Direkt zum Inhalt

Krisenkommunikation

Definition

Krisenkommunikation ist der Teil des Krisenmanagements, der der Einflussnahme auf weiche Faktoren (harte und weiche Faktoren) dient um Unternehmenskrisen zu verhindern oder zu bewältigen.

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Krisenkommunikation ist der Teil des Krisenmanagements, der der Einflussnahme auf weiche Faktoren (harte und weiche Faktoren) dient um Unternehmenskrisen zu verhindern oder zu bewältigen.

    2. Ziel: Wenn Reputation das Oberziel von Unternehmenskommunikation ist, besteht das Ziel von Krisenpräventionskommunikation darin, Reputationsschäden durch Vermeidung künftiger Krisen möglichst zu verhindern. Bei bereits eingetretenen Krisen hilft Krisenkommunikation dabei, das Ausmaß der Reputationsschäden einzugrenzen.

    3. Abgrenzung und Instrumente: Krisenpräventionskommunikation ist eine anlassbezogene Anwendung des Stakeholder-Ansatzes. Mithilfe des Issues Managements wird das Organisationshandeln im Hinblick auf mögliche Stakeholder-Ansprüche überprüft und angepasst. Die Krisenprävention beinhaltet normativ anzupassende Verhaltensweisen grundlegend durch Kulturmanagement zu verstetigen und mithilfe der Corporate Governance durchzusetzen. Zur Krisenprävention gehört auch, die Erstellung von Krisenszenarien und -plänen zu unterstützen sowie Krisenreaktionsstrukturen in Organisationen mit Blick auf die Kommunikationsbedürfnisse der Dialoggruppen einzurichten. Im Falle bereits eingetretener Krisen gehören die Führungskräfte- und Mitabeiterinformation zu den Instrumenten wie auch die Presse- und Medienarbeit. Weiter zählt die Vorbereitung des Managements auf Krisensituationen mittels Kommunikationstrainings dazu.

    4. Aspekte: Krisen sind aus Organisationssicht dazu geeignet, den Fortbestand einer Organisation zu gefährden, sodass Krisenkommunikation zu den strategischen Kommunikationsaufgaben gehört. Krisen sind durch ihr oft überraschendes Element und als eine Phase hoher Dynamik gepaart mit hohem Zeitdruck sowie erhöhter Aufmerksamkeit Dritter in Kombination mit Informationsknappheit sowie erhöhter Emotionalität durch z.T. persönliche Betroffenheit gekennzeichnet. Darum sind Krisen in bes. Weise geeignet, die Reputation einer Organisation und/oder ihres Managements zu beschädigen. Krisenkommunikation ist daher eine anlassbezogene Form des Reputationsmanagements.

     

     

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Krisenkommunikation Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/krisenkommunikation-52704 node52704 Krisenkommunikation node46282 Stakeholder-Ansatz node52704->node46282 node52682 Unternehmenskommunikation node52704->node52682 node37353 Krisenmanagement node52704->node37353 node43008 Reputation node52704->node43008 node52688 harte und weiche ... node52704->node52688 node46437 Öffentlichkeitsarbeit node46437->node43008 node43516 Stakeholder Value node43516->node46282 node30726 Anteilseigner node27010 Anspruchsgruppen node46282->node30726 node46282->node27010 node44206 Public Relations (PR) node52672 interne Kommunikation node53536 Skandal node52682->node46437 node52682->node44206 node52682->node52672 node52682->node53536 node49642 Unternehmenskultur node49642->node43008 node31542 Agency-Theorie node52536 Gesetz zur Kontrolle ... node37353->node52536 node42100 operative Frühwarnung node37353->node42100 node43088 strategische Frühaufklärung node37353->node43088 node49331 Unternehmungskrise node37353->node49331 node43008->node31542 node41182 Kybernetik node52661 Change Communications node28354 Change Management node28000 Balanced Scorecard node52688->node41182 node52688->node52661 node52688->node28354 node52688->node28000 node51589 Corporate Social Responsibility node51589->node46282
      Mindmap Krisenkommunikation Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/krisenkommunikation-52704 node52704 Krisenkommunikation node37353 Krisenmanagement node52704->node37353 node52688 harte und weiche ... node52704->node52688 node43008 Reputation node52704->node43008 node52682 Unternehmenskommunikation node52704->node52682 node46282 Stakeholder-Ansatz node52704->node46282

      News SpringerProfessional.de

      • Persönlichkeit und Motivation müssen stimmen

        Beim Besetzen vakanter Stellen achten Vertriebsleiter oft stärker auf die fachliche Qualifikation der Bewerber als auf deren Persönlichkeit und Motivation. Michael Schwartz, Leiter des Instituts für integrale Lebens- und Arbeitspraxis in Esslingen, erläutert, warum diese beiden Faktoren im Vertrieb so wichtig sind.

      • Neue Recruitingstrategien gegen den Fachkräftemangel

        Für den deutschen Mittelstand wird der Fachkräftemangel zum Geschäftsrisiko, zeigen Studien. Und die Situation soll sich noch verschärfen. Höchsten Zeit also, bei der Personalbeschaffung neue Weg zu gehen, so Gastautor Steffen Michel. 

      • Weniger IPO-Prospekt, dafür mehr Anlegerschutz

        Wer sich bislang per Börsengang Geld am Kapitalmarkt besorgen wollte, musste einen aufwendigen Prospekt erstellen. Eine Neuregelung sorgt jetzt bei kleineren IPOs (Initial Public Offering) für Abhilfe. Wie die Voraussetzungen aussehen, erklärt Rechtsanwalt Jörg Baumgartner in seinem Gastbeitrag.

      • Whatsapp startet Business-Offensive

        Im Servicefall können Verbraucher einige Unternehmen bereits über den Messenger-Dienst Whatsapp kontaktieren. Doch was passiert, wenn der Kundenservice Nachrichten initiativ versendet? Ein neues Business-Tool soll genau das ermöglichen.

      • Kundennutzenmodelle im B2B-Vertrieb von E-Marktplätzen

        Elektronische B2C-Marktplätze müssen ihre über Jahre errungene dominante Marktstellung in Gewinne umzumünzen, ohne ihre Marktstellung zu gefährden. Dazu gehört, Preise für langjährige Händler drastisch zu erhöhen. Kundennutzenmodelle spielen dabei eine wichtige Rolle.

      • "Belastete Geschäftsmodelle sind meistens nicht genug innoviert"

        Der ehemalige Roland-Berger-Krisenberater Thomas Knecht hat an der Spitze von Hellmann den Turnaround des weltweiten Logistikers geschafft. Branche und Wirtschaft fordert er zu mehr Wachsamkeit auf. Im Interview spricht er über Anpassungsfähigkeit und Insolvenzschutz.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Jan Lies
      FOM, Hochschule fuer Oekonomie und Management, Essen
      Professor fuer BWL, inbesondere Unternehmenskommunikation und Marketing

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Alle relevanten Bücher, Zeitschriften und Artikel zum Thema auf einen Blick.
      Eines vorneweg: Detaillierte und stets verlässliche Regeln, wie mit Krisen umgegangen werden sollte, können im Grunde genommen nicht aufgestellt werden. Warum? Weil es unendlich viele Möglichkeiten und Arten von Krisen gibt.
      Dieses Buch veranschaulicht das facettenreiche Spektrum an Krisensituationen, die für Tourismusorganisationen relevant sind. Mit welchen Strategien und Instrumenten der Krisenkommunikation lässt sich wirksam gegensteuern? Experten aus …

      Sachgebiete