Direkt zum Inhalt

Auslagerung

Definition

Entnahme einer Ware aus einem Umsatzsteuer

GEPRÜFTES WISSEN
Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis.
Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online.
Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon

zuletzt besuchte Definitionen...

    Ausführliche Definition

    1. Begriff: Entnahme einer Ware aus einem Umsatzsteuerlager. Als Auslagerung gilt es auch, wenn die Bedingungen für die Einlagerung von Waren in ein Umsatzsteuerlager verletzt werden, z.B. also, wenn gelagerte Waren einzelhandelstauglich aufbereitet werden.

    2. Folgen: Die Auslagerung führt zum Entstehen der Umsatzsteuer (§ 4 Nr. 4a UStG), weil die gelagerte Ware nunmehr den steuerfreien Bereich des Umsatzsteuerlagers wieder verlässt und daher die reguläre Steuerbelastung, die auf der Ware liegen würde, wenn sie seit jeher frei umlaufen würde, wieder hergestellt werden muss. Berechnet wird die Steuer auf der Grundlage des Kaufpreises für die letzte vor der Auslagerung vorgenommen Lieferung (evtl. mit bestimmten korrigierenden Zuschlägen), weil auch dann, wenn die Ware niemals im Umsatzsteuerlager gewesen wäre, die Höhe der Umsatzsteuer, die aktuell noch auf ihr liegen würde, sich allein nach dem Entgelt bei der letzten Lieferung richten würde. Die Steuer schuldet derjenige Unternehmer, der die Auslagerung vornimmt (§ 13a I Nr. 6 UStG); der Lagerhalter haftet der Finanzverwaltung gegenüber dafür, dass der Auslagerer korrekt identifiziert werden kann.

    zuletzt besuchte Definitionen...

      Mindmap Auslagerung Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/auslagerung-28236 node28236 Auslagerung node50475 Umsatzsteuerlager node28236->node50475 node47118 Vorsteuerabzug node47118->node50475
      Mindmap Auslagerung Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/auslagerung-28236 node28236 Auslagerung node50475 Umsatzsteuerlager node28236->node50475

      News SpringerProfessional.de

      • Exportentwicklung Werkzeugmaschinen

        Ein aktueller Quest Report verbindet Exportmärkte und Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen in Euro und die Wirkung auf die Exporte nach China seit 2008. Steigende Durchschnittswerte von Werkzeugmaschinen gehen demnach mit rückläufigen Exporten nach China einher.

      • Banken genießen großes Vertrauen ihrer Kunden

        72 Prozent der Bankkunden in Deutschland gehen davon aus, dass Kreditinstitute mit ihren persönlichen Daten sorgsam umgehen. Keine andere Branche genießt einer aktuellen Umfrage zufolge höheres Vertrauen.

      • Neue Aufgaben für die Zentrale der Zukunft

        Unternehmen müssen agil und innovativ sein. Das althergebrachte Headquarter, von dem aus alles zentral gesteuert werden soll, scheint dazu nicht passen zu wollen. Muss die Unternehmenszentrale neu erfunden werden? 

      • So geht erfolgreiches Lead Nurturing im B2B-Segment

        Wenn nicht nur Leads, sondern in Folge auch Käufer generiert werden, ist von Lead Nurturing die Rede. Im B2B-Bereich müssen E-Mail-Marketer dafür besonders strategische sowie kontinuierliche Beziehungsarbeit leisten.

      • Globales E-Invoicing ist Herausforderung für Unternehmen

        Unternehmen sind aufgrund staatlicher Vorgaben zunehmend dazu verpflichtet, ihre Rechnungen elektronisch zu erstellen. Doch in jedem Land gelten andere rechtliche Regelungen. Entsprechend komplex gestalten sich die Prozesse. Erster Teil des Gastbeitrags.

      • Auf dem Rechtsweg ins Verderben

        Wer seinen Markt als Eigentum betrachtet und Neueinsteiger juristisch bekämpfen will, kann nur verlieren, meint Springer-Autor und Zukunftsmanager Heino Hilbig. Denn die Klage eines Taxifahrers gegen Moia wird neue Verkehrskonzepte nicht verhindern. 

      • Mit Location Based Marketing auf Neukundenfang

        Deutsche Marketing-Manager sehen in standortbasierter Werbung die Brücke, um Konsumenten online wie offline anzusprechen. Vor allem für die Neukundengewinnung setzen sie auf das Marketinginstrument.

      • Wie der Arbeitsplatz von morgen aussehen wird

        Während der Industrialisierung wanderte die Arbeit aus dem Haushalt in die Fabrik. Heute klopft sie wieder an die Haustür. Die Möglichkeit zu mehr zeitlicher und örtlicher Flexibilität, beispielsweise zur Arbeit im Homeoffice, macht vor keiner Branche mehr halt.

      • Java und JavaScript sind die beliebtesten Programmiersprachen

        Die meisten Softwareingenieure setzen auf Java und JavaScript, wenn es um die Entwicklung von Unternehmensanwendungen geht. Die angeblichen "In"-Programmiersprachen Python & Co. liegen in der Beliebtheitsskala teils weit abgeschlagen hinter den Klassikern.

      • Diese digitalen Marken sind top

        Digitale Dienste dominieren immer stärker die Markenwelt. In den Top 25 der relevantesten Marken Deutschlands machen sich analoge Marken eher rar.

      Autoren der Definition und Ihre Literaturhinweise/ Weblinks

      Dr. Norbert Dautzenberg
      Jade Hochschule
      Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth/,
      Standort Wilhelmshaven
      Verwalter einer Professur für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre

      Literaturhinweise SpringerProfessional.de

      Springer Professional - Die Flatrate für Fachzeitschriften und Bücher
      Banken und Finanzdienstleister stehen bei ihren Auslagerungen vor einem radikalen organisatorischen Umbruch. Mit der angekündigten MaRisk-Novelle adressiert die Aufsichtsbehörde Bafin die Anforderung, ein Zentrales Auslagerungsmanagement (ZAM) einzurichten. Ein Gastbeitrag.
      Christoph Klein zeigt, dass steuerrechtliche Bilanzierungsvorbehalte mit restriktiven Bewertungskriterien, wie § 6a EStG für Pensionsverpflichtungen, zu einer erheblichen Unterbewertung von Schulden führen und nicht mit dem Zweck der …
      Neben einem präzisen Auslagerungsvertrag braucht es eine schlagkräftige Organisation innerhalb der Bank für eine effektive Steuerung und Kontrolle der Dienstleister. 

      Sachgebiete