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Photovoltaikanlage

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Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

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    Ausführliche Definition im Online-Lexikon

    Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist gesetzlich festgelegt, dass örtliche Stromnetzbetreiber verpflichtet sind, den produzierten Solarstrom abzukaufen. Garantiert ist die dauerhafte Vergütung für das Jahr der Inbetriebnahme und die folgenden 20 Jahre. Die Einspeisevergütung ist das staatliche Förderinstrument zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Erst durch diese Vergütung wurden Photovoltaikanlagen als Investitionsobjekt wirtschaftlich attraktiv. Dem Betreiber einer Photovoltaikanlage wird über einen Zeitraum von 20 Jahren eine feste Vergütung für den eingespeisten Strom garantiert. Die Höhe der Vergütung hängt davon ab, in welchem Monat die Anlage in Betrieb genommen wird. Spätere Absenkungen betreffen nur die dann in Betrieb gehenden Anlagen. Die Bundesnetzagentur hat ursprünglich die Vergütungssätze jährlich angepasst. Wegen der ursprünglich sehr hohen Einspeisevergütung war es zunächst immer sinnvoll, den Strom komplett in das öffentliche Netz einzuspeisen. Zusammen mit dem gleichzeitig ersparten Strompreis entsprach dies in etwa der Vergütung für eingespeisten Strom. Jede Strompreiserhöhung machte den Eigenverbrauch immer rentabler..

    Die Kürzungen der zunächst doppelten Förderung (Eigenverbrauch und Einspeisevergütung) konnten teilweise durch die deutlich gesunkenen Preise für die Solarmodule, den Anstieg der Strompreise inkl. der EEG-Umlage und die immer attraktiver werdende Zinsersparnis aufgrund der Niedrigzinsphase ausgeglichen werden.

    Die Eigenverbrauch wird seit April 2012 nicht mehr subventioniert, für die Einspeisevergütung wurde eine gleitende Degression festgelegt. Für die Entwicklung der Vergütung ist demnach der weitere Ausbau von Photovoltaikanlagen entscheidend. Die drastischen Kürzungen der Solarförderung waren unvermeidlich und zeigen inzwischen auch Wirkung. Inzwischen liegt der Strompreis über der Einspeisevergütung. Eine Anlage müsste sich also vollständig über die steuerliche Förderung und den Eigenverbrauch rechnen.

    Jahr der Inbetriebnahme

    Eigenverbrauch

    Vergütung für jede Kilowattstunde eingespeisten Stroms bei einer Nennleistung bis 10 KWp

    2009

    25,01 Cent

    43,01 Cent

    2010 bis Juni

    22,76 Cent

    39,14 Cent

    2010 ab Juli

    17,67 Cent

    34,05 Cent

    2010 ab Oktober

    16,50 Cent

    32,88 Cent

    2011

    12,23 – 13,54 Cent

    28,61 – 29,92 Cent

    2012 ab Januar    

    8,05 Cent

    24,43 Cent

    2013 ab Januar                keine17,17 Cent
    2014 ab August                keine13,15 Cent
    2015 ab Januarkeine12,95 Cent
    2015 ab Dezemberkeine12,70 Cent
    2016 ab Septemberkeine12,31 Cent

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