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Solid POD

Definition

Der Solid POD ("POD" als Abkürzung für "Personal Online Data") ist ein Speicher für persönliche und soziale Daten. Er wird vom Besitzer kontrolliert und von diesem für bestimmte Anwendungen geöffnet. Er kann auf dem eigenen oder einem fremden Rechner (etwa eines Hosts) liegen. Solid (das Akronym steht für "Social Linked Data") ist das übergeordnete Projekt, das wiederum bestimmte Anwendungen kontrolliert und authentifiziert.

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Allgemein
    2. Hintergrund
    3. Kritik und Ausblick

    Allgemein

    Der Solid POD ("POD" als Abkürzung für "Personal Online Data") ist ein Speicher für persönliche und soziale Daten. Er wird vom Besitzer kontrolliert und von diesem für bestimmte Anwendungen geöffnet. Er kann auf dem eigenen oder einem fremden Rechner (etwa eines Hosts) liegen. Solid (das Akronym steht für "Social Linked Data") ist das übergeordnete Projekt, das wiederum bestimmte Anwendungen kontrolliert und authentifiziert. Tim Berners-Lee, der Initiator von Solid und des Solid POD, will die informationelle Autonomie stärken und letztlich die Privatsphäre schützen.

    Hintergrund

    Das Internet war von Anfang an als dezentrale Struktur angelegt. Tim Berners-Lee nutzte diese für das World Wide Web (WWW), dessen Inhalte auf zahlreiche Server unterschiedlicher Betreiber verteilt und als Kopien auf die individuellen Computer herunterladbar sein sollten. Durch Social-Media-Plattformen und Cloud-Computing-Dienste wurden zentrale Strukturen errichtet und die persönlichen und sozialen Daten bei wenigen weltweit operierenden Anbietern zusammengeführt. Mit dem Solid-Projekt von Tim Berners-Lee sollen die dezentralen Mechanismen wiederhergestellt werden. Dabei spielen die von Befugten gepflegten und beaufsichtigten Solid PODs eine wichtige Rolle.

    Kritik und Ausblick

    Es gab bereits mehrere Projekte, bei denen die informationelle Autonomie zurückgewonnen werden sollte. Die meisten von ihnen, etwa Social Networks, die als Peer-to-Peer-Systeme angelegt waren, scheiterten an der mangelnden Kompetenz oder am fehlenden Interesse der Benutzer, das selbst durch Datenskandale nicht wiederkehrte. Die Informationsethik beschäftigt sich mit diesem Phänomen und auch mit dem Verlust der Privatsphäre in Zeiten der Digitalisierung. Sie widmet sich zusammen mit der Wirtschaftsethik der Verantwortung der Internet- und IT-Firmen bei der Zentralisierung der Daten und der Monopolisierung der Dienste.

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