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Übergangsarbeitsmärkte

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: spezifische institutionelle Arrangements, die sämtliche unvermeidlichen Übergänge auf dem Arbeitsmarkt bzw. deren Risiken im Erwerbsverlauf absichern sollen, nicht nur die zwischen Beschäftigung und Nicht-Beschäftigung. Ziel ist die Schaffung flexibler, aber gesicherter Übergänge.

    2. Charakteristika: Flexible Beschäftigungssicherheit beinhaltet: Brücken zwischen Erwerbstätigkeit und anderen produktiven Tätigkeiten, Absicherung durch Tarifverträge und Recht oder Gesetz, Kombination niedriger und unstetiger Lohneinkommen mit Transfer- oder Vermögenseinkommen, Finanzierung von Arbeit statt Arbeitslosigkeit. Sog. Beschäftigungsbrücken schaffen Übergänge zwischen Bildung und Beruf, Teilzeit- und Vollzeit- bzw. selbstständiger und abhängiger Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Beschäftigung, Bildungs- und Beschäftigungssystem, privater Haushalts- und Erwerbstätigkeit, Erwerbstätigkeit und Rente.

    3. Wirkungen: Übergangsarbeitsmärkte versuchen die Konzepte von Flexibility und Security zu verbinden (Flexicurity). Bedeutsam ist das Modell der Übergangsarbeitsmärkte u.a. für atypische Beschäftigungsverhältnisse (Atypische Beschäftigung).

    Vgl. auch Arbeitsmarktpolitik.

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      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Privatdozent Dr. rer. soc. Fred Henneberger
      Universität St. Gallen (HSG)
      Dozent für Volkswirtschaftslehre
      Prof. Dr. Berndt Keller
      Universität Konstanz,
      FB Politik-/Verwaltungswissenschaft
      - Arbeits- und Sozialpolitik -
      Professor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

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