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Bevölkerungsvorausschätzung

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    existiert in drei Formen, denen jeweilige Ziele zugrunde liegen: 1. Bevölkerungsprognose: will die zukünftige Bevölkerungsentwicklung aufgrund möglichst realistischer Annahmen über die Entwicklung der Fertilität, Mortalität und Migration (Wanderung) treffen.

    Neben konventionellen Methoden wie z.B. Extrapolation werden verfeinerte Methoden wie die Kohorten-Komponenten-Methode angewendet. In ihr werden alters- und geschlechtsspezifische Prognosevarianten an den einzelnen Altersstufen angebracht (Bevölkerungspyramide).

    2. Bevölkerungsprojektion will einen (meist gegenwärtigen) Zustand in die Zukunft verlängern, um seine Tendenz und Dynamik anschaulich zu machen (Querschnitt wird zu Anschauungszwecken in einen Längsschnitt verwandelt). Es ist üblich, aus der jährlichen Wachstumsrate  das Bevölkerungsvolumen zu einem bestimmten künftigen Zeitpunkt oder die Verdopplungszeit einer Bevölkerung in Jahren zu errechnen.

    Vgl. auch Bevölkerungsstatistik.

    3. Bevölkerungsvorausberechnung ist die gebräuchlichste Vorgehensweise zur Berechnung, Festsetzung geeigneter Annahmen und Präsentation der Ergebnisse. Entscheidend sind die Annahmen zur natürlichen Bevölkerungsbewegung (durchschnittliche Kinderzahl je Frau, Lebenserwartung der Geschlechter) und zur Zu- und Abwanderung (Wanderungssaldo). Deutschland legt unter Federführung des Statistischen Bundesamtes (StBA) in Abständen „koordinierte“ Bevölkerungsvorausberechnungen vor mit ca. 3 Varianten für jeden relevanten Bevölkerungsvorgang.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Prof. Dr. Josef Schmid
      Lehrstuhl für Bevölkerungswissenschaft,
      Otto-Friedrich Universität Bamberg
      o. ö. (em.) Universitätsprofessor
      Dr. Susanne Schmid
      Hanns-Seidel-Stiftung,
      Referat II/7: Arbeit und Soziales,
      Demographischer Wandel,
      Familie, Frauen und Senioren
      Referatsleiterin
      Katrin Schmidt
      Bundesagentur für Arbeit,
      Zentrale
      Referentin Arbeitsmarktberichterstattung

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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