche Nachfragefunktion (auch: kompensierte Nachfragefunktion): Die Hicks'sche Nachfragefunktion beschreibt die funktionale Beziehung zwischen nachgefragten Güterbündeln in Abhängigkeit von Güterpreisen bei Variation des Einkommens, die es dem Konsumenten erlaubt, ein konstantes Nutzenniveau aufrechtzuerhalten. Die Funktion beschreibt also die Nachfrage nach einem Gut als Funktion seines Preises bei Konstanz anderer Einflussfaktoren und des Nutzenniveaus.

    2. Nachfragefunktion in der Theorie der Unternehmung: Die Nachfrage der Unternehmung nach (Produktions-)Faktoren ist abhängig von den Produktpreisen auf den Gütermärkten, den Faktormärkten und dem organisatorisch-technischem Wissen der Unternehmung. Die Faktornachfragefunktion einer Unternehmung gibt die nachgefragten Faktoreinsatzmengen in Abhängigkeit von Güter- und Faktorpreisen an.

     

     

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Dirk Piekenbrock
      Duale Hochschule Baden-Württemberg
      seit Juni 2008 im Ruhestand
      Dr. Peter Haric
      Institutsvorstand Leitbetriebe Austria Institut

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      1. Elastizitäten sind stets unabhängig von Masseinheiten. 2. Die Punkt- und Bogenelastizität einer linearen Nachfragefunktion sind stets gleich. 3. Der Betrag der Preiselastizität einer Nachfragefunktion $$x(p)=\frac{10}{p}$$ beträgt immer 10. 4.
      Die Bedeutung der Begriffe Schattenpreis, virtueller Preis marginale Zahlungsbereitschaft und ihr Verhältnis zu den Marktpreisen und inversen Nachfragefunktionen ist in der Literatur oft unklar, da zwischen diesen Konzepten nicht scharf getrennt …
      Entgegen der Annahme des Mengenanpasser-Verhaltens in den vorangegangenen zwei Kapiteln soll nun von Preissetzungsverhalten auf sämtlichen Produktmärkten ausgegangen werden.

      Sachgebiete