Direkt zum Inhalt

Reputationsmanagement

Definition

Das Reputationsmanagement umfasst Planung, Aufbau, Pflege, Steuerung und Kontrolle des Rufs einer Organisation gegenüber allen relevanten Stakeholdern.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Das Reputationsmanagement umfasst Planung, Aufbau, Pflege, Steuerung und Kontrolle des Rufs einer Organisation gegenüber allen relevanten Stakeholdern.

    2. Ziel: Die Reputation bezeichnet den Ruf eines Unternehmens, der sich aus gruppenbezogenen Wahrnehmungs- und Interpretationsvorgängen ergibt. Er kennzeichnet den Informationsstand Dritter, für wie vertrauenswürdig sie eine Organisation halten. Vertrauen als zentrale Komponente des Rufs macht Reputation zu einer subjektiv und kollektiv bewerteten Größe, die die Qualität der Bekanntheit der Organisation innerhalb einer Stakeholdergruppe angibt. Eine „gute Reputation“ kann daher als gruppenbezogene, hoch flüchtige Momentaufnahme von Zielgruppen verstanden werden, bei der normativ betrachtet das geplante Soll-Image (Fremdbild) mit dem gemessenen Ist-Image übereinstimmt.

    3. Aspekte: Vertrauen gilt als erfolgskritische Größen, da es als sog. weicher Faktor die Erreichung von Erfolgszielen z.B. bei Vertragsabschlüssen beeinflusst. Da Reputation gruppenabhängig ist, geht das individuelle Vertrauen in eine personenübergreifende Kontextgröße von Organisationen über, die sich in Teilöffentlichkeiten wie z.B. Stakeholdergruppen herausbildet. Unterscheidet man hierbei Vertrauenswürdigkeit und -bereitschaft, so kennzeichnet im Ideal ein guter Ruf den Tausch von Reputation gegen Vertrauen, der Unsicherheit und damit verbundene Transaktionskosten von Organisationen und ihren Zielgruppen senkt. Werden solche Kosten für maßgeblich erachtet, so wird Reputationsmanagement zu einem Kontroll- und Steuerungsmechanismus von Unternehmen gegenüber ihren Stakeholdergruppen.

    4. Instrumente und Einordnung: Da Reputation nicht nur von Kommunikation, sondern v.a. vom beobachteten Organisationsverhalten abhängt, betont das Reputationsmanagement die Notwendigkeit, Handlung und Kommunikation von Unternehmen aufeinander abzustimmen, sodass Reputationsmanagement den Anspruch der integrierten Kommunikation ausdrückt und ein Teil der Unternehmenskommunikation ist.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Reputationsmanagement Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/reputationsmanagement-52687 node52687 Reputationsmanagement node46437 Öffentlichkeitsarbeit node52687->node46437 node40172 integrierte Kommunikation node52687->node40172 node52682 Unternehmenskommunikation node52687->node52682 node52688 harte und weiche ... node46437->node52688 node43008 Reputation node46437->node43008 node50461 Vertrauen node46437->node50461 node44206 Public Relations (PR) node46437->node44206 node52704 Krisenkommunikation node52704->node52687 node52704->node52688 node52704->node43008 node52704->node52682 node37353 Krisenmanagement node52704->node37353 node52703 Issues Management node52703->node52687 node52703->node52704 node52703->node44206 node52703->node52682 node45400 Schlüsselbild node40172->node45400 node31471 Aktualisierung node40172->node31471 node30453 Corporate Design node40172->node30453 node38244 Kommunikationsmittel node40172->node38244 node52672 interne Kommunikation node53536 Skandal node52682->node46437 node52682->node44206 node52682->node52672 node52682->node53536
      Mindmap Reputationsmanagement Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/reputationsmanagement-52687 node52687 Reputationsmanagement node40172 integrierte Kommunikation node52687->node40172 node52682 Unternehmenskommunikation node52687->node52682 node46437 Öffentlichkeitsarbeit node46437->node52687 node52703 Issues Management node52703->node52687 node52704 Krisenkommunikation node52704->node52687

      News SpringerProfessional.de

      • Unternehmen profitieren von Corporate Volunteering

        Engagieren sich Mitarbeiter freiwillig für das Gemeinwohl, profitieren nicht nur gemeinnützige Organisationen und Gesellschaft davon, sondern auch Unternehmen. Wie Corporate Volunteering geplant und in der Unternehmensstrategie verankert wird.

