Direkt zum Inhalt

Übergangsarbeitsmärkte

Geprüftes Wissen

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff: spezifische institutionelle Arrangements, die sämtliche unvermeidlichen Übergänge auf dem Arbeitsmarkt bzw. deren Risiken im Erwerbsverlauf absichern sollen, nicht nur die zwischen Beschäftigung und Nicht-Beschäftigung. Ziel ist die Schaffung flexibler, aber gesicherter Übergänge.

    2. Charakteristika: Flexible Beschäftigungssicherheit beinhaltet: Brücken zwischen Erwerbstätigkeit und anderen produktiven Tätigkeiten, Absicherung durch Tarifverträge und Recht oder Gesetz, Kombination niedriger und unstetiger Lohneinkommen mit Transfer- oder Vermögenseinkommen, Finanzierung von Arbeit statt Arbeitslosigkeit. Sog. Beschäftigungsbrücken schaffen Übergänge zwischen Bildung und Beruf, Teilzeit- und Vollzeit- bzw. selbstständiger und abhängiger Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Beschäftigung, Bildungs- und Beschäftigungssystem, privater Haushalts- und Erwerbstätigkeit, Erwerbstätigkeit und Rente.

    3. Wirkungen: Übergangsarbeitsmärkte versuchen die Konzepte von Flexibility und Security zu verbinden (Flexicurity). Bedeutsam ist das Modell der Übergangsarbeitsmärkte u.a. für atypische Beschäftigungsverhältnisse (Atypische Beschäftigung).

    Vgl. auch Arbeitsmarktpolitik.

    GEPRÜFTES WISSEN
    Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
    Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
    Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Autoren der Definition

      Privatdozent Dr. rer. soc. Fred Henneberger
      Universität St. Gallen (HSG)
      Dozent für Volkswirtschaftslehre
      Prof. Dr. Berndt Keller
      Universität Konstanz,
      FB Politik-/Verwaltungswissenschaft
      - Arbeits- und Sozialpolitik -
      Professor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Das „Modell Deutschland“ stammt aus einer Begriffswelt, die Mitte der siebziger Jahre die politische Sprache in der Bundesrepublik prägte. Es war wohl Helmut Schmidt, der das Konzept in den Bundestagswahlkampf 1976 eingeführt hat, und für eine …
      Bildungsexpansion, wirtschaftliche Entwicklung und auf Flexibilität ausgerichtete Qualifikationsanforderungen machen die Fort- und Weiterbildung im Berufsverlauf notwendig. Das Kapitel untersucht die Sozialstruktur der Beteiligung an beruflicher …
      Das Kapitel vermittelt einen Überblick über die wesentlichen sozialwissenschaftlichen Theorien der Lohnbildung in Arbeitsmärkten. Durch die Unterscheidung zwischen Theorien der Lohnbildung auf Wettbewerbsmärkten, bei beschränktem Wettbewerb sowie …