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Revision von Stückliste vom 12.06.2009 - 11:37

Stückliste

Definition
Eine Stückliste beschreibt die mengenmäßige Zusammensetzung eines Erzeugnisses aus seinen Einzelteilen. Die Stückliste gibt dabei an, wie viele Mengeneinheiten eines bestimmten Teils oder einer bestimmten Baugruppe auf untergeordneter Erzeugnisstrukturebene benötigt werden, um eine Einheit des Erzeugnisses auf übergeordneter Erzeugnisstrukturebene herzustellen.

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    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Tabellarische Darstellung einer Erzeugnisstruktur, in der die zur Herstellung eines übergeordneten Teils (Endprodukt oder Baugruppe) benötigten untergeordneten Teile mit ihren Mengenkoeffizienten aufgeführt sind; wichtige Angaben (bez. der untergeordneten Teile): Teilenummer, evtl. Variantennummer (Varianten), Teilebezeichnung, Mengenkoeffizient, evtl. Verweis auf zugehörige Konstruktionszeichnung u.a.

    Für normalisierte Teile und Aggregate (Normalisierung) werden Normal-Stücklisten angelegt. Als Konstruktions-Stückliste wird die funktionelle Gliederung eines komplexen Fertigprodukts dargestellt; für die Bedarfsermittlung werden fertigungsbezogene Stücklisten benötigt.

    2. Grundformen: a) Baukastenstückliste (einstufige Stückliste): enthält nur die Teile der nächsttieferen Fertigungsstufe.

    b) Strukturstückliste (mehrstufige Stückliste): enthält alle Teile über alle Fertigungsstufen hinweg, die zur Herstellung des übergeordneten Teils erforderlich sind, in hierarchischer Anordnung nach den Fertigungsstufen.

    c) Mengenübersichtsstückliste: summarische Aufstellung aller Teile, die in einer Erzeugnisstruktur vorkommen. Teile, die mehrfach auftreten, werden nur einmal (mit der Gesamtmenge) aufgeführt.

    d) Sonderformen: Varianten-Stückliste und Matrix-Stückliste (Gozinto-Graph).

    3. Verwendung: an vielen Stellen eines Produktionsbetriebs, v.a. bei der deterministischen Bedarfsplanung, Konstruktion, Vor- und Nachkalkulation.

    Vgl. auch Teileverwendungsnachweis, Stücklistenauflösung.

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