      • Was Bewerber garantiert abschreckt

        Sie sollen Status symbolisieren und modern daher kommen, erreichen aber das genaue Gegenteil. Arbeitsuchende empfinden englische Jobtitel häufig als unnötig aufgebläht. Keep ist simple, ist der bessere Anglizismus im Recruiting.

      • Big Brother im Büro

        Die totale Überwachung von Mitarbeitern ist längst keine negative Utopie mehr, wie sie George Orwell oder Dave Eggers in ihren Romanen heraufbeschwören. Unternehmen können bereits jetzt die Aktivitäten ihrer Angestellten rundum erfassen. Wissenschaftler warnen vor Missbrauch.

      • Private Equity in Deutschland boomt

        Unternehmen günstig kaufen und mit Gewinn verkaufen. Das ist das Konzept von Private Equity-Gesellschaften. Sie sind in Deutschland nach wie vor sehr aktiv, wie eine aktuelle Studie zeigt.

      • Zu wenig Innovation vor lauter Transformation

        Im BCG-Innovations-Ranking 2018 liegen US- und Digitalunternehmen klar vorn. Deutsche Firmen sind erst ab Platz 21 zu finden. Doch was hemmt hierzulande eigentlich die Innovationskraft?

      • Talentierte Mitarbeiter finden und binden

        Im hart gewordenen "War for Talents", in dem Fachkräfte begehrter denn je sind, vergessen Unternehmen offenbar, auf die internen Talente zu setzen. Dabei schlummern in der Belegschaft oft ungeahnte Potenziale.

      • Digitalisierung in betrieblicher Altersvorsorge angekommen

        Mittlerweile ist die Digitalisierung auch in der betrieblichen Altersvorsorge angekommen. Die aktuelle Mercer-Studie deckt Details auf und erklärt, wieso sich zwei Drittel der befragten Unternehmen eine digitale Informationsplattform wünschen.

      • Industrie 4.0 – und Schicht im Schacht?

        Je nach Standpunkt und Blickwinkel scheint der Trend zu Digitalisierung und Vernetzung der Industrie zur Industrie 4.0 positive oder negative Auswirkungen auf die Arbeitsplatzentwicklung zu versprechen. Wirtschaftsforscher haben jetzt eine Gesamtschau versucht.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Jan Lies
      FOM, Hochschule fuer Oekonomie und Management, Essen
      Professor fuer BWL, inbesondere Unternehmenskommunikation und Marketing

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Anabel Ternès und Christopher Runge zeigen am Beispiel des „War for Talents“ um die bestqualifizierten Mitarbeiter, dass es sich auszahlt, in eine hohe Reputation zu investieren. Ziel des Reputationsmanagements muss es daher sein, sich gegenüber M
      ​Anabel Ternès und Christopher Runge zeigen am Beispiel Banken, dass es sich auszahlt, in eine hohe Reputation zu investieren. Unternehmen mit einem guten Ansehen können höhere Preise verlangen, Kunden gewinnen und binden, die besten Mitarbeiter für
      Anabel Ternès und Christopher Runge zeigen am Beispiel von Stiftungen, Verbänden und Vereinen, dass es sich auszahlt, in eine hohe Reputation zu investieren. Binnen Sekunden verbreiten sich schlechte Nachrichten und Bewertungen über soziale Netzwerke

      Bücher auf springer.com

      versandkostenfrei von springer.com

      Sachgebiete