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Dieser Text basiert auf dem Artikel Satisficing aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Wikipedia-Version zuletzt aktualisiert am 14.10.19.

Satisficing

Satisficing (auf deutsch Satisfizierung oder Anspruchserfüllung), eine Wortschöpfung von Herbert A. Simon, ist ein Kofferwort aus den englischen Wörtern satisfying (= befriedigend) und suffice (= genügen). Der Begriff wird in den Wirtschaftswissenschaften, in der psychologischen Entscheidungstheorie und in der Kybernetik verwendet.

Satisficing beschreibt das Verhalten, in einer Entscheidungssituation die erstbeste Möglichkeit zu wählen, die den angestrebten Zweck bzw. ein zuvor definiertes Anspruchsniveau erfüllt. Das Anspruchsniveau kann sich jedoch im Zeitablauf ändern. Wird nach längerer Alternativensuche keine Möglichkeit gefunden, das Anspruchsniveau zu erfüllen, so wird dieses gesenkt.[1] Auch können günstige oder ungünstige Umweltänderungen zu einer Anspruchsanpassung führen und ggf. die Suche nach neuen Alternativen auslösen.

Im Gegensatz zum Satisficing steht die Optimierung (z. B. Nutzenmaximierung), das heißt die Suche nach Alternativen, bis die bestmögliche Lösung gefunden ist. Dies setzt im Gegensatz zum Satisficing eine vollständige Bewertung des gesamten Alternativenraums voraus. Eine andere Form der Optimierung, die gleichzeitig mit der Anspruchserfüllung arbeitet, wäre beispielsweise die Ausgabenminimierung, bei zuvor gegebener Zielgröße (z. B. Nutzenniveau). Beim Satisficing wird der Aufwand für die Suche nach einer Lösung bei der Kosten-Nutzen-Analyse berücksichtigt. Satisficing ist eine Variante der Begrenzten Rationalität.

Beschreibung

Es gibt zwei Möglichkeiten der Satisfizierung[2]:

Einschränkungen

Menschen wollen zwar rational handeln, sind aber durch begrenzte Kapazitäten bei der Aufnahme und Verarbeitung von Informationen eingeschränkt:

  • Es sind nicht alle Alternativen bekannt bzw. werden in Erwägung gezogen.
  • Es ist nicht immer klar, welche Konsequenzen die jeweilige Alternative hat.
  • Konsequenzen treten in einer Zukunft ein. Der eigene zukünftige Zustand kann oft nicht gut eingeschätzt werden. Das betrifft besonders veränderte Bewertungen des Nutzens bzw. Sinns einer Handlung. Mögliche Hintergründe sind höherstufige Wünsche oder auch grundsätzlich gewandelte Wertvorstellungen.

Erste Lösung

Menschen maximieren nicht, sondern wählen die erste befriedigende Lösung. Was als befriedigend betrachtet wird, ist abhängig vom individuellen Anspruchsniveau.

  • Das Anspruchsniveau orientiert sich an den Erfahrungen des Individuums:
  • Wird das Anspruchsniveau über längere Zeit nicht befriedigt, so sinkt es.
  • Wird das Anspruchsniveau ohne größere Mühe erreicht, so erhöht es sich.

Siehe auch

Weiterführende Literatur

Einzelnachweise

  1. Satisficing – Definition im Gabler Wirtschaftslexikon
  2. Helmut Laux: Entscheidungstheorie. 6. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg/New York 2005, ISBN 3-540-23576-0, S. 54 ff.

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    Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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