Direkt zum Inhalt

Platon-Steuer

(weitergeleitet von Plato)
Definition

Steuer mit dem Zweck der Umverteilung von Vermögen und Einkommen, die auf den Gerechtigkeitsvorstellungen des griechischen Philosophen Platon beruht.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    Für den griechischen Philosophen Platon zeichnete sich eine gerechte Gesellschaft dadurch aus, dass die Reichen nicht mehr als das Vierfache des Besitzes der Armen haben: „[…] Nachdem der Gesetzgeber [die Grenze der Armut] als Maß hingestellt hat, mag er erlauben, seinen Besitz auf das Zwei-, Drei‑, ja Vierfache hiervon auszudehnen. Wenn aber jemand noch mehr im Besitz hat, so soll er den Überschuss […] an den Schatz des Staates und seiner Schutzgötter abgeben.“  (Platon, Nomoi, 5. Buch).

    Um den Abstand zwischen den höchsten und niedrigsten Vermögen oder Einkommen zu begrenzen, kann eine solche Reichensteuer (Platon-Steuer) eingeführt werden. Die Platon-Steuer folgt normativen Gerechtigkeitsvorstellungen. Wenn eine existierende Verteilungssituation von der Mehrheit in der Gesellschaft als inakzeptabel angesehen wird, kann dies als normatives Marktversagen bezeichnet werden. Diese Form des Marktversagens kann mit einer Platon-Steuer korrigiert werden.

    Vgl. Egalitarismus.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Platon-Steuer Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/platon-steuer-54437 node54437 Platon-Steuer node51498 Reichensteuer node54437->node51498 node34787 Egalitarismus node54437->node34787 node33071 Einkommensbesteuerung node51498->node33071 node34718 Einkommen node51498->node34718 node34784 Einkommensteuertarif node34784->node51498 node36673 Einkommensteuer node36673->node51498 node34787->node34718 node47286 Verteilung node34787->node47286 node48233 Vermögen node34787->node48233 node31824 Armut node34787->node31824 node54438 Plato node54438->node54437 node54439 Plato node54439->node54437
      Mindmap Platon-Steuer Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/platon-steuer-54437 node54437 Platon-Steuer node51498 Reichensteuer node54437->node51498 node34787 Egalitarismus node54437->node34787 node54438 Plato node54438->node54437 node54439 Plato node54439->node54437

      News SpringerProfessional.de

      • Exportentwicklung Werkzeugmaschinen

        Ein aktueller Quest Report verbindet Exportmärkte und Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen in Euro und die Wirkung auf die Exporte nach China seit 2008. Steigende Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen gehen demnach mit rückläufigen Exporten nach China einher.

      • Banken genießen großes Vertrauen ihrer Kunden

        72 Prozent der Bankkunden in Deutschland gehen davon aus, dass Kreditinstitute mit ihren persönlichen Daten sorgsam umgehen. Keine andere Branche genießt einer aktuellen Umfrage zufolge höheres Vertrauen.

      • Neue Aufgaben für die Zentrale der Zukunft

        Unternehmen müssen agil und innovativ sein. Das althergebrachte Headquarter, von dem aus alles zentral gesteuert werden soll, scheint dazu nicht passen zu wollen. Muss die Unternehmenszentrale neu erfunden werden? 

      • So geht erfolgreiches Lead Nurturing im B2B-Segment

        Wenn nicht nur Leads, sondern in Folge auch Käufer generiert werden, ist von Lead Nurturing die Rede. Im B2B-Bereich müssen E-Mail-Marketer dafür besonders strategische sowie kontinuierliche Beziehungsarbeit leisten.

      • Globales E-Invoicing ist Herausforderung für Unternehmen

        Unternehmen sind aufgrund staatlicher Vorgaben zunehmend dazu verpflichtet, ihre Rechnungen elektronisch zu erstellen. Doch in jedem Land gelten andere rechtliche Regelungen. Entsprechend komplex gestalten sich die Prozesse. Erster Teil des Gastbeitrags.

      • Auf dem Rechtsweg ins Verderben

        Wer seinen Markt als Eigentum betrachtet und Neueinsteiger juristisch bekämpfen will, kann nur verlieren, meint Springer-Autor und Zukunftsmanager Heino Hilbig. Denn die Klage eines Taxifahrers gegen Moia wird neue Verkehrskonzepte nicht verhindern. 

      • Mit Location Based Marketing auf Neukundenfang

        Deutsche Marketing-Manager sehen in standortbasierter Werbung die Brücke, um Konsumenten online wie offline anzusprechen. Vor allem für die Neukundengewinnung setzen sie auf das Marketinginstrument.

      • Wie der Arbeitsplatz von morgen aussehen wird

        Während der Industrialisierung wanderte die Arbeit aus dem Haushalt in die Fabrik. Heute klopft sie wieder an die Haustür. Die Möglichkeit zu mehr zeitlicher und örtlicher Flexibilität, beispielsweise zur Arbeit im Homeoffice, macht vor keiner Branche mehr halt.

      • Java und JavaScript sind die beliebtesten Programmiersprachen

        Die meisten Softwareingenieure setzen auf Java und JavaScript, wenn es um die Entwicklung von Unternehmensanwendungen geht. Die angeblichen "In"-Programmiersprachen Python & Co. liegen in der Beliebtheitsskala teils weit abgeschlagen hinter den Klassikern.

      • Diese digitalen Marken sind top

        Digitale Dienste dominieren immer stärker die Markenwelt. In den Top 25 der relevantesten Marken Deutschlands machen sich analoge Marken eher rar.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Hagen Krämer
      Hochschule Karlsruhe, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
      Professor für Economics (Volkswirtschaftslehre)

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Es ist üblich, die Welt in unterschiedliche Lebensbereiche aufzuteilen und ausdifferenzierte Wissenschaftsdisziplinen zu fordern, die sich auf die Bearbeitung spezifischer Lebensbereiche spezialisieren. Diese Sichtweise unterstellt, dass es …
      Informationstechnischen Systemen wird oft zugeschrieben, Entscheidungen treffen zu können, dabei findet eine Berechnung statt. Menschen folgen moralischen Gesetzen – oder eben nicht. Ein informationstechnisches System muss den einprogrammierten …
      Bevor wir mit dem Kapitel „Requirements“ beginnen, ist es erforderlich, dem Leser mit einer kurzen Übersicht noch einmal die Struktur des ISA 315 bewusst zu machen. Um ihn einzustimmen, nehmen wir eine Anleihe bei der Oper auf und weisen darauf …

      Sachgebiete