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Arbeitsmarktrisiken

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    Ausführliche Definition im Online-Lexikon

    1. Begriff: Die Risiken am Arbeitsmarkt bestehen darin, arbeitslos zu werden und arbeitslos zu bleiben.

    2. Zugangsrisiko: Dieses wird entweder als Verhältnis von arbeitslos gewordenen Personen (Betroffenheitsquote) zu den Erwerbspersonen (Erwerbstätige + Arbeitslose) oder als Verhältnis der neu aufgetretenen Arbeitslosigkeitsfälle zu den Erwerbspersonen gemessen.

    3. Verbleibsrisiko: Dieses wird ausgedrückt durch die durchschnittliche (abgeschlossene) Dauer der Arbeitslosigkeit. Gemessen wird diese als das Verhältnis von Durchschnittsbestand an Arbeitslosen zu Zugang an Arbeitslosen bzw. Zugang an Arbeitslosigkeitsfällen pro Periode. Zugangs- und Verbleibsrisiko ergeben zusammengenommen als Produkt die Arbeitslosenquote. Die Zerlegung der Arbeitslosenquote in die beiden Risiken erlaubt eine Differenzierung der Arbeitsmarktsituation nach dem „Schweregrad der Arbeitslosigkeit” und trägt somit zu einer effizienteren Arbeitsmarktpolitik bei. Die Abbildung „Arbeitsmarktrisiken - Zugangs- und Verbleibsrisiken am Arbeitsmarkt” verdeutlicht diesen Zusammenhang: Die Kurven geben dabei den „geometrischen Ort” aller Kombinationen von Zugangs- und Verbleibsrisiko an, die zur selben Arbeitslosenquote (z.B. 10 oder 5 Prozent) führen. Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen haben sich folglich danach auszurichten,
    (1) das Zugangsrisiko zu verringern,
    (2) das Verbleibsrisiko zu reduzieren und
    (3) den „Schweregrad der Arbeitslosigkeit” zu mindern.

    Vgl. auch Arbeitsmarktpolitik.

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