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Generationen-Management

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    Inhaltsverzeichnis

    1. Definition
    2. Merkmale
    3. Kritik

    Definition

    engl. Generation Management, Teilbereich von Diversity Management, Summe aller organisationalen Gestaltungsfelder und Einzelmaßnahmen zur Förderung der Zusammenarbeit verschiedener Altersgruppen in der Organisation.

    Merkmale

    Generationen-Management nimmt Bezug auf den historisch-gesellschaftlichen Generationenbegriff des Soziologen Karl Mannheim. Demnach versteht man unter einer Generation eine gesellschaftliche Kohorte, die Geburtsperiode und prägende kollektive Ereignisse (z.B. die Terroranschläge vom 11. September 2001) in Kindheit und Jugend teilt. Nach der Sozialisationshypothese entstehen grundlegende Wertvorstellungen eines Menschen weitgehend in den Kinder-, Jugend- und frühen Erwachsenenjahre und reflektieren den während dieser Phase vorherrschenden Zeitgeist. Eine allgemeingültige Generationen-Gliederung existiert für die Arbeitswelt in Deutschland noch nicht. Oftmals werden die deutschen Arbeitnehmer-Generationen in folgende fünf Gruppen eingeteilt: Nachkriegs-Generation (geboren circa 1945 bis 1955), Baby Boomer (geboren ca. 1956 bis 1965), Generation X (geboren circa 1966 bis 1980), Generation Y (geboren circa 1981 bis 1995) und Generation Z (geboren ca. 1996 bis 2010). Obgleich sich auch gegenteilige Befunde finden, zeigen mehrere Studien einen Abfall der Gruppeneffektivität mit zunehmender Altersheterogenität. Kommt es infolge unterschiedlicher Vorstellungen und Verhaltensweisen der Altersgruppen zu Auseinandersetzungen in der Organisation, spricht man, wie im familiären Kontext, von Generationenkonflikten. Maßnahmen zur Sensibilisierung für die Wünsche und Stärken der einzelnen Generationen sowie die bewusste Gestaltung der intergenerativen Zusammenarbeit helfen, Konflikte zu vermeiden und die Vorteile von Generationen-Vielfalt (u.a. höhere Problemlösefähigkeit) auszuschöpfen.

    Kritik

    Der Generationenzugehörigkeits-Ansatz impliziert eine bewusste Kategorisierung, um Komplexität zu reduzieren. Neben Aspekten wie u.a. Lebensphase, Geschlecht, geographische Herkunft, sozioökonomischer Hintergrund oder Familienstrukturen bietet er ein ergänzendes Erklärungsmuster für das Verhalten von Menschen unterschiedlichen Alters. Ein Großteil der empirischen Studien zu Generationen-Unterschieden ist indes nicht quantitativ ausgerichtet und vermischt Alters-, Generationen- oder Lebensphasen Effekte.

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