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Neuer Markt

Definition

bezeichnet ein 1997 von der Deutschen Börse AG geschaffenes Börsensegment für Wachstums- und Technologieunternehmen mit internationaler Ausrichtung. Ziel des Neuen Marktes war es, kleinen und mittleren innovativen Unternehmen neue Wege der Eigenkapitalfinanzierung zu eröffnen und im Gegenzug den risikobewussten nationalen und internationalen Investoren rentable Kapitalanlagemöglichkeiten zu bieten.

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    Ausführliche Definition

    ehemaliges Wachstumssegment der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB), gegründet am 10.3.1997, eingestellt zum 5.6.2003. Ziel des Neuen Marktes war es, risikobewusste Investoren und wachstumsstarke und innovative Unternehmen zusammenzuführen, um den Unternehmen neue Chancen der Eigenkapitalaufnahme zu eröffnen. Für die am Neuen Markt notierten Unternehmungen wurden erweiterte Publizitätsvorschriften eingeführt (Rechnungslegung nach IAS, US-GAAP oder GoB mit Überleitung, daneben Quartalsberichte).

    Der Neue Markt zeichnete sich zudem durch eine aktive Vermarktung durch die Deutschen Börse AG aus, wobei Liquidität durch ein umfassendes Betreuersystem gewährleistet werden sollte. Trotzdem gab es mit dem Nachlassen des Börsenbooms im Jahr 2000 einige Qualitätsprobleme mit Unternehmen des Neuen Marktes, die mit den bisherigen rechtlichen Regelungen nicht bewältigt werden konnten. Die Deutsche Börse AG beschloss daher infolge des Vierten Finanzmarktförderungsgesetzes (FMG) eine Neusegmentierung ihrer Struktur, begleitet von neuen rechtlichen Rahmenbedingungen. Nach seiner Einstellung wurde das Segment in den General Standard bzw. Prime Standard überführt.

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