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Arbeitsmarktrisiken

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Die Risiken am Arbeitsmarkt bestehen darin, arbeitslos zu werden und zu bleiben.

    2. Zugangsrisiko: Dieses wird gemessen entweder als Relation von arbeitslosen Personen zu Erwerbspersonen (Erwerbstätige plus Arbeitslose) (Betroffenheitsquote) oder als Verhältnis der neu aufgetretenen Arbeitslosigkeitsfälle zu den Erwerbspersonen.

    3. Verbleibsrisiko: Dieses wird ausgedrückt durch die durchschnittliche (abgeschlossene) Dauer der Arbeitslosigkeit. Sie wird gemessen als Verhältnis von Durchschnittsbestand an Arbeitslosen zu Zugang an Arbeitslosen bzw. Zugang an Arbeitslosigkeitsfällen pro Periode. Zugangs- und Verbleibsrisiko ergeben zusammengenommen als Produkt die Arbeitslosenquote. Ihre Zerlegung in die beiden Risiken erlaubt eine Differenzierung der Arbeitsmarktsituation nach dem „Schweregrad" der Arbeitslosigkeit und trägt zu einer effizienteren Arbeitsmarktpolitik bei. Die Abbildung „Arbeitsmarktrisiken - Zugangs- und Verbleibsrisiken am Arbeitsmarkt” verdeutlicht diesen Zusammenhang: Die Kurven geben den „geometrischen Ort” aller Kombinationen von Zugangs- und Verbleibsrisiko an, die zur selben Arbeitslosenquote (z.B. 10 oder 5 Prozent) führen. Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen haben sich danach auszurichten,
    (1) das Zugangsrisiko zu verringern,
    (2) das Verbleibsrisiko zu reduzieren und
    (3) somit den „Schweregrad" der Arbeitslosigkeit zu mindern.

    Vgl. auch Arbeitsmarktpolitik.

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      Mindmap Arbeitsmarktrisiken Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/arbeitsmarktrisiken-30087 node30087 Arbeitsmarktrisiken node28168 Arbeitsmarktpolitik node30087->node28168 node33596 Erwerbspersonen node30087->node33596 node31583 Arbeitslosenquote node30087->node31583 node48770 Vollbeschäftigung node48770->node31583 node30126 Arbeitslose node30800 Arbeitslosigkeitsdynamik node30800->node30087 node30800->node30126 node27801 Arbeitslosigkeit node30800->node27801 node35684 Gründungszuschuss node27908 Beveridge-Kurve node29744 Beschäftigungspolitik node28168->node35684 node28168->node27908 node28168->node29744 node49970 Unterbeschäftigung node49970->node31583 node41715 Labor-Force-Konzept node33596->node41715 node30290 Abhängige node30290->node31583 node53490 Erwerbslosenquote node31583->node53490 node48893 unselbstständige Erwerbspersonen node48893->node33596 node51344 Erwerbstätigenrechnung node51344->node33596
      Mindmap Arbeitsmarktrisiken Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/arbeitsmarktrisiken-30087 node30087 Arbeitsmarktrisiken node33596 Erwerbspersonen node30087->node33596 node31583 Arbeitslosenquote node30087->node31583 node28168 Arbeitsmarktpolitik node30087->node28168 node30800 Arbeitslosigkeitsdynamik node30800->node30087

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Privatdozent Dr. rer. soc. Fred Henneberger
      Universität St. Gallen (HSG)
      Dozent für Volkswirtschaftslehre
      Prof. Dr. Berndt Keller
      Universität Konstanz,
      FB Politik-/Verwaltungswissenschaft
      - Arbeits- und Sozialpolitik -
      Professor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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