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Preisfunktionen

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Funktionen, welche die Preise im Koordinationsprozess des Marktes erfüllen. Hier sind zu nennen die Funktionen der Orientierung bzw. der Information (Wirtschaftssubjekte orientieren ihre Konsum- oder Produktionsentscheidungen an Preisen), der Allokation (Güter und Faktoren fallen tendenziell demjenigen zu, der den höchsten Preis zahlen kann, man spricht daher auch von der Rationierungs- oder Verteilungsfunktion) und des Anreizes (hohe Preise und erwartete Gewinne provozieren eine höhere Produktion – durch Kapazitätsausbau und möglicherweise durch den Markteintritt neuer Anbieter – oder neue Einfälle, die zu Substitutionsmöglichkeiten oder technischen Alternativen führen, d.h., Preise fungieren als Knappheitsindikatoren).

    Voraussetzung: Die genannten Funktionen erfüllen Preise jedoch nur dann, wenn sie sich (ohne Staatseingriffe) frei bilden können und die Anpassungsreaktionen der Marktteilnehmer nicht behindert werden. Dies ist nicht der Fall, wenn behördlicherseits ein effektiv werdender Mindestpreis gesetzt wird, weil der dann entstehende Angebotsüberschuss vom Markt her nicht abgebaut werden kann (vgl. Abbildung „Preisfunktionen, Fall a”). Umgekehrt kann der Nachfrageüberhang nicht abgebaut werden, wenn ein Höchstpreis effektiv wird (vgl. Abbildung „Preisfunktionen, Fall b”). Das Gleiche gilt, wenn ein Festpreis die Eigenschaft eines Mindest- oder Höchstpreises annimmt. In allen Fällen neigen die Wirtschaftssubjekte zu Umgehungen, was graue oder schwarze Märkte hervorruft, auf denen sich tendenziell markträumende Preise geltend machen. Preise können ihre Funktionen bes. dann nicht erfüllen, wenn in der Inflation zahlreiche oder alle Preise behördlicherseits festgesetzt werden, z.B. durch allg. Preisstopp. In diesem Fall ist die Koordination der Märkte bzw. der Handlungen der Wirtschaftssubjekte zunehmend gefährdet. Vorstehende Bemerkungen beziehen sich auf eine Situation, in der die Wirtschaftssubjekte daran gehindert werden, gewünschte Preisanpassungen vorzunehmen. Freiwillige „Preisstarrheiten”, verbunden mit Anpassung über die Produktmengen, können hingegen Informationskosten senken und insofern die Koordination begünstigen.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Dirk Piekenbrock
      Duale Hochschule Baden-Württemberg
      seit Juni 2008 im Ruhestand

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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