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Rechnungswesen und Controlling

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Das betriebliche Rechnungswesen umfasst Verfahren zur systematischen Erfassung und Auswertung aller quantifizierbaren Beziehungen und Vorgänge der Unternehmung für die Zwecke der Planung, Steuerung und Kontrolle des betrieblichen Geschehens. In der Gesamtorganisation der Unternehmung wird das betriebliche Rechnungswesen häufig als Aufgabenbereich des Controllings eingeordnet, weshalb sie häufig und auch hier in einem Atemzug als Rechnungswesen und Controlling gemeinsam genannt werden.Als eigentliche Aufgaben des Rechnungswesens sind zunächst einmal folgende betriebsinterne Zielsetzungen zu unterscheiden:
    (1) die Abbildung und Kontrolle: mengen- und wertmäßige Erfassung und Überwachung der betrieblichen Prozesse.

    Beispiel: Feststellung von Bestandsveränderungen, Errechnung der Stückkosten, Ermittlung von Beständen.
    (2) die Planung und Steuerung: Wirtschaftlichkeits- und Rentabilitätsrechnungen, die auf Daten des betriebswirtschaftlichen Rechnungswesens basieren, dienen der Unternehmensleitung als Planungsgrundlagen. In externer Hinsicht hat das betrieblichen Rechnungswesen die Rechenschaftslegung zur Aufgabe, aufgrund gesetzlicher Vorschriften (z.B. §§ 238 ff. HGB), die die Unternehmen verpflichten, Rechenschaft über die betrieblichen Abläufe zu legen. Diese Forderung kann nur mit einem funktionierenden Rechnungswesen erfüllt werden. Weiterhin dient das externe Rechnungswesen der Information. Es informiert, teils aufgrund gesetzlicher Veröffentlichungspflicht (z.B. §§ 325 ff. HGB), teils aufgrund freiwilliger Offenlegung Gesellschafter, Gläubiger, Arbeitnehmer, Finanzbehörden und die interessierte Öffentlichkeit über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmung. Die Bezeichnung Controlling ist im Deutschen leicht irreführend, da sie allzu leicht auf den Begriff „Kontrolle“ reduziert wird. Das Englische versteht unter „control“ und „controlling“ mehr, d.h. über Kontrolle im engeren Sinne hinaus auch die Lenkung, Steuerung und Regelung. In diesem Sinne ist Controlling eine Teilfunktion innerhalb der Unternehmensführung, die darauf zielt, dass zum einen die Unternehmensziele explizit und messbar formuliert vorliegen und zum anderen für alle Bereiche im Unternehmen anhand der angestrebten Ziele Handlungsalternativen entwickelt und ausgewählt sowie deren erwartete Ergebnisse geplant werden. Controlling ist vereinfacht ausgedrückt also als Mittel der Steuerung zu verstehen, das sich des Rechnungswesens mit ihrer Quantifizierung möglichst aller betrieblichen Handlungen als relativ objektives Instrument bedient, um ihre Ziele zu realisieren. Im Zuge dessen zielt Controlling natürlich auch darauf, dass die Planungen im laufenden Betrieb überwacht werden und im Abweichungsfall Maßnahmen ergriffen werden, sei es, um in der Durchführung gegenzusteuern, sei es, um zu neuen realistischen Planwerten zu gelangen.

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