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Kryptographie

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    Ausführliche Definition

    Anwendung mathematischer Verfahren, um Techniken und Algorithmen zu entwickeln, welche die Sicherheit der Daten schützen. Sicherheit umfasst in diesem Zusammenhang bes. Vertraulichkeit, Integrität und die Authentifizierung (Methoden zur Überprüfung der Identität des Senders übermittelter Daten, der z.B. an der Tätigkeit eines Zahlungssystems beteiligt ist, und zur Bestätigung, dass eine Nachricht bei der Übermittlung nicht verändert wurde).

    Zu unterscheiden ist dabei zwischen symmetrischer und asymmetrischer Kryptographie. Bei symmetrischer Kryptographie verwenden Sender und Empfänger den gleichen Schlüssel, den jeder geheim halten bzw. schützen muss. Bei asymmetrischer Kryptographie verwendet jeder Teilnehmer ein Schlüsselpaar, von dem ein Schlüssel geheim zu halten ist und ein Schlüssel öffentlich bekannt gemacht wird. Die Identität des öffentlichen Schlüssels muss gewährleistet werden. Dies kann durch einen sog. Identifizierungsdienst (Public Key Infrastructure) oder durch bilaterale Absprachen gewährleistet werden. Durch die asymmetrische Kryptographie ist eine digitale Signatur möglich, die unter bestimmten technischen und organisatorischen Voraussetzungen zum rechtlichen Äquivalent einer handgeschriebenen Unterschrift wird. Diese Voraussetzungen sind im dt. Signaturgesetz geregelt (v.a. die Zertifizierung der Schlüssel durch einen zugelasssenen Zertifizierungsdienstleister).

    Vgl. auch Verschlüsselung.

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      Autoren der Definition

      Jochen Metzger
      Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
      Bundesbankdirektor, Leiter des Zentralbereichs Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme
      Prof. Dr. Richard Lackes
      Technische Universität Dortmund,
      LS für Wirtschaftsinformatik
      Universitätsprofessor
      Dr. Markus Siepermann
      Technische Universität Dortmund,
      LS für Wirtschaftsinformatik
      Wissenschaftlicher Mitarbeiter
      Prof. Dr. Tobias Kollmann
      Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen
      Lehrstuhl für E-Business und E-Entrepreneurship

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Man unterscheidet bei der Übertragung elektronischer Dokumente und Daten zwei Arten der Verschlüsselung: die symmetrische und die asymmetrische Kryptographie.
      Wir wenden uns nun dem zweiten Aspekt der Kanalcodierung zu — Geheimhaltung von Nachrichten. Man codiere (oder verschlüssele) einen Text T in der Form c(T) Zu c gibt es eine Abbildung d, die wir wiederum Decodierung nennen, so dass d(c(T)) = T …
      Die Kryptographie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten von einer Geheimwissenschaft zu einer blühenden mathematischen Disziplin gewandelt, die in einzigartiger Weise reine Mathematik, zum Beispiel Algebra und Zahlentheorie, mit Anwendungen …