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Handelsmarke

Definition

Waren- oder Firmenkennzeichen, mit denen Handelsbetriebe Waren versehen oder ver­sehen lassen, wodurch sie als Eigner oder Dispo­sitionsträger der Marke auftreten.

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    Ausführliche Definition

    engl. Private Brand, Store Brand, Distributor Brand, Private Label; sind Waren- oder Firmenkennzeichen, mit denen Handelsbetriebe Waren versehen oder ver­sehen lassen, wodurch sie als Eigner oder Dispo­sitionsträger (= Disposition über die Gestaltung der Marke) der Marke auftreten. Konsequen­terweise verfügen Handelsmarken über einen auf das jeweilige Handelsunter­nehmen oder die Handelsgruppe begrenzten Distributionsgrad. Häufig werden die Begriffe „Handelsmarke“ und „Eigenmarke“ sowie „Hausmarke“ synonym verwendet. Während Haus- und Eigenmarken jedoch i.d.R. zu einem einzelnen Unternehmen gehören, können Handelsmarken auch die Schöpfung von großen Handelsgruppen sein.

    Traditionell wurden Handelsmarken als preisgünstige Alternative gegenüber Markenartikeln eingeführt oder weil Markenartikelhersteller das Handelsunternehmen (insbesondere Discounter) nicht mehr belieferten.  Heute sind Handelsmarken Ausdruck eines aktiven Handelsmarketing zur Profilierung im Absatzmarkt, Sortimentsbereinigung und somit Festigung der Nachfrageposition gegenüber den Lieferanten. Konsequenterweise reicht das Spektrum der Handelsmarken von der Premium-Handelsmarke (= oberes Preissegment) über die klassische Handelsmarke (= mittleres Preissegment) bis zur Discount-Handelsmarke (= unteres Preissegment).

    Typische Vertreter von Handelsmarken sind Tandil (Aldi Süd), Mibell (Edeka), AS (Schlecker), Tip (Real, Extra), Aro (Metro Cash & Carry) und Erlenhof (Rewe).

    Vgl. auch No Names.

     

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      Autoren der Definition

      Prof. Dr. Christoph Burmann
      Lehrstuhl für innovatives Markenmanagement
      Lehrstuhlinhaber
      Prof. Dr. Alexander Hennig
      Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim
      Professor für Handelsmanagement
      Prof. Dr. Willy Schneider
      Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim
      Studiengang BWL-Handel
      Professor

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Die Ausgangsüberlegung der vorliegenden Studie ist die Frage, warum viele Handelsmarken noch mit Preisabschlag im Vergleich zu Herstellermarken verkauft werden (müssen?), obwohl die objektive Qualität u.a. nach Ergebnissen der Stiftung Warentest …
      Handelsmarken und Herstellermarken nähern sich in der Betrachtung des Konsumenten immer stärker einander an. Dadurch ergibt sich letztendlich die größere Herausforderung für die Herstellermarken, sich klarer zu differenzieren, zumal es im Zeitalter d
      Dieses Buch liefert die Grundlagen für eine professionelle Führung von Handelsmarken und diskutiert strategische und operative Aspekte. Dabei zeigt es die Unterschiede zu Herstellermarken, verschiedene Erscheinungsformen von Handelsmarken sowie …

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