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Steuerertragshoheit

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Steuerertragskompetenz; Teil der Steuerhoheit.

    1. Begriff: Recht auf das Steueraufkommen. Die Steuerertragshoheit ist geteilt. Verteilung des Steueraufkommens auf Bund, Länder und Gemeinden festgelegt in Art. 106 GG.

    2. Ausprägungen: a) Originäre Steuereinnahmen:
    (1) des Bundes: Finanzmonopol, Zölle, Verbrauchsteuern (mit Ausnahmen), Versicherungsteuer, Abgaben im Rahmen der EU (Abschöpfungen);
    (2) der Länder: Vermögensteuer (gegenwärtig nicht mehr erhoben), Erbschaftsteuer, Kraftfahrzeugsteuer, Verkehrsteuern (mit Ausnahmen), Biersteuer, Spielbankabgabe;
    (3) der Gemeinden und Gemeindeverbände: Grundsteuer, örtliche Verbrauch- und Aufwandsteuer (z.B. Getränkesteuer, Hundesteuer), Gewerbesteuer, an der jedoch Bund und Länder durch eine Umlage (Gewerbesteuerumlage) beteiligt werden.

    b) Gemeinschaftsteuern, an denen Bund und Länder unterschiedlich hoch beteiligt sind (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer).

    3. Aufbau: Verteilung des Steueraufkommens nach einem Mischsystem: a) Trennsystem: Die einzelnen Steuern fließen entweder ausschließlich dem Bund (Bundessteuern), den Ländern (Landessteuern) oder den Gemeinden (Gemeindesteuern) oder in Form der Gemeinschaftsteuern dem Bund und den Ländern gemeinsam zu.

    b) Verbundsystem: Die Gemeinden werden am Länderanteil der Gemeinschaftsteuern und der Bund und die Länder an den Realsteuern beteiligt.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Norbert Dautzenberg
      Jade Hochschule
      Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth/,
      Standort Wilhelmshaven
      Verwalter einer Professur für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre
      Prof. Dr. Wolfgang Eggert
      Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
      Lehrstuhlinhaber des Instituts für Wirtschaftstheorie und Finanzwissenschaft
      Steffen Minter
      Institut für Wirtschaftstheorie und
      Finanzwissenschaften, Albert-Ludwigs-Universität
      Wissenschaftlicher Mitarbeiter

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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      Die Hypothese, der im Folgenden nachgegangen werden soll, ist schon in der Einleitung angeklungen (siehe oben unter A.): Ist die Verleihung einer eigenen Steuerrechtsfähigkeit an die Betriebsstätte sinnvoll und möglich? Dazu ist zunächst zu …
      Steuern werden in § 3 Abs. 1 AO definiert als „Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen und von einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der …

      Sachgebiete