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Sieben-S-Modell

Definition

Modell eines Unternehmens mit sieben Kernvariablen, die für die Gestaltung des Unternehmens wesentlich sind und zugleich Ansatzpunkte für Interventionen vonseiten einer Beratung bieten.

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    Ausführliche Definition

    7-S-Modell. 1. Begriff: Modell eines Unternehmens mit sieben Kernvariablen, die für die Gestaltung des Unternehmens wesentlich sind und zugleich Ansatzpunkte für Interventionen vonseiten einer Beratung bieten.

    2. Die Variablen:
    (1) Die Strategie (Strategy) umfasst alle Maßnahmen, die dazu dienen sollen, einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu generieren, d.h. etwa auch eine systematische Ressourcenallokation (Strategieberatung).
    (2) Die Struktur (Structure), d.h. die Aufbauorganisation des Unternehmens, zeigt auf, wer an wen zu berichten hat und wie Aufgaben unterteilt und delegiert werden.
    (3) Die Systeme (Systems) bilden den Rahmen für die Prozesse, die im gewöhnlichen Geschäftsverkehr/Tagesgeschäft ablaufen, bspw. Informationssysteme, Budgetierung, Fabrikationsprozesse, Qualitätskontrolle und Messung der Leistungserfüllung.
    (4) Die Unternehmenskultur (Style) enthält einerseits Elemente, die durch das Management vorgegeben bzw. vorgelebt werden, andererseits aber auch solche, die sich im Unternehmen historisch entwickelt haben.
    (5) Die Menschen/Mitarbeiter (Staff) bedingen die Ausgestaltung des Personalwesens sowie die Demografie des Unternehmens.
    (6) Die gemeinsamen Werte (Shared Values) bestimmen die grundlegende Ausrichtung des Unternehmens. Gemeint sind Werte und Fähigkeiten, die bspw. unter Einbeziehung von Zielvereinbarungen die weitere Unternehmensentwicklung betreffen. Diese Werte müssen von möglichst vielen Mitarbeitern geteilt werden.
    (7) Die Fähigkeiten (Skills) im Sinne des Modells sind die charakteristischen Fähigkeiten, die das Unternehmen als Ganzes am besten beherrscht (Corporate Skills).

    3. Harte und weiche Variablen: Die Variablen sind teils hart und teils weich. Die harten Variablen sind i.d.R. greifbar und im Unternehmen konkret dargelegt. Sie sind bspw. anhand von Strategiepapieren, Unternehmens­plänen, Unternehmensdarstellungen oder Organigrammen nachvollziehbar. Die weichen Variablen sind dagegen kaum materiell greifbar. Fähigkeiten, gemeinsame Werte und kulturelle Elemente entwickeln sich in einem Unternehmen ständig fort.

    Die Effektivität einer Organisation liegt in der Interaktion der verschiedenen Faktoren - so die zentrale Idee des Modells, das im Übrigen auch unter der Bezeichnung McKinsey-7-S bekannt ist (die beiden maßgeblichen Urheber, Thomas J. Peters und Robert H. Waterman waren seinerzeit als Berater bei McKinsey & Company tätig).

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Rolf-Dieter Reineke
      Fachhochschule Nordwestschweiz,
      Hochschule für Wirtschaft,
      Institut Personalmanagement und Organisation (PMO)

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